Sollte Gislason, so steht es in dem Brief mit vielen Rechtschreibfehlern, sein Amt nicht niederlegen, werde man ihn auf seinem Grundstück aufsuchen.
"Mal sehen was aus ihren Anwesen dann wird. Wir warten ab", heißt es. Man wünsche sich "einen deutschen Trainer für die Handballmannschaft".
Er hoffe, "dass der Verfasser oder die Verfasserin ausfindig gemacht wird und sich verantworten muss", so Löw.
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Die Nationalmannschaft twitterte: "Du bist ein grandioser Bundestrainer, und wir sind stolz auf Dich und Deine Mannschaft. In Deutschland müssen wir für Solidarität und Schutz stehen, nicht für Ausgrenzung."

Gislason von Unterstützung "berührt"

Gislason zeigte sich bewegt von der breiten Unterstützung. "Der Rückhalt aus allen Teilen der Öffentlichkeit hat mich mehr berührt als der Drohbrief", teilte der Bundestrainer nach dem großen Zuspruch aus der Welt des Sports und der Politik auf SID-Anfrage mit.
Die letzten Tage seien ein "hochemotionales Auf und Ab" gewesen: "Ich bin überrascht, welche Resonanz meine Veröffentlichung dieses Briefes bekommen hat."

"Volle Solidarität mit Alfred Gislason"

Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg forderte "volle Solidarität mit Alfred Gislason" nach dem "feigen Angriff".
Sie habe großen Respekt vor "Deiner Offenheit und Deinem Mut, mit den Anfeindungen in die Öffentlichkeit zu gehen". Die Unterstützung so vieler Menschen zeige, "dass die große Mehrheit der Gesellschaft für Werte wie Fairplay, Zusammenhalt und Toleranz eintritt."
Auch der ehemalige Handball-Nationalspieler Stefan Kretzschmar zeigte sich bei "Sky" von dem Vorfall "erschüttert".
DHB-Präsident Andreas Michelmann versicherte Gislason ebenfalls volle Rückendeckung. "Er ist sportlich unser Fels in der Brandung, jetzt sind wir menschlich sein Fels in der Brandung."

"Wir stehen hinter Dir, Alfred!"

Gislason rückte das Thema indes in einen größeren Zusammenhang. Es gehe hier nicht nur um ihn und seine Familie, sondern "um unsere Gesellschaft". Man brauche, so Gislason, "mehr Anstand und Respekt im Umgang miteinander. und zwar völlig unabhängig von Dingen wie Herkunft, Aussehen und Religion."
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und mehrere Fußball-Bundesligisten schlossen sich dem Aufruf gegen Hass und Rassismus via Twitter an. "Wir stehen hinter Dir, Alfred!", schrieb Basketball-Bundestrainer Henrik Rödl.
Handball-Nationalspieler Marcel Schiller betonte bei Spox, der Nationalmannschaft könne aktuell "nichts Besseres passieren als Alfred Gislason". Man fühle sich sicher, wenn man wisse, "dass Alfred an der Seitenlinie steht".
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(SID)

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