Als "Schlappschwänze" (Bild), "Möchtegern-Meister" (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und "Seelenfinsternis" (Süddeutsche Zeitung) wurden die Knappen von den Zeitungen beschimpft. Die düstere Gemütslage gab Mittelfeldspieler Fabian Ernst zu denken. Aus Sorge um einen weiteren Rückschlag forderte der Mittelfeldspieler volle Konzentration auf den Showdown gegen Arminia Bielefeld: "Wir können jammern, wenn es vorbei ist."
Unmut der Fans
Mit so viel Anteilnahme wie im Jahr 2001, als der so genannte Meister der Herzen den Titel in letzter Sekunde unglücklich verlor, dürfen die Profis diesmal nicht rechnen. Dafür ist der Unmut der Fans über die mäßige Gegenwehr des Teams im Revierderby zu groß. Ein versöhnlicher Saisonabschluss soll den aufkommenden Gegenwind abschwächen. "Unser primäres Ziel ist es nun, den zweiten Platz und die direkte Qualifikation für die Champions League zu sichern. Das ist sehr wichtig für den Verein", sagte Trainer Mirko Slomka.
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Von der Meisterschaft reden nur noch wenige. Binnen knapp zwei Monaten wurde ein Sieben-Punkte-Vorsprung auf den VfB Stuttgart verspielt. Und weil die mittlerweile um zwei Zähler enteilten Schwaben im Heimspiel gegen Energie Cottbus vor einer lösbaren Aufgabe stehen, sind die Hoffnungen auf ein Happy End auf ein Minimum gesunken. Läuft alles nach Plan, muss sich der Revierclub zum fünften Mal nach 1972, 1977, 2001 und 2005 mit dem zweiten Bundesliga-Rang begnügen. Nicht wenige sprechen deshalb von einem Schalke-Syndrom.
Funken Hoffnung
Und doch glimmt noch immer ein Fünkchen Hoffnung: "Wir glauben an Euch", stand auf einem Spruchband zu lesen, das Fans im Schalker Reha-Zentrum unweit der Veltins-Arena zur Aufmunterung der Profis angebracht hatten. Der Zuspruch hob die Stimmung von Slomka: "Diese Saison war so kurios. Warum soll sie nicht auch kurios enden?" Der Schalke-Coach setzt auf die Auswärtsstärke des Aufsteigers aus Cottbus, der in der Fremde bereits fünf Erfolge verbuchte. "Die werden das Spiel in Stuttgart ganz sicher nicht herschenken", sagte er dem "Kicker".
Viel spricht jedoch dafür, dass es dem Verein Schalke 04 ähnlich ergeht wie der Brieftaube gleichen Namens beim "Sun City Million Dollar Race" in Südafrika. Das Tier kam nach 532 Kilometern und mehr als neun Stunden Flug als Erste zum Ziel des wichtigsten Wettflugs der Welt, ruhte sich allerdings nur Zentimeter vor der Ziellinie noch über drei Minuten aus. Das nutzte Taube "Konstantin" zum Sieg. Immerhin konnten sich die Züchter von "Schalke 04" als Zweite noch mit einem Preisgeld in Höhe von 120.000 Dollar trösten.
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