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3 Dinge, die auffielen: Der umgekehrte Robben von Bremen

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Rashica, Werder Bremen

Fotocredit: Eurosport

VonFelizitas Steiner
13/03/2018 Am 08:25 | Update 13/03/2018 Am 08:25

Eigentlich sollte er gar nicht zum Einsatz kommen, dann startete Werder-Profi Milot Rashica im Spiel gegen den 1. FC Köln so richtig durch. Clever, wendig und blitzschnell - sein Tor war nur eine Frage der Zeit. Aber auch Heimkehrer Claudio Pizarro sah trotz seiner 39 Jahre ganz und gar nicht alt aus. 3 Dinge, die im Abstiegsduell zwischen Werder Bremen dem 1. FC Köln auffielen.

1. Rashica, der umgekehrte Robben

Sein Name stand schon auf dem Auswechslungszettel, Werder-Trainer Florian Kohfeldt wartete nur noch auf eine Unterbrechung, um Milot Rashica aus dem Spiel zu nehmen. Da warf der Angreifer den Turbo an und schob zum zwischenzeitlichen 2:1 für Bremen gegen den 1. FC Köln ein.

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01/07/2019 AM 16:59

Rashica machte ein tolles Spiel. Clever, wendig und blitzschnell - der Flügelflitzer sorgte immer wieder für Gefahr. Sein Tor war nur eine Frage der Zeit. Bereits zuvor hatte er zahlreiche Chancen, immer wieder zog er von der linken Seite flink nach innen, legte den Ball dann auf seinen starken rechten Fuß und zog ab. Rashica spielte quasi den umgekehrten Robben von Bremen.

Schließlich wurde er in der 67. Minute dann doch ausgewechselt, wie ursprünglich geplant. Für seine herausragende Leistung zollte ihm das Publikum lautstarken Beifall.

Dabei sollte der 21-Jährige aus Kosovo eigentlich gar nicht spielen. "Bargfrede hatte sich nach dem Warmmachen übergeben", erklärte Kohfeldt die kurzfristige Änderung in der Startelf: "Er wollte trotzdem spielen, aber ich hab doch gewechselt." Schlussendlich eine gute Entscheidung.

2. Echter Abstiegsfight

Angesichts der Situation, in der sich beide Mannschaften befinden, durfte man einen spannenden Abstiegskampf erwarten. Auch wenn die erste Halbzeit fußballerisch kaum etwas hergab, kam der Zuseher in der zweiten Hälfte auf seine Kosten.

Ein altbewährtes Bild tat sich auf: Köln erzielt den Ausgleich, findet wieder ins Spiel zurück und verliert am Ende durch individuelle Fehler. "Pech ist eine Qualitätsfrage. Es sind gute fußballerische Anlagen da, aber so viele individuelle Fehler killen dich", analysierte Eurosport-Experte Matthias Sammer passend.

Bremen - Köln

Fotocredit: Getty Images

Die "Geißböcke" bleiben Tabellenletzter, geben aber nicht auf. "Wir müssen weiter kämpfen", sagte Keeper Timo Horn:

Es wird nicht leichter, sondern schwerer.

Für Bremen hingegen war das 3:1 (1:0) zum Abschluss des 26. Bundesliga-Spieltags gegen die direkte Konkurrenz aus Köln ein kleiner großer Schritt. Es geht aufwärts mit Werder, weiterhin. Als Kohfeldt das Traineramt am 11. Spieltag übernahm, rangierte die Mannschaft noch auf den Abstiegsplätzen - mittlerweile sind die Bremer schon seit neun Heimspielen ungeschlagen.

Aufatmen will die Kohfeldt-Elf dennoch nicht, wie Florian Kainz klarstellte:

Wir wissen, dass wir da unten drinnen sind, im Abstiegskampf, wir wissen um unsere Situation. Das ist gar kein Grund, jetzt nachzulassen. Es war ein wichtiger Schritt, aber mehr auch nicht.

3. Pizarro - wirklich schon 39?

Wer es vor dem Spiel nicht wusste, der wird es jetzt nicht glauben. Claudio Pizarro ist tatsächlich fast 40 Jahre alt, spielt zuweilen aber immer noch glänzend. Kein Wunder also, dass die Werder-Fans den Oldie auch im Köln-Trikot hochleben ließen. "Pizarro, Pizarro!", hallte es von den Rängen. .

So auch in der 76. Minute, als der Peruaner einen Kopfball knapp am Tor vorbeisetzte. Technisch brilliant, ließ er seine Gegner wenig später per "Zidane-Rolle" aussteigen. Pizarro hat's noch drauf. "Es ist schon außergewöhnlich, mit 39 Jahren so eine Leistung abzurufen, vor allem als Stürmer", staunte FC-Geschäftsführer Armin Veh.

Mit 144 Toren in 271 Spielen ist Pizarro der Bremer Rekordtorschütze und kehrte nun mit Köln an seine alte Wirkungsstätte zurück. "Ich fühle mich wie zuhause. Leider ist für uns das Spiel nicht so gut gelaufen, aber für mich ist es immer geil, hier zu spielen mit den Fans. Ich liebe den Verein, die lieben mich."

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