Starke neue Schalker

Schalke 2.0: Die vielen Änderungen von Trainer Markus Weinzierl zeigten eindeutig ihre Wirkung. Gleich sechs Neue gegenüber der Partie in Frankfurt verwandelten die Königsblauen zu einer ganz neuen Mannschaft im gleichen Gewandt (4-2-3-1). S04 zeigte Einsatzbereitschaft, mit den Startelf-Debütanten Nabil Bentaleb und Benjamin Stambouli im defensiven Mittelfeld erhielt das Schalker Spiel außerdem eine gewisse Ruhe und Zweikampfstärke. Bentaleb hatte letztendlich auch die meisten Ballkontakte der Schalker (58) und zeichnete sich als Kommunikator aus. Er sorgte mit Naldo für die zentrale defensive Abstimmung, die bis zum Lewandowski-Tor prima funktionierte.
Dadurch hatte vor allem Leon Goretzka mehr Freiheiten in der Offensive. Der deutsche U21-Kapitän, sorgte dort mit seiner Kopfballstärke für Akzente und war der laufstärkste Schalker Spieler (11,96 km). Die neue linke Seite mit dem körperlich starken Baba und den sich abwechselnden Außenstürmern Yevhen Konoplyanka und Eric-Maxim Choupo-Moting sorgte für eine erfrischende Belebung.
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Die Bayern fanden lange kein Mittel die hochgewachsene, zweikampfstarke und zumeist gut stehende Abwehr um Höwedes, Nastasic, Naldo und Baba zu knacken. Ausgerechnet der bis dahin starke Naldo ermöglichte Javi Martinez mit einem Stellungsfehler zehn Minuten vor Schluss den entscheidenden Pass auf Robert Lewandowski. Trotzdem kann Weinzierl auf dieser Leistung aufbauen, der nach dem Spiel sagte:
Für unsere gute Leistung können wir uns leider erst mal nichts kaufen. Aber der Auftritt war ein ganz anderer als zuletzt in Frankfurt. Wir sind auf einem guten Weg und haben jetzt viele Spiele in kurzer Folge, um darauf aufzubauen. Auch unsere Stabilität über weite Strecken hat mir gut gefallen.

Schwache neue Bayern

Die im Sommer verpflichteten Renato Sanches und Mats Hummels hatten in Gelsenkirchen wahrlich keinen guten Tag. Sie fügten sich einem allgemein mäßigen Auftritt der Bayern nahtlos an. Sanches war bei seinem Debüt für die Bayern etwas fahrig, spielte sieben Fehlpässe - wobei vor allem der missglückte Flankenwechsel auf Philipp Lahm verwunderte - zudem traten ungewohnte technische Fehler in seinem Spiel auf.
Bei Hummels musste man sich über einige Konzentrationsschwächen wundern. In der ersten Hälfte hatte er bei seiner Grätsche im Sechzehner gegen Konoplyanka Glück, dass Schiri Gräfe nicht auf den Punkt zeigte. Sein eigentlich gewohnt starkes Aufbauspiel präsentierte sich an diesem Abend etwas wackelig. Hummels war es, der mit einem seiner acht Fehlpässe eine große Schalker Chance ermöglichte. Huntelaar verpasste jedoch das Abspiel auf den frei stehenden Embolo und hämmerte stattdessen den Ball nur an die Latte.
Hummels wurde im Trikot der Bayern an diesem Abend das erste Mal gefordert. Er benötigt noch Zeit, um sich an die Spielweise im neuen Team zu gewöhnen sowie die Abstimmung für Pässe in die Spitze zu optimieren. Für Renato Sanches war es seit dem EM-Finale in Paris das erste Pflichtspiel.

Die Konter-Bayern

Die fehlende Gala-Form des FCB lag nicht nur am besseren Gegner, sondern auch an dem Rekordmeister selbst. Vor allem das Mittelfeld mit Xabi Alonso und Renato Sanches kam nicht richtig ins Rollen. Thiago dagegen sorgte für die Ordnung im Spiel der Bayern, hatte wie gegen Bremen die meisten Ballkontakte (113) im Spiel und pflückte unmittelbar vor dem Führungtreffer den Abschlag von Ralf Fährmann sehenswert herunter. Alonso blieb blass und wurde folgerichtig bereits in der 61. Minute für den bissigen Vidal ausgewechelt. Dann lief es besser, analysierte auch Carlo Ancelotti:
Schalke hat uns große Schwierigkeiten bereitet. Es war 60 Minuten lang sehr ausgeglichen, danach hatten wir mehr Möglichkeiten und haben auch das Tor gemacht. Schalke war in der ersten Halbzeit besser, wir in der zweiten.
Stichwort Auswechslungen: Die Wechsel von Ancelotti zeigten ihre Wirkung und sorgten endlich für ein Übergewicht im Bayern-Spiel. Arturo Vidal setzte wichtige Impulse, gewann in seiner halben Stunde Einsatzzeit noch starke acht Zweikämpfe und verhalf mit dem Ballgewinn vor dem 2:0 zum entscheidenden Angriff - einem Konter. Der ebenfalls eingewechselte Douglas Costa setzte Lewandowski in Szene, bevor Joker Joshua Kimmich zustach. Ein Tor, dass man unter Pep Guardiola in dieser Weise nicht so oft gesehen hat.
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