Der Gewinn einer Weltmeisterschaft sei "das Größte, dass man als Fußballer erreichen kann", sagte der Argentinier, der bereits für die Jahre 2009 bis 2012 zum besten Spieler des Planeten gewählt worden war.
Bei der WM 2014 war Messi mit Argentinien erst im Finale an Deutschland gescheitert, ein großer Titel mit La albiceleste fehlt weiterhin in der Sammlung des Offensivstars.
Sein fünfter "Ballon d'Or", die fünfte Wahl zum Weltfußballer des Jahres, war für den argentinischen Superstar vom FC Barcelona aber "mehr, als ich mir als Kind je erträumt hätte", sagte Messi fast schon ein wenig schüchtern ins Mikrofon des Zürcher Kongresshauses.
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Eintauschen würde er seine Rekordsammlung nur gegen einen ganz großen Traum. Wenn er zwischen seinen fünf Weltfußballer-Trophäen und einem einzigen WM-Titel wählen könnte, gab Messi zu, würde er sich "natürlich" für die Weltmeisterschaft entscheiden. Vorerst muss sich Messi aber mit dem Ballon d'Or begnügen.

Fünf Titel mit Barcelona gewonnen

"Das ist ein sehr spezieller Moment für mich, wieder hier zu stehen und wieder den Ballon d'Or zu gewinnen, nachdem ich zwei Jahre nur zugesehen habe", sagte Messi, der sich bei der Wahl des Weltverbands FIFA mit 41,33 Prozent der Stimmen gegen den portugiesischen Vorjahressieger Ronaldo (Real Madrid/27,76 Prozent) und seinen Teamkollegen vom FC Barcelona, Neymar (7,86), durchgesetzt hatte: "Das ist unglaublich."
"Lionel macht schon seit Jahren den Unterschied. Es ist schwer den einen besonderen Moment herauszupicken. Er schießt schon das ganze Jahr über wahnsinnig viele Tore und hilft seinen Mitspielern welche zu erzielen. Messi gewinnt einen Titel nach dem anderen. Darum ist er die Nummer 1", erklärte Ronaldinho.
Zum weltbesten Spieler bestimmt wurde der Ausnahmekönner der Katalanen von den Nationaltrainern und Kapitänen der FIFA-Mitgliedsverbände sowie einer Auswahl internationaler Journalisten. Mit Barcelona hatte Messi im vergangenen Jahr fünf Titel gewonnen, darunter das Triple. Ronaldo, der in der Schweiz hätte gleichziehen können, gewann nicht einen einzigen Pokal.

WM 2018 in Russland als Chance

"Ich glaube, der Unterschied war, dass er mit Barcelona so ein fantastisches Jahr hatte und alles gewonnen hat. Leo war der Schlüsselspieler bei all diesen Titeln. Für mich ist er der Beste und verdient den Titel", sagte sein Ex-Mannschaftskollege Carles Puyol vom FC Barcelona.
Für Messi war es bereits die fünfte Auszeichnung mit dem Ballon d'Or - eine unerreichte Serie. Dennoch werden die Karten im kommenden Jahr neu gemischt.
"Ich denke, dass sogar Neymar und Suárez nächstes Jahr eine Chance haben werden. Alle spielen in der selben Mannschaft. Es ist ein riesen Vorteil für Barcelona, Spieler wie Neymar, Suárez und Messi zusammen in einer Mannschaft zu haben", meinte Ex-Stürmer Andrej Schewtschenko auf der Gala in Zürich.
Die nächste WM steht 2018 in Russland auf dem Programm. Dann kann sich Messi seinen ganz großen Traum erfüllen.
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