So lief das Spiel:

Die Auswärtspartie beim FC Bayern kommentierte Eintracht Frankfurts Coach Niko Kovac als undankbaren "Zahnarztbesuch". Nach vier Niederlagen in Folge kam das Spiel in München alles andere als zur rechten Zeit. Die Hessen erwischten jedoch einen guten Tag im Duell mit dem Rekordmeister. Gegen den Ball verteidigten die Frankfurter in einem kompakten 5-3-2-System, im Gang nach vorne machten beide Außenverteidiger dann Dampf in der Offensive.

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Die Bayern taten sich schwer mit der Gangart der Frankfurter, die ihr Heil im Führen von Zweikämpfen suchten. Ungewohnte Fehler im Aufbauspiel waren die Folge. Die besten Chancen generierten folgerichtig die Gäste. Die dickste Gelegenheit ließ Branimir Hrgota in der 20. Minute liegen. Der Stürmer war nach einem Pass in die Schnittstelle frei vor Manuel Neuer, umkurvte den Schlussmann und musste nur noch einschieben. Mats Hummels grätsche ihm aber in allerletzter Sekunde den Ball vom Fuß - die Abwehraktion des Jahres!

Mats Hummels (Bayern München) mit einer staren Grätsche gegen Branimir Hrgota von Eintracht Frankfurt

Fotocredit: Imago

Auch nach diesem Hochkaräter blieben die Frankfurter gefährlich. Die Tore erzielten allerdings die Hausherren. In der 38. Minute besorgte Robert Lewandowski die Führung für die Bayern. Nach einem flachen Zuspiel von Thomas Müller musste der Pole den Ball nur noch über die Linie schieben. Drei Minuten später erhöhte Douglas Costa mit einem Schuss aus 15 Metern nach starker Vorlage von David Alaba von der linken Seite. Frankfurt spielte gut, belohnte sich jedoch nicht für den getätigten Aufwand.

Die SGE hatte auch zu Beginn des zweiten Durchgangs zwei gute Abschlusschancen, mit dem dritten Bayern-Treffer in der 55. Minute waren die Fronten aber geklärt. Nach einer Flanke von Arjen Robben aus der rechten Strafraumhälfte komplettierte Lewandowski am zweiten Pfosten aus zwölf Metern seinen Doppelpack.

Zehn Minuten später gab es mal erfreuliche News bei den Frankfurtern. Marco Russ kam in die Partie und gab damit auch sein Comeback in der Bundesliga. Ebenso Jérôme Boateng, der kurz darauf nach langer Verletzungspause für Javi Martínez ins Spiel kam. Als dritter Comebacker trat noch Marco Fabián in der 78. Minute in Erscheinung.

Die Stimmen:

Jérôme Boateng (FC Bayern München): "Es war ein unglaubliches Gefühl. Ich habe dafür hart gearbeitet, dass ich wieder auf dem Platz stehen durfte. Danke an die Mannschaft, an das ganze Team, an meine Familie und Freunde, die mich in dieser Zeit unterstützt haben. Jetzt bin ich froh."

Bruno Hübner (Sportdirektor Eintracht Frankfurt): "Ich glaube, dass man kaum so viele Chancen in München bekommt wie wir in der ersten Halbzeit hatten. Wir hätten 1:0 oder sogar 2:0 in Führung gehen müssen - dann kam Bayern aus dem Nichts."

Der Tweet zum Spiel:

Was für eine Rettungstat von Hummels!

Das fiel auf: Alle Mann an Bord

Das erste Mal seit über sieben Jahren konnten die Münchner mit allen Mann an Bord zu einem Pflichtspiel antreten. Mit Boatengs Rückkehr in den Kader hatte FCB-Coach Carlo Ancelotti die absolute Qual der Wahl. Zuletzt auf alle Spieler zurückgreifen konnte Ex-Trainer Louis van Gaal. Im Januar 2010 gegen den 1. FSV Mainz 05. Damalige FCB-Akteure waren unter anderem Edson Braafheid und Alexander Baumjohann. Lang, lang ist's her.

Die Statistik: 46

Die Bayern sind weiter auf Rekorde-Jagd. Im Spiel gegen Frankfurt - das 100. Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften - trafen die Münchner gleich dreimal ins gegnerische Tor. Damit netzten sie in den vergangenen 46 Pflichtspielen im eigenen Wohnzimmer in Folge. Fehlen noch 31 Partien bis zum Rekord aus den Jahren 1979 bis 1982.

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