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FC Bayern München: Franck Ribéry empfiehlt sich bei Sieg gegen Bayer Leverkusen für neuen Vertrag

Mit Video | Chef-Jubler und "Co-Trainer": Ribérys Ansage an Bayern

13/01/2018 um 00:18Aktualisiert 16/01/2018 um 07:02

Franck Ribéry gelingt beim 3:1 (1:0) des FC Bayern München zum Rückrundenstart gegen Bayer 04 Leverkusen die erste Torbeteiligung in dieser Bundesligasaison. Sein enthemmter Jubel führt den 34-jährigen Franzosen in Bayerns Fankurve, erneut zeigt Ribéry, dass sein Herz für den Rekordmeister schlägt. Darf er bleiben? Falls nicht, hat Eurosport-Experte Matthias Sammer schon eine Alternative parat.

Mangelnder Eifer war Franck Ribéry nicht vorzuwerfen, der bayerische Franzose versprühte Verve und Variantenreichtum, an diesem Januar-Abend in Leverkusen sogar auf ungewohntem Terrain: an der Seitenlinie.

Wild fuchtelte Ribéry nach seiner Auswechslung mit den Armen, wie ein Einpeitscher, was Eurosport-Experte Matthias Sammer auf eine Idee brachte. Als Ribéry zum Eurosport-Interview zugeschaltet wurde, funkte ihm Sammer eine augenzwinkernd gemeinte Berufsalternative zu:

"Wenn sie den Vertrag nicht verlängern - Co-Trainer geht zur Not auch, aber vielleicht erst in drei Jahren. "

Ribéry schickte Grüße zurück ("Servus an meinen Freund Matthias"), wenngleich sein französischer Singsang verbarg, was er von Sammers Einfall hielt.

Ribérys Zeigefinger als Fingerzeig

Praktischerweise hatten die Münchner ihren enthemmtesten Jubler vorgeschickt in dieser 59. Minute, als Ribéry den Eindruck erweckte, dass wir uns im Jahr 2010 befinden. Einen Pass nahm er geschmeidig mit, dribbelte nach innen, zog unvermittelt ab und überlistete Bayer-Keeper Bernd Leno im Eck. Zackig, knackig, drin. Seine erste Torbeteiligung in dieser Bundesligasaison.

Und dann diese Reaktion! Ab in Richtung Kurve, trommelnde Hand auf die Brust, ein Zeigefinger als Fingerzeig, das Bayern-Wappen und der Bayern-Franck, das passt zusammen und will nicht auseinanderdividiert werden. Wenn's nach dem Bayern-Franck geht.

Video - Co-Trainer bei Bayern? So reagiert Ribéry auf Sammers Vorschlag

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"Ich bin fast elf Jahre hier bei Bayern, alle kennen mein Gefühl für die Fans, diese gemeinsame Relation. Es ist wichtig, dass ich gesund bin und es Spaß macht. Wenn die Fans glücklich sind, ist das immer gut."

368 Pflichtspiele hat er im FCB-Trikot bestritten, dabei 113 Treffer erzielt und 174 aufgelegt. Im Sommer endet sein Vertrag, und Bayern debattiert, ob's für den 34-Jährigen ein weiteres Karrierejahr geben wird.

Bleiben Ribéry oder Robben? Beide? Keiner?

Zuletzt hatte Ribéry offensiv für eine Weiterbeschäftigung geworben, nun aber, in Leverkusen, umschiffte er das Thema mit Diplomatie. "Ich bin motiviert", meinte er.

"Wir haben eine gemeinsame Historie und zusammen viel gewonnen. Ich freue mich, trainiere gut, und wenn ich so spiele wie heute, ist es gut für mich und Bayern. "

Sammer, von 2012 bis 2016 als Münchner Sportvorstand nahe dran am Künstler, nahm den Ball in der TV-Schalte auf:

"Darf ich übersetzen? Sie sollen einfach nur verlängern, wollte er sagen... "

Und etwas ernster: "Du musst immer wieder Leistung bringen, es immer wieder bestätigen - und das tut er. Alles weitere muss man den Bossen überlassen. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, bis zur Tatsache, dass sie nur noch ab und an zur Verfügung stehen können."

Mit "sie" wurde der 33-jährige Arjen Robben inkludiert, in Leverkusen weniger auffällig als Flügel-Pendant Ribéry. Bleiben beide? Oder bloß einer, und wenn ja: wer?

Für Ribéry steht fest, dass eine Anstellung als Co-Trainer gerne warten darf. Ist ja eh unklar, welchem Chef er zuarbeiten müsste.

Video - Schlaudraff über Ribéry und Robben: "Man darf ihren Ehrgeiz nicht unterschätzen"

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