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Eintracht Frankurt: Adi Hütter wird Nachfolger von Niko Kovac

Hütter übernimmt die Eintracht: "Ein Traum geht in Erfüllung"
Von SID

16/05/2018 um 18:27Aktualisiert 16/05/2018 um 18:52

Der Österreicher Adi Hütter wird bei Eintracht Frankfurt zur neuen Saison Nachfolger von Niko Kovac auf dem Trainerstuhl. Das bestätigten die Hessen drei Tage vor dem DFB-Pokal-Finale gegen Kovac' künftigen Arbeitgeber Bayern München am Samstag in Berlin (20.00 Uhr im Liveticker). Hütter erhält einen Vertrag bis 2021. Wenige Stunden zuvor war Slaven Bilic als heißester Kandidat gehandelt worden.

"Adi ist ein echter Fußballfachmann, der diesen Sport durch und durch lebt. Seine Vita ist beeindruckend, denn er hat nachhaltig bei mehreren Klubs bewiesen, dass er mit harter Arbeit auch aus geringen Möglichkeiten das Optimum herausholen kann. Er passt daher perfekt zu unserem Klub", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic:

"Adi war immer unser Wunschkandidat, und unsere konstruktiven Gespräche sind letztendlich zu einem guten Ergebnis gekommen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit."

Der 48 Jahre alte Hütter hatte die Young Boys in seiner dritten Saison zum ersten Meistertitel in der Schweiz seit 32 Jahren geführt. Am 27. Mai kann Hütter mit einem Sieg im Pokalfinale gegen den FC Zürich sogar das Double holen. Erst danach werde er offiziell vorgestellt, teilte die Eintracht mit.

Hütter: "Ein Traum geht in Erfüllung"

Hütter selbst erklärte: "Mit dem Wechsel zu Eintracht Frankfurt geht für mich ein Traum in Erfüllung. Als Spieler blieb mir die Bundesliga verwehrt, obwohl ich einmal ein Angebot hatte. Als Trainer hatte ich bereits das eine oder andere Angebot aus der Bundesliga ausgeschlagen. Aber nun freue ich mich umso mehr darauf, in der Liga des Weltmeisters tätig sein zu können."

Hütter war 2015 mit RB Salzburg der Titelgewinn in seinem Heimatland gelungen, wegen Diskrepanzen mit den neuen Sportdirektoren musste er dennoch gehen. Wenige Monate später unterschrieb er in Bern. "Ich habe bei den Young Boys drei wunderbare Jahre erlebt und mich extrem wohl gefühlt. Ich werde diese Zeit immer in bester Erinnerung behalten, insbesondere natürlich den Gewinn des Meistertitels und die einzigartigen Emotionen und Feierlichkeiten", sagte Hütter, der 2013 den damaligen Zweitligisten SV Grödig zum Aufstieg und anschließend sogar in die Europa-League-Qualifikation geführt hatte.

Hütter vor schwerer Aufgabe

Bobic hatte zuletzt ein klares Anforderungsprofil ausgegeben. Bobic sagte am Sonntag bei "Sky":

"Wir haben eine spezielle Mannschaft, wir sind ein spezieller Verein. Der Trainer muss zum Multikulti und der Internationalität passen. Es muss ein Arbeiter sein, kein Niko 2.0., aber er braucht Persönlichkeit. Unser Fußball ist nicht ganz schick, aber rau und robust."

Auf dieses Profil passt Hütter nach Ansicht der Eintracht, die nach Bild-Informationen eine Ablöse von 800.000 Euro bezahlt, am besten. In Frankfurt wartet indes ein schweres Erbe. Kovac hatte die Eintracht zunächst vor dem Abstieg gerettet und führte den Klub danach zweimal in Folge ins Pokalfinale. Hütter muss nun zeigen, dass er es auch in Deutschland kann.

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