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Timo Werner: Die personifizierte Leipzig-Power

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Timo Werner bejubelt ein Tor für RB Leipzig

Fotocredit: Imago

VonCarsten Arndt
02/12/2016 Am 19:22 | Update 02/12/2016 Am 19:22
@carsten_arndt

Im Duell der beiden Teams der Stunde hat RB Leipzig am Samstag (ab 18.30 Uhr im Liveticker) Schalke 04 zu Gast. Kaum ein anderer Spieler im Kader verkörpert die offensiven Vorzüge der Leipziger derart wie Timo Werner. Das einstige Stuttgarter Wunderkind zerbrach in der Heimat an der Erwartungshaltung. Nun greift er als Vorzeige-Bulle neu an und lehrt mit seinen Kollegen die Liga das Fürchten.

Markus Weinzierl und RB Leipzig? Da war doch was. Im Frühjahr galt der damalige Coach des FC Augsburg als heißer Kandidat auf den Posten des Cheftrainers beim Mateschitz-Klub. Was folgte war eine öffentliche Posse um gegenseitige Absagen, Weinzierl landete am Ende beim FC Schalke 04 - und muss sich nun den Kopf zerbrechen, wie er Timo Werner stoppen kann.

Werner startet durch

Bundesliga

Weinzierl warnt Leipzig: "Werden ihnen eine Aufgabe stellen"

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Werner ist der Mann der Stunde in der Liga, bei RB ist der Schwabe durchgestartet. Sieben Tore hat er bereits erzielt, liegt gleichauf mit Robert Lewandowski, dem Torschützenkönig der vergangenen Saison. Dazu assistierte er schon bei vier Treffern seiner Kollegen.

Werner liegt der von RB praktizierte Power-Fußball. Niemand sprintet mehr bei den Bullen als der ehemals oft als Schwabenpfeil titulierte 20-Jährige.

Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick prophezeit dem Youngster ob seiner Leistungsexplosion gar einen baldigen Anruf von Joachim Löw:

Wenn er weiter konstant spielt und auch in der U21 seine Tore macht, wird Timo Werner auch bald ein Kandidat für die A-Nationalmannschaft werden.

Bayern heiß auf Werner?

Jung, talentiert und aus Deutschland? Kein Wunder, dass zuletzt Meldungen im Umlauf waren, der FC Bayern habe Werner auf dem Zettel.

Der angeblich umworbene will von einem Wechsel jedoch nichts wissen.

"Jeder Spieler würde sich nirgendwo anders so wohl fühlen wie hier", erklärte er der "Mitteldeutschen Zeitung":

Die Leute wären blöd, hier wegzugehen und das gute Gebilde, das wir uns aufgebaut haben, zu verlassen.

Timo Werner steht mit RB Leipzig an der Tabellenspitze

Fotocredit: SID

Kometenhafer Aufstieg

Worte, die für Werner vor einiger Zeit wohl auch noch in Bezug auf seinen Ex-Klub VfB Stuttgart gegolten hätten. Seit der F-Jugend war er für die Schwaben aktiv, durchlief alle Jugendmannschaften. Die Definition eines Eigengewächses.

Unter Bruno Labbadia debütierte er im Alter von 17 Jahren, vier Monaten und 26 Tagen in der Qualifikation der Europa League als Profi und avancierte zum jüngsten VfB-Spieler aller Zeiten.

Wenig später folgte der erste Treffer in der Bundesliga. Werner wurde immer häufiger mit seinem Vorbild Mario Gomez verglichen.

Werner stagnierte

Doch Werners Entwicklung geriet ins Stocken. Der Youngster verlor die Leichtigkeit, der Rummel um seine Person machte ihm zu schaffen.

"Der ganze Hype hat ihm nicht gutgetan", sagte Armin Veh, einer der Trainer seiner VfB-Zeit, damals:

Für ihn wäre es einfacher, wenn er unwichtiger wäre, dann könnte er sich besser entwickeln.

In der vergangenen Saison hatte ihn der Anhang als einen der Sündenböcke der im Abstieg endenden Saison ausgemacht. Immer häufiger sah er sich Kritik ausgesetzt, wurde gar ausgepfiffen.

Als Werners Abschied nach Leipzig in trockenen Tüchern war, hielt sich das Wehklagen am Neckar spürbar in Grenzen.

Neuer Anlauf bei RB

Nun also der neue Anlauf in Leipzig. In einem funktionierenden Team, ohne den Druck der Abstiegsangst im Rücken.

"Wenn man nach zwölf Spielen ungeschlagen Tabellenführer ist, dann läuft es besser, als wenn man 15. oder 16. ist. Der Teamerfolg gibt jedem Einzelnen eine breitere Brust“, sagte Werner nach dem Sieg gegen den SC Freiburg am vergangenen Freitag:

Ich bin abgestiegen und hatte nicht die Erwartung, dass ich zu einem neuen Verein komme und die Liga zusammenbombe.

Im Moment macht er aber genau das. Weinzierl dürfte gewarnt sein.


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