Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Pep Guardiola ist Plan A der Bayern, aber auch Plan B des deutschen Rekordmeisters hat Charme – und einen großen Namen.
Carlo Ancelotti.
Der 56-Jährige legt nach seinem Aus bei Real Madrid derzeit ein Sabbatjahr ein und erholt sich – zum Beispiel beim Lachsfischen in Kanada. "Ich beginne ab Januar, mir einen neuen Klub zu suchen“, erklärte der Italiener, der als Trainer mit dem AC Mailand und Real dreimal die Champions League gewonnen hat. Seine anderen Arbeitgeber, den FC Chelsea und Paris St-Germain, hat er immerhin zum Meistertitel geführt.
Champions League
Guardiola hält den FC Bayern weiter hin
20/10/2015 AM 09:04
Ein hochinteressanter, hochdekorierter Experte.

Was läuft da?

Die Bayern sollen über ihren Chefunterhändler Giovanni Branchini schon vor einem Monat Kontakt zu Ancelotti aufgenommen haben, meldete "Sport Bild".
Es wäre schließlich unprofessionell, keinen Plan B zu haben, sollte Plan A nicht aufgehen – auch wenn Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge Anfang der Woche wieder einmal betonte:
Wir sind durchaus optimistisch, dass er am Ende des Tages in München bleibt."

Rummenigge geht optimistisch in Gespräche mit Guardiola

Fotocredit: SID

Aber was sagt Guardiola eigentlich dazu, dass sein jetziger Arbeitgeber hinter seinem Rücken bereits mit einem anderen Kandidaten sprechen soll?
Der Bayern-Chefcoach gibt sich SEHR gelassen.
"Das ist kein Problem“, sagte er vor dem Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln (ab 15:30 Uhr im Liveticker bei eurosport.de). "Ich verstehe den Verein.“
Warum sollte Guardiola auch in Panik verfallen? Es gibt genügend zahlungskräftige Top-Vereine weltweit, die ihn liebend gerne verpflichten würden.
Oder wie es Rummenigge ausdrückt:
Es liegt viel pro Bayern München auf dem Tisch, aber es gibt wahrscheinlich auch andere Bräute, die gut aussehen.
In der Tat.

Optionen en masse

Zum Beispiel Manchester City: Mit den Entscheidern der "Citizens“, Ferran Soriano und Txixi Begirstain hat Guardiola bereits beim FC Barcelona sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Dass der Chilene Manuel Pellegrini vor dieser Saison seinen Kontrakt bis 2017 verlängerte, spielt keine Rolle. Guardiola ist auch bei City Plan A.
Oder Paris St. Germain. Der Vertrag von Trainer Laurent Blanc läuft am Saisonende aus. Der Klub wird von Investoren aus Katar finanziert – Guardiola arbeitet als Botschafter der WM 2022 in Katar.
Sogar der FC Chelsea wäre eine Option, sollte der milliardenschwere Eigentümer Roman Abramowitsch die Geduld mit José Mourinho verlieren und bereit sein, knapp 50 Millionen Euro Abfindung zu zahlen.
Weiterhin viel Spaß bei der Brautschau, Pep!
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