Das Thema wird die weitere Zusammenarbeit über den Sommer 2008 hinaus sein. Angeblich soll dem quirligen Macher ein Vierjahres-Vertrag zu deutlich besseren Konditionen angeboten werden. VfB-Pressesprecher Oliver Schraft wollte das Treffen allerdings nicht bestätigen. "Es gibt keine Wasserstandsmeldungen zu den Vertragsgesprächen zwischen der Vereinsführung und Horst Heldt", sagte er.
"Präsident Erwin Staudt hat bereits am Montag erklärt, dass diese Angelegenheit bis zum Bundesligastart im August geklärt werden solle." Heldt selbst blockt ab: "Es gibt keinen Wirbel und es gibt dazu auch nichts zu sagen", lautete sein Kurzkommentar.
Offensichtlich stufte die VfB-Spitze die offene Personalie lange als nicht so dringlich ein und wollte sich mit deren Erledigung nach dem turbulenten Saisonfinale etwas Zeit lassen. "Es war so, dass uns da der Wind um die Ohren pfiff und ein derart wichtiges Thema wie die Zukunft unseres Managers kann man doch nicht einfach zwischen Tür und Angel behandeln", rechtfertigte Staudt in der "Stuttgarter Zeitung" die Passivität.
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Angeblich sollen aber auch gewisse Animositäten und ein gewisser Neid in der Vorstandsetage eine Rolle für das bisherige Zögern gespielt haben. Heldt und Trainer Armin Veh gelten als Väter des Stuttgarter Sommermärchens mit Titelgewinn, Champions-League-Qualifikation und Pokalfinale und wurden dementsprechend in der Öffentlichkeit gefeiert. Funktionäre sollen ihren Anteil am Aufschwung nicht genügend gewürdigt gesehen haben.
Magaths Vorstoß hat Staudt, der erst aus dem Urlaub zurückgekehrt ist, nun zum raschen Handeln gezwungen. "Wenn Horst Heldt keinen Vertrag bekommt, setze ich mich in Wolfsburg für ihn ein. Dann nehme ich ihn gerne, dann möchte ich ihn in meinem Team haben", sagte der neue Trainer und Sportdirektor des niedersächsischen Bundesligisten der "Wolfsburger Allgemeine Zeitung". Magath kennt Heldt aus seiner Trainerzeit in Frankfurt und Stuttgart. "Ich schätze ihn sehr, hätte gern seine Kompetenz an meiner Seite", sagte er.
Magaths Werben stärkt in jedem Fall Heldts Verhandlungsposition. "Wir streben nach Kontinuität. Und wir schrecken nicht davor zurück, ihn ebenfalls langfristig an den VfB zu binden", stellte Staudt Heldt eine ähnlich lange Vertragsdauer wie Sportdirektor Jochen Schneider in Aussicht.
Eurosport - Daniel Rathjen/dpa
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