So lief das Spiel:

Nach drei Monaten Verletzungspause kehrte Angreifer Finnbogason als Kapitän in die Augsburger Anfangself zurück und brachte mit seiner Ballsicherheit und Übersicht ein lange vermisstes Element zurück in die Abteilung Attacke beim FCA.
Beim Führungstreffer nahm der Isländer eine Hereingabe des agilen Marco Richter gekonnt an, zog gleich vier Gegenspieler auf sich und hatte anschließend noch das Auge für den freistehenden Gregoritsch. Der Österreicher ließ Aushilfs-Innenverteidiger Jean-Philippe Gbamin mit einem Schlenker stehen und vollendete flach zur Führung (29.).
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Mainz konnte sich bei Torwart René Adler bedanken, dass es für die Gäste nicht schon zur Halbzeit vorbei war. Erst rettete der frühere Nationaltorhüter stark gegen Richters Hackenverlängerung (33.) und lenkte Gregoritschs Abschluss eine Minute später reaktionsschnell über die Latte (34.).
Mainz meldete sich mit einem Schuss von Suat Serdar im zweiten Durchgang an. Der Versuch des Mainzer Eigengewächses verfehlte den Kasten nur um Zentimeter (53.).
Ansonsten blieben die Mainzer im Angriff enttäuschend und kamen im gesamten Spiel zu keiner echten Chance mehr. In der Nachspielzeit machte Finnbogason nach einem FCA-Konter mit seinem 12. Saisontor alles klar (90.+2).

Die Stimmen:

Philipp Max (FC Augsburg): "Das war ein hartes Stück Arbeit, aber ich bin am Ende stolz auf die Mannschaft und was wir geleistet haben. Keiner hat vor der Saison einen Pfifferling auf uns gegeben, aber wir haben immer zusammengehalten. Wir wollten heute unbedingt gewinnen und es ist eine tolle Geschichte, dass Alfred am Ende noch das Tor macht."
Jonathan Schmid (FC Augsburg): "Wir können jetzt richtig feiern, denn es ist eine Erleichterung 40 Punkte zu haben. Der Druck fällt ab, dennoch wollen wir nicht nachlassen und auch in den nächsten drei Spielen punkten."
Michael Gregoritsch (FC Augsburg): "Es war so unglaublich laut heute und wir wollten den Fans nach den vier Niederlagen zu Hause endlich etwas zurückgeben, wir waren es ihnen einfach schuldig. Es ist ein schönes Gefühl, dass wir den Klassenerhalt so früh klar machen konnten, aber ich denke auch, dass wir eine konstante Saison gespielt und es uns auch verdient haben."
Alfred Finnbogason (FC Augsburg): "Es war ein super Tag für uns und mich. In meinem ersten Spiel drei Punkte zu holen plus ein Tor zu machen war sehr emotional. Das ist der Lohn für eine schwierige Zeit. Es war eigentlich alles wie erhofft. Wir wollten unseren Fans unbedingt zeigen, dass wir aus eigener Kraft den Klassenerhalt klar machen wollen."
Stefan Reuter (Manager FC Augsburg): "Es war ein hochverdienter Sieg, wir hätten sogar früher das 2:0 machen müssen."
Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Ich freue mich sehr, dass wir das Ziel erreicht haben. Wir hätten uns das Leben heute ein bisschen einfacher machen können, wenn wir schon früher das 2:0 gemacht hätten. Aber es ist ein Tag, an dem wir feiern können. Drei Spieltage vor Schluss die Klasse zu erhalten, ist nicht selbstverständlich."
Sandro Schwarz (Trainer FSV Mainz 05): "Es war eine verdiente Niederlage. Wir haben vor der Pause viele Dinge unsauber gespielt. In der zweiten Halbzeit hatten wir viel Ballbesitz, ohne zwingend zu werden. Das war das Manko.
Pablo De Blasis (Mainz 05): "In der ersten Halbzeit haben wir die Bälle zu oft hergeschenkt. Das gesamte Spiel von uns war nicht gut. Jetzt müssen wir uns auf Leipzig fokussieren."
Rouwen Schröder (Manager Maniz 05): "Wir haben nach dem 0:1 nicht gut zurückgefunden ins Spiel. Wir hatten nicht die Durchschlagskraft im letzten Drittel. Die Effektivität hat gefehlt. Wir müssen das jetzt abhaken."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Mainzer Chancenarmut

Über die gesamten 90 Minuten erspielte sich ein ideenloses Mainz keine herausragende Torchance. Es wurde deutlich, dass bei der Elf von Trainer Sandro Schwarz ein Spielmacher fehlt, der das Spiel an sich reißen und die Angreifer in Szene setzen kann.

Die Statistik: 12

Sowohl Alfred Finnbogason als auch Michael Gregoritsch stellten mit ihrem jeweils 12. Saisontor den vereinsinternen Rekord für die meisten Saisontore eines Augsburgers ein. In der Spielzeit 2013/2014 traf André Hahn ebenfalls zwölf Mal.
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