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FC Bayern: Arjen Robben adelt Trainer Jupp Heynckes und erklärt Kritik

Problem mit Heynckes? Robben erklärt Trainer-Kritik

25/02/2018 um 12:47Aktualisiert 25/02/2018 um 14:20

Arjen Robben zeigte sich unter der Woche ob seiner Nicht-Berücksichtigung für die Startelf gegen Besiktas Istanbul pikiert ("Wenn du nicht spielst, ist es eine schmerzhafte Geschichte"). Nach dem 0:0 gegen Hertha BSC erklärte Arjen Robben seine Kritik an Jupp Heynckes - und zollt dem Bayern-Trainer dann großen Respekt.

Nach dem Hinspiel im Achtelfinale der "Köngisklasse" sagte der Holländer noch: "Wenn ich jetzt meine Emotionen ausspreche, dann bin ich morgen bei Herrn Rummenigge."

Fünf Tage später scheint alles wieder gut. Trotz des müden 0:0 gegen Hertha war Robben gut gelaunt, stellte sich den Journalisten in der Mixed-Zone. Angesprochen auf die Heynckes-Kritik nach dem Besiktas-Spiel sagte er:

"Als Spieler darf man auch mal sauer sein, muss man sogar sauer sein. Es wurde alles etwas überbewertet. Es war ein Satz über meine Gefühle. Zwei Tage später denke ich mir auch, das hätte ich so nicht sagen müssen. "

Robben bedauert zwar die Wortwahl, verteidigt aber die Kernaussage seiner Kritik: Ein fitter Robben muss spielen. Ihm und Jupp Heynckes wurde bereits im Triple-Jahr 2013 ein zumindest distanziertes Verhältnis nachgesagt, Heynckes setzte lieber auf Toni Kroos und Thomas Müller. Durch Kroos' Verletzung rutschte Robben wieder in die Startelf - der Ausgang ist bekannt: Der Niederländer schoss die Bayern in Wembley zum Triumph in der Champions League.

Hummels stärkt Heynckes

Die Beziehung zum 72-Jährigen sei laut Robben absolut intakt:

" Ich habe großen, großen Respekt vor unserem Trainer. Das ist gegenseitig. Es gibt überhaupt kein Problem."

so der Holländer. Teamkollege Mats Hummels verteidigt den Coach:

"Das ist ein Medienthema. Wir werden uns alle damit arrangieren in den kommenden Wochen und Monaten. Der Trainer lässt keinen aus Boshaftigkeit draußen. Er stellt die Spieler auf, bei denen er denkt,. dass sie dem Team am meisten helfen."

Klar ist: Wenn alle Stars fit sind, gibt es Härtefälle - nicht nur Robben. Auch Thiago, Arturo Vidal, Javi Martínez oder Corentin Tolisso werden nicht alle gleichzeitig auf dem Platz stehen können. Gesetzt scheinen aktuell nur Sven Ulreich, Joshua Kimmich, Hummels, David Alaba und Robert Lewandowski.

Heynckes' Aufgabe ist es nun, die Einsatzzeiten seines Star-Ensembles zu moderieren. Sonst meldet sich nicht nur Arjen Robben zu Wort.

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