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Abstiegscheck: So schafft der 1. FC Köln noch das Wunder

Abstiegscheck: So schafft Köln noch das Wunder

13/03/2018 um 15:22Aktualisiert 13/03/2018 um 23:01

1. FC Köln und Hamburger SV stehen mit einem Bein in der zweiten Liga. Noch aber sind 24 Punkte zu gewinnen - und VfL Wolfsburg sowie der 1. FSV Mainz 05 sollten sich auf Platz 15 bzw. 16 nicht zu sicher fühlen. Wer setzt sich am Ende beim Spiel "aus Vier mach Zwei" durch, wer steigt ab? Der Abstiegscheck - mit gewagten Prognosen...

Sind die noch zu retten?

Hängende Köpfe beim 1. FC Köln nach dem 1:3 bei Werder Bremen, der komplette Kahlschlag beim Hamburger SV mit dem unbekannten Christian Titz als Feuerwehrmann. Im Tabellenkeller der Bundesliga spricht aktuell nicht viel für die abgeschlagenen zwei Traditionsklubs auf den Abstiegsrängen - oder?

Der Restprogramm-Check mit einer gewagten Prognose im Abstiegskampf.

1. FC Köln (18., 17 Punkte, 25:49 Tore)

Form: Zuletzt gab nur fünf Punkte aus sieben Spielen. Immerhin waren die Kölner bei den Niederlagen in Bremen und gegen Stuttgart die bessere Mannschaft.

Restprogramm:

  • Leverkusen (H)
  • Hoffenheim (A)
  • Mainz (H)
  • Hertha BSC (A)
  • Schalke (H)
  • Freiburg (A)
  • Bayern (H)
  • Wolfsburg (A)

Endspiele sind die Partien gegen Mainz (H, 29. Spieltag) und Wolfsburg (A) am 34. Spieltag. Positiv: Gegen die verbliebenen Großen (Leverkusen, Schalke, Bayern) spielt der "Effzeh" zuhause. Bayern wird am 33. Spieltag schon längst die Meisterschaft gefeiert haben und eventuell noch ein Auge auf den Champions-League-Titel haben.

Trainer Stefan Ruthenbeck:

"Bei uns ist keine Negativität da. Wir sind gefühlt schon zehnmal abgestiegen, wir können nur noch gewinnen. Dass wir uns eine Chance erspielen können, haben wir uns erarbeitet."

Prognose: No risk, no fun - ohne Dreier gegen Leverkusen und Hoffenheim kann Köln endlich befreit aufspielen. Mit Siegen gegen Mainz und Hertha geht's positiv in den Liga-Endspurt. Und wenn der FC dann sogar die Bayern schlägt...

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00:34

Hamburger SV (17., 18 Punkte, 18:41 Tore)

Form: 13 Spiele ohne Sieg - mehr muss man nicht sagen. Das 0:6 am vergangenen Spieltag in München war - mal wieder - der absolute Tiefpunkt und kostete den eigentlich als Retter verpflichteten Bernd Hollerbach den Job.

Restprogramm:

  • Hertha (H)
  • Stuttgart (A)
  • Schalke (H)
  • Hoffenheim (A)
  • Freiburg (H)
  • Wolfsburg (A)
  • Frankfurt (A)
  • Gladbach (H)

Heikel sind die Auswärtsspiele (Stuttgart, Hoffenheim, Wolfsburg und Frankfurt), das Restprogramm ist aber dennoch einigermaßen HSV-freundlich. Zum Endspiel könnte es am 32. Spieltag in Wolfsburg kommen, wo Ex-Trainer Bruno Labbadia den HSV in die zweite Liga schicken kann.

Prognose: Seit fünf Jahren kämpft der HSV gegen den Abstieg - jetzt ist es so weit. Auch unter Titz und mit jüngeren Spielern bleiben die Leistungen in Hamburg nicht bundesligatauglich. Da reichen auch Siege in Stuttgart, gegen die Hertha und in Gladbach nicht. Der HSV steigt ab.

Video - Reaktionen zum Hollerbach-Aus: "Mussten im Interesse des HSV entscheiden"

01:29

1. Mainz 05 (16., 25 Punkte, 29:43 Tore)

Form: Im Vergleich zum HSV ist Mainz aktuell schon fast in guter Form. Nach drei Spielen ohne Niederlage gab es zuletzt ein bitteres 0:1 gegen Schalke - in einem Spiel, in dem die Mainzer eigentlich mehr verdient hatten. Sportvorstand Rouven Schröder:

"Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Das war eine klare Steigerung. Wir müssen genau so weitermachen wie gegen Schalke."

Allerdings hat Mainz mit 43 Gegentoren die zweitschlechteste Abwehr der Liga.

Restprogramm:

  • Frankfurt (A)
  • Gladbach (H)
  • Köln (A)
  • Freiburg (H)
  • Augsburg (A)
  • Leipzig (H)
  • Dortmund (A)
  • Bremen (H)

Heikel, heikel ... Ein direktes Abstiegsduell gibt es für die Rheinhessen nur in Köln. Ansonsten geht es vier Mal gegen Teams, die um die internationalen Plätze kämpfen (Frankfurt, Gladbach, Leipzig, Dortmund) - und auch Augsburg hat noch Ambitionen nach oben. Werder wird sich zudem nicht mit einer Heim-Niederlage in die Sommerpause verabschieden wollen ...

Prognose: Wenn's noch einen überhalb der 17 erwischt, dann Mainz. Möglich wär's so: In Frankfurt und Gladbach setzt es Niederlagen, mit wackeligen Knien geht's auch in Köln schief. Und dann rutscht der FSV tatsächlich noch unter den Strich.

VfL Wolfsburg (15., 25 Punkte, 28:36)

Form: Erst ein Sieg in der Rückrunde (1:0 in Hannover) lassen die Alarmglocken schrillen. Immerhin: 13 Mal teilten sich die Wölfe schon die Punkte, was zumindest dafür sorgt, dass man unter den Abstiegskandidaten das beste Torverhältnis (-8) hat.

Restprogramm:

  • Schalke (H)
  • Hertha (A)
  • Freiburg (A)
  • Augsburg (H)
  • Gladbach (A)
  • Hamburg (H)
  • Leipzig (A)
  • Köln (H)

Wolfsburg muss noch gegen beide aus dem Tabellenkeller ran, allerdings beide Male auswärts: Am 32. Spieltag geht es nach Hamburg, am 34. nach Köln. Zwei Heimspiele mit Must-Win-Charakter - doch genau das fällt dem VfL in dieser Saison so schwer (4 Siege).

Prognose: Punktet Köln hinten raus kontinuierlich, könnte es am 34. Spieltag gegen den FC tatsächlich ums Eingemachte gehen - Rettung, Relegation oder Reinfall?

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