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Elf der Woche zum 30. Spieltag mit Naldo, Havertz, Gnabry und Wagner

Die Elf der Woche: Schalker Derby-Held und Bayer-Bomber
Von Eurosport

17/04/2018 um 00:01

Der 30. Spieltag der Bundesliga war besonders torreich, im Schnitt fielen 2,75 Treffer pro Spiel. Leverkusens Kevin Volland war gegen Eintracht Frankfurt gleich dreimal erfolgreich und schaffte es damit in unserer Elf der Woche. Außerdem stachen auch Bayern-Stürmer Sandro Wagner, Davie Selke von Hertha BSC und Schalkes Zweikampfmonster Naldo heraus. Die Elf der Woche am 30. Spieltag:

Tor:

Jiri Pavlenka (Werder Bremen): Der tschechische Torhüter war wieder einmal der Retter der Grün-Weißen. Gegen die Leipziger agierte Pavlenka ruhig, fokussiert und stabil. In der 85. Minute vereitelte der 1,96-Meter-Riese zudem eine Topchance von Timo Werner und sicherte den Bremern per Fußabwehr den Punkt.

Abwehr:

Marvin Plattenhardt (Hertha BSC): Mit seinen starken Flankenbällen in der Vorwärtsbewegung ist Plattenhardt einfach eine Waffe. Zwei starke Hereingaben mündeten in insgesamt zwei Toren - macht zwei Assists für den Außenverteidiger, der gegen den 1. FC Köln ein starkes Spiel auf der linken Seite machte. Plattenhardt hat damit wieder gezeigt, warum er als sehr wahrscheinlicher Kandidat für die WM 2018 gilt.

Niklas Süle (FC Bayern München): Der Münchner Fels in der Brandung im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach. Bis auf die Situation beim zwischenzeitlichen Rückstand durch Josip Drmic zeigte Süle einen ganz starken Auftritt und räumte alles ab, was ihm entgegenkam. Doch nicht nur defensiv, sondern auch offensiv wusste der Innenverteidiger zu glänzen und leitete den Ausgleich mit einer starken Eröffnung ein.

Benjamin Hübner (TSG 1899 Hoffenheim): Was für ein Auftritt des Hoffenheimer Abwehrhünen: Nachdem sein vermeintlicher Führungstreffer in der 9. Minute noch aberkannt wurde, zeigte Hübner ein grandioses Spiel. Bei Standards sorgte der Verteidiger vorne immer wieder für Gefahr, köpfte defensiv alles aus der Gefahrenzone und brillierte zusätzlich mit der Traumquote von 100 Prozent gewonnenen Zweikämpfen.

Naldo (FC Schalke 04): Derby-Naldo hat wieder zugeschlagen. Bereits beim nervenaufreibendem Torspektakel in der Hinrunde netzte Schalkes Abwehrchef gegen Erzrivale Dortmund ein. Damals gelang ihm in der dritten Minute der Nachspielzeit per Kopf der Treffer zum 4:4-Endstand. Auch diesmal trug er sich in der Torschützenliste ein. In der Schlussphase hämmerte er einen kurz ausgeführten Freistoß aus etwa 28 Metern mit 126 km/h halbhoch zum 2:0 ein. Defensiv wurde er kaum gefordert. Wenn der Brasilianer allerdings mal eingreifen musste, behielt er - mit einer Ausnahme - die Oberhand: Er gewann acht seiner neun Zweikämpfe.

Revierderby Schalke-Dortmund: Naldo trifft zum 2:0

Revierderby Schalke-Dortmund: Naldo trifft zum 2:0Getty Images

Mittelfeld:

Thiago (FC Bayern München): Der spanische Spielmacher lief gegen Gladbach zur Höchstform auf und nahm mit seinen Pässen die gegnerische Defensive auseinander. Im Gang nach vorne, aber auch gegen den Ball war Thiago ein wichtiger Faktor im Spiel der Bayern und krönte seinen Auftritt mit einem eigenen Treffer.

Serge Gnabry (TSG 1899 Hoffenheim): Gnabry ist on Fire! Mit sechs Toren aus den letzten sechs Spielen hat sich die Leihgabe des FC Bayern München nicht nur für einen Platz im WM-Kader von Joachim Löw empfohlen, sondern meldete zudem aus der Ferne bereits seine Ambitionen in Sachen Stammplatz bei den Bayern an. Gegen den HSV lief gefühlt jeder gefährliche Angriff über den Ex-Bremer, der mit einem herrlichen Solo auch das 1:0 erzielte (18.) und zudem unter den Augen von Bundestrainer Löw zu vielen Abschlüssen kam.

Kai Havertz (Bayer Leverkusen): Mit seinem Auftritt gegen Eintracht Frankfurt (4:1) schaffte es der Leverkusener in die Geschichtsbücher der Bundesliga: 18 Jahre und 307 Tage – kein Spieler war bei seinem 50. Einsatz jünger. Und Havertz unterstrich noch einmal deutlich, warum er in jungen Jahren bereits zu den Leistungsträgern bei Bayer gehört: Zwei Tore bereitete der Jungstar gegen Frankfurt vor, legte drei weitere Torchancen auf und agierte insgesamt als einer der auffälligsten Akteure in der Offensive.

VfB-Profi Thommy im Spiel gegen Hannover

VfB-Profi Thommy im Spiel gegen HannoverGetty Images

Angriff:

Kevin Volland (Bayer Leverkusen): Wer einen Hattrick erzielt, der darf in der Elf der Woche nicht fehlen. Mit drei Toren in der 2. Halbzeit entschied Volland die Partie gegen Eintracht Frankfurt (4:1) im Alleingang – der erste Dreierpack seiner Bundesliga-Karriere. In bester Stürmermanier verwandelte er erst nach Lauf in den Strafraum ein Zuspiel von Kai Havertz, anschließend stand er zweimal richtig beim Querpass von Karim Bellarabi. Bundestrainer Joachim Löw wird die Leistung von Volland nicht entgangen sein.

Pablo De Blasis (Mainz 05): Pablo de Blasis ist der Mann der Stunde beim FSV und der entscheidende Grund dafür, dass sich die 05er noch berechtigte Hoffnungen auf einen Nichtabstiegsplatz machen können. Nach dem Ausgleichstreffer in Köln lieferte er nun auch gegen Freiburg die beiden Tore zum Sieg. Beim Elfmeter in der Halbzeit bleibt er nervenstark und verwandelte eiskalt, später machte er mit etwa Glück den Deckel drauf. Ganz klarer Matchwinner.

Davie Selke (Hertha BSC): Mit seinem Doppelpack gegen den 1. FC Köln knackte Selke die 1000. Heimtor-Marke der Berliner und sorgte obendrein für die Wende und den Sieg gegen den "Effzeh". Der Mittelstürmer war vor dem Tor eiskalt und in der Gefahrenzone stets präsent und aktiv - ein Auftritt, der seinen Trainer mit der Zunge schnalzen ließ.

Video - "Leben oder sterben" - Herrlichs Ansage vor Pokal-Duell mit Bayern

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