"Das ist so ein geiler Verein. Ich kann nur allen Fußballern sagen: Jungs, kommt hierher", warb Trainer Jürgen Klopp öffentlich um Verstärkungen. Während der Kult-Coach weitermacht, ist in Aachen ungewiss, ob Trainer Michael Frontzeck und Sportdirektor Jörg Schmadtke auf ihren Posten bleiben.
Präsidium berät sich
"Ich würde gerne mit den Jungs weiterarbeiten und möchte die Flinte nicht ins Korn werfen", sagte Frontzeck, dessen Vertrag nach dem Gang in die Zweitklassigkeit bis zum 30. Mai gekündigt werden kann. Auch Schmadtke, der mit anderen Clubs in Verbindung gebracht wurde, möchte seinen bis 2009 datierten Kontrakt erfüllen: "Warum sollte ich nicht weitermachen? Ich habe keinen Kontakt zu anderen Vereinen." Über diese beiden Personalien wollte das Alemannia- Präsidium mit dem Personalrat beraten. Der Aufsichtsrat wird in einer Woche zusammenkommen.
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Ein Umbau des Kaders wird in Mainz dringend nötig, denn Leistungsträger wie die ausgeliehenen Leon Andreasen (Werder Bremen) und Mimoun Azaouagh (Schalke 04) werden den Verein verlassen. Bei anderen wie Nikolce Noveski oder Markus Feulner laufen die Verträge aus. Ungewiss ist auch die Zukunft von Mohamed Zidan, obwohl der Top-Torjäger einen Vertrag bis 2010 besitzt. Der Ägypter steht bei Clubs aus halb Europa auf der Einkaufsliste. Insgesamt können 12 Spieler den Verein verlassen.
Familäre Verhältnisse in Mainz
FSV-Präsident Harald Strutz ist dennoch zuversichtlich, dass Manager Christian Heidel und Klopp ein schlagkräftiges Team formen werden. "Vielen Spielern geht es nicht nur um das Geld. Sie wollen die Anerkennung der Fans und familiäre Verhältnisse. Das haben sie hier", so Strutz. "Das Wichtigste ist, dass Jürgen Klopp Trainer bleibt." Torwart Christian Wetklo sieht in ihm den Erfolgsgaranten für die Zukunft. "Ihm hatten wir die Bundesliga zu verdanken. Ich denke, er hat die Kraft, wieder Ähnliches zu bewirken", sagte er.
Klopp will nun in Ruhe Gespräche führen und ein Saisonziel erst formulieren, wenn die neue Mannschaft steht. "Ich denke nicht, dass wir eine Art Geheimfavorit sind. Es gibt Vereine, die bessere Möglichkeiten haben", meinte Klopp zurückhaltend. 22 Millionen Euro beträgt der Etat für die 2. Liga, in der sich etliche Traditionsclubs wie Borussia Mönchengladbach, der 1. FC Köln, 1. FC Kaiserslautern oder 1860 München tummeln. Auch in Liga II soll der für insgesamt 60 Millionen Euro geplante Stadion-Neubau vorangetrieben und realisiert werden.
Kleinere Brötchen in Aachen
In Aachen wird man mit einem von elf auf sieben bis acht Millionen Euro reduzierten Zweitliga-Etat kleinere Brötchen backen müssen. Der Weggang von sieben Spielern, darunter Jan Schlaudraff zu Bayern München, ist bereits beschlossene Sache. Der Vertrag von Christian Fiel gilt nur für die 1. Liga und Stürmer Sascha Rösler kann für rund 400 000 Euro den Club verlassen. Schmadtke hat Gespräche mit beiden Stammkräften angekündigt. "Es wird nicht wieder 36 Jahre dauern, bis wir wieder aufsteigen. Wir haben die Möglichkeit, schnell wieder hoch zu kommen", glaubt Frontzeck und hofft, daran mitwirken zu können.
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