Drei Trainer binnen fünf Tagen bei Werder Bremen - Otto Rehhagel und Thomas Schaaf dürften ihren langjährigen Arbeitgeber kaum noch wiedererkennen. Von der personellen Kontinuität an der Weser, für die nicht nur diese beiden Privatiers mit ihren jeweils 14 Dienstjahren als Chefcoach standen, ist bei den Hanseaten nichts mehr übriggeblieben.
Stattdessen brennt es beim Bundesliga-Absteiger an allen Ecken und Enden. Dem mittelmäßigen Zweitliga-Start folgte der Rücktritt von Trainer Markus Anfang, gegen den Ermittlungen wegen des Verdachts auf Nutzung eines gefälschten Impfpasses laufen. Interimscoach Danijel Zenkovic wurde positiv getestet, nun soll U19-Trainer Christian Brand im Nordderby bei Holstein Kiel am Samstag (20:30 Uhr) auf der Bank sitzen.
Vielleicht wird bei dieser Gelegenheit im direkten Gespräch geklärt, wann und zu welchen Bedingungen Werders Wunschkandidat Ole Werner von der Förde an den Osterdeich wechselt. Der 33-Jährige war im September als Holstein-Trainer zurückgetreten. Offensichtlich ist juristisch ungeklärt, ob sein Arbeitsvertrag am 30. November oder doch erst am 30. Juni 2022 endet.
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"Wir haben natürlich teilweise turbulente Tage hinter uns", sagte Werders Sport-Geschäftsführer Frank Baumann. Nach Informationen des Internetportals "Deichstube" gibt es noch einen zweiten Kandidaten für den Fall, dass sich die Bremer mit dem KSV Holstein nicht über einen zeitnahen Wechsel Werners einigen können.

Zweitliga-Debüt für Trainer Brand

Somit erscheint sehr wahrscheinlich, dass der ehemalige Werder-Profi Brand zumindest sein Zweitliga-Debüt als Trainer erleben wird. Mangels Alternativen muss Baumann seinen zweiten Interimscoach starkreden: "Christian ist kommunikativ, offen und wissbegierig. Einer, der sich viel mit Fußball auseinandersetzt und über den Tellerrand hinausblickt."
Kaum überraschend in dieser prekären Lage, dass die Werder-Profis noch mehr zusammenrücken. "Wir wollen die Situation ordentlich meistern. Unser klares Ziel ist es, dass wir in Kiel gewinnen wollen", sagte Abwehrspieler Marco Friedl. Der Österreicher räumte aber auch ein: "Die Situation um unseren ehemaligen Trainer war absolutes Neuland für uns. So etwas hat es ja noch nie gegeben."
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(SID)

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