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Goretzka: Nächste Ausfahrt Top-Klub oder Schalke?

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Leon Goretzka FC Schalke 04

Fotocredit: Getty Images

VonHenning Kampen
27/11/2017 Am 18:55 | Update 27/11/2017 Am 18:57

Leon Goretzka hat sich in dieser Saison zu einer unverzichtbaren Größe bei Schalke 04 entwickelt. In zehn Ligaspielen hat der zentrale Mittelfeldspieler vier Tore erzielt. Er überzeugt durch seine Übersicht und Balleroberung auf dem Feld. Im kommenden Sommer könnten die Königsblauen ihr Juwel jedoch verlieren. Der Vertrag von Goretzka läuft aus und die europäischen Spitzenklubs buhlen um ihn.

Der FC Schalke versucht alles, um Leon Goretzka über den Sommer 2018 an sich zu binden, bisher jedoch ohne Erfolg. Manager Christian Heidel gibt die Hoffnung nicht auf und will sein Top-Talent nicht kampflos den anderen Vereinen überlassen: "Wir haben alles getan, um ihm zu zeigen, dass er für uns extrem wichtig ist, und das wir glauben, dass es das Beste für ihn ist, hier zu bleiben."

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Es wird spekuliert, dass Goretzka bei einer Vertragsverlängerung bis zu zehn Millionen Euro jährlich verdienen soll. Doch der 22-Jährige möchte wohl mehr. In einem europäischen Spitzenteam hätte er die Möglichkeit dauerhaft um Titel mitzuspielen und sich an der Seite anderer Topspieler weiterzuentwickeln.

Die Fans wären froh, wenn der Mittelfeldspieler seinen Vertrag verlängern würde. Einen neuen Kontrakt zu unterzeichnen, wodurch der Verein in Zukunft eine höhere Ablösesumme erzielen könnte, dieses Szenario hat Goretzka bereits bei seinem Wechsel vom VfL Bochum zu Schalke 04 vollzogen.

Anstatt seinen damaligen Verein ablösefrei zu verlassen, unterschrieb der gebürtige Bochumer einen mehrjährigen Vertrag beim VfL uns sorgte dafür, dass Schalke 04 im Sommer 2013 über drei Millionen Euro Ablöse zahlen musste, um das Eigengewächs zu verpflichten.

Lange Interessentenliste

Nächsten Sommer wäre Goretzka ablösefrei. Die europäischen Top-Klubs stehen Schlange. Der FC Bayern, Barcelona, die rivalisierenden Premier-League-Vereine United und ManCty sowie Italiens Vorzeigeklub Juventus Turin sollen bereits bei Goretzka vorgefühlt zu haben.

Giuseppe Marotta, Sportdirektor bei Juve, hat sich bereits zu Goretzka und Nationalmannschaftskollege Emre Can, der im nächsten Sommer ebenfalls ablösefrei ist, geäußert: "Das sind zwei Luxusspieler, die 2018 ablösefrei auf dem Markt sein werden. Wir werden am Fenster stehen."

Dass Goretzka im Winter wechselt, schließt Manager Heidel aus: "Für uns gab es immer nur zwei Möglichkeiten: Entweder er verlängert oder bleibt bis 2018. Ihn vorzeitig abzugeben war für uns nie ein Thema."

Das liegt auch daran, dass Ex-Verein Bochum bei einem Wechsel jenseits der vier Millionen Euro mit 20 Prozent an einem Weiterverkauf beteiligt wäre. Auch Goretzka und sein Berater kassieren 20 Prozent der Ablösesumme, sogar bei allem über zweieinhalb Millionen.

Goretzka-Verkauf im Winter macht wenig Sinn

Aus wirtschaftlicher Sicht macht ein Goretzka-Verkauf im Winter aber keinen Sinn, da Schalke 04 bei dem Einzug in die Europa League die Summe einspielen könnte. Bei der Qualifikation für die Champions League ginge es sogar um 20 Millionen Euro.

Im Winter dürfte Schalke nur schwach werden, wenn ein Verein bereits ist, eine Ablösesumme jenseits der 30 Millionen Euro zu zahlen. Im Sommer würde Schalke kein Geld mehr für ihn bekommen, doch mit dem Einzug in den europäischen Wettbewerb hätte er den finanziellen Verlust für den Verein wieder eingespielt. Dann hieße der große Verlierer Bochum, die in diesem Fall leer ausgehen würden.

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