Unverhofft kommt oft.
Vor dem Gastspiel des Tabellenführers in Dortmund ist der Vorsprung der Münchner plötzlich auf fünf Punkte zusammengeschmolzen. Das - geht es nach BVB-Trainer Thomas Tuchel - ist zwar immer noch "ein großer Vorsprung". Die Borussia hat es aber in der eigenen Hand schon am Samstag (ab 18:30 Uhr im Liveticker) auf zwei Zähler zu verkürzen.
"Das", frohlockt Mats Hummels, "ist genau die Konstellation, die wir uns gewünscht haben. Das wird brennen bei uns."
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Der BVB-Kapitän klappte damit nur Minuten nachdem der Sieg in Darmstadt durch Tore von Adrian Ramos (38.) und Erik Durm (53.) offiziell geworden war, das Visier runter. Darmstadt war eine Durchgangsstation, die man "souverän und hochseriös" (Tuchel) erledigte. Nicht mehr und nicht weniger.
Der Coach stellte seiner Mannschaft, der er selbst am Böllenfalltor eine Rotationskur verordnet hatte, noch schnell ein Lob aus: "Ich bin sehr froh über den heutigen Auftritt." Dann lenkte auch Tuchel deinen Blick auf das nahende Duell mit den FC Bayern.
"Der Vorspung ist geschmolzen - die Ausgangslage hat sich geändert", rechnete Tuchel vor.
Der Ball liegt jetzt bei uns. Es liegt an uns, den nächsten Schritt zu machen.
Und das liegt absolut im Bereich des Möglichen.
Die Borussia spielte in den vergangenen Wochen zwar nicht immer brillant, gewann aber meist. Mit 19 Punkten ist Dortmund die beste Mannschaft der Rückrunde, verlor nur beim torlosen Remis in Berlin Punkte. Auch in der Europa League schlug man den FC Porto zwei Mal zu Null. Der BVB hat einen Lauf.
Ganz im Gegensatz zum Konkurrenten aus München. Die Niederlage im Heimspiel kam nicht ganz aus heiterem Himmel. Schon gegen Hoffenheim und in Turin zeigte man sich - wenn auch auf hohem Niveau - nicht unverwundbar.

Tuchel sieht Energie und Vorfreude

Die Borussia hat das erkannt und verlässt deshalb ganz bewusst den Weg der vornehmenden Zurückhaltung im Titelkampf, den man seit Saisonbeginn trotz der eigenen herausragenden Leistungen beschritten hatte.
"Natürlich werden wir versuchen, den Vorsprung weiter zu verkürzen", bläst Tuchel zur Attacke. "Mit der Energie, der Vorfreude, die wir gerade ausstrahlen. So werden wir an diese Aufgabe herangehen."
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge mahnte indes mit leicht besorgtem Blick, dass man "in Dortmund auf keinen Fall verlieren" dürfe. Die Ausgangsposition könnte aus schwarz-gelber Sicht also nicht besser sein.

Aubameyang hat sein 'Mojo' verloren

Auch wenn die Tormaschine von Pierre-Emerick Aubameyang etwas ins Stottern geraten ist. Der Gabuner traf zwar am vergangenen Sonntag gegen Hoffenheim. Dieses Tor kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass dem Torjäger in den vergangenen Spielen die Kaltschnäuzigkeit fehlte.

Pierre-Emerick Aubameyang vergibt eine Chance in Darmstadt

Fotocredit: Imago

In Darmstadt vergab er gleich mehrfach aus Positionen, die ihm in der Hinrunde nur ein müdes Lächeln abverlangt hätten. Selbiges war schon gegen die TSG und auch in Porto zu beobachten, als Aubameyang das Kunststück fertig brachte, vor dem ersten Dortmunder Treffer aus gut einem Meter die Latte zu treffen.
Gegen den FC Bayern braucht die Borussia ihren besten Torschützen in Topform. Sonst wird es schwer. Auch wenn Backup Adrian Ramos ansteigende Form zeigt und am Böllenfalltor erneut traf.

Ausgeruhte Stars kommen zurück

Dennoch wird der Kolumbianer gegen den FCB wohl wieder auf der Bank Platz nehmen, wenn die von Tuchel beim Aufsteiger geschonten Stars zurückkommen.
Marco Reus und der leicht erkrankte Stammkeeper Roman Bürki hatten die Reise nach Darmstadt gar nicht angetreten, Leistungsträger Henrich Mchitarjan saß zunächst auf der Bank, spielte nur einige Minuten. Auch Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek, Nuri Sahin und Shinji Kagawa dürften frisch sein.
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