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Bundesliga: Ekstase in der 95. Minute! Terodde köpft Köln zum Sieg gegen Mönchengladbach

"Unbeschreiblich": Heimkehrer Terodde sorgt für Last-Minute-Ekstase in Köln

14/01/2018 um 17:57Aktualisiert 14/01/2018 um 19:21

Am 18. Spieltag der Bundesliga hat Kellerkind 1. FC Köln die Borussia aus Mönchengladbach mit 2:1 (1:0) geschlagen und neue Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft. Neuzugang Simon Terodde köpfte den Tabellenletzten in der fünften Minute der Nachspielzeit zum zweiten Sieg in Serie. Zuvor hatten Frederik Sörensen (34.) für den FC, sowie Raffael (69.) für die Gäste getroffen.

So lief das Spiel:

Beide Teams hatten klar die Marschroute ausgegeben, dass alles passieren darf, nur eben kein früher Rückstand. Dementsprechend entwickelte sich eine Abtastphase, die letztlich eine gute halbe Stunde anhielt. Mönchengladbach war optisch überlegen, vermochte es aber kaum, Lücken in der dicht gestaffelten Kölner Deckung aufzutun.

In der 34. Minute wagte sich der 1. FC Köln dann erstmals aus der Deckung. Nach einem Foul an Marco Höger flankte Milos Jojic einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum. Dort setzte sich Frederik Sörensen gegen seinen dänischen Landsmann Jannik Vestergaard energisch durch und bugsierte die Kugel zur 1:0-Führung mit dem Knie über die Linie.

In der Folge wurde die Elf von Dieter Hecking etwas gradliniger und hatte durch Patrick Herrmann unmittelbar vor dem Pausenpfiff die Chance auf den Ausgleich, doch der Nationalspieler schob den Ball aus halbrechter Position am linken Pfosten vorbei.

Nach dem Seitenwechsel wurde es deutlich munterer. Auf Gladbacher Seite war dafür die Einwechslung von Raffael. Die Gäste wurden zielstrebiger und wurden auch belohnt. Nachdem Herrmann noch an Timo Horn scheiterte, kam der Brasilianer zweimal zum Abschloss. Jonas Hector rettete zunächst mit dem Kopf noch auf der Linie, ehe Raffael die Kugel zum 1:1 unter den Querbalken hämmerte (69.).

Auch in der Folge war Gladbach stärker und drängte auf den Siegtreffer. Jonas Hofmann kam fünf Minuten vor Schluss zum Abschluss und wurde dabei von Jorge Meré klar gefoult. Felix Zwayer schritt zur Seitenlinie und schaute sich die Szene am Bildschirm selbst an. Zum Entsetzen der Gladbacher entschied der Berliner aber nicht auf Elfmeter sondern Abstoß.

Als alle dann sich mit dem 1:1 schon abgefunden hatten, setzte der FC zum großen Finale an. Der eingewechselte Konstantin Rausch flankte mustergültig von der linken Seite auf Simon Terodde, der den Ball über den Scheitel zum 2:1 ins lange Eck rutschen ließ. Der Rest war riesiger Jubel in Köln und die Gewissheit den ersten Schritt zum Wunder Klassenerhalt geschafft zu haben.

Die Stimmen:

Simon Terodde (1. FC Köln): "Unbeschreiblich. Bei der letzten Aktion bin ich instinktiv auf den ersten Pfosten gelaufen und der Ball kam optimal. Das nehmen wir gerne mit. Besser kann man bei neuen Mannschaftskollegen natürlich nicht ankommen."

Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach): "Es ist echt bitter. Es war zu erwarten, dass wir viel Ballbesitz haben würden. Die Standards waren das einzige Mittel, welches die Kölner hatten. Bei meiner Szene kurz vor Schluss ist es ein Elfmeter. Wenn das kein Elfmeter ist, dann weiß ich es auch nicht."

Tweet zum Spiel:

Derby ist Leidenschaft. Diese Auseinandersetzungen waren aber mehr als unnötig und sind ohne jeden Zweifel zu verurteilen.

Das fiel auf: Dreckiger FC

In der Hinrunde ergab sich der 1. FC Köln oft fast, wirkte auf dem Platz ein Stück weit zu lieb. Das hat sich auch durch die Verpflichtung von Simon Terodde geändert, der oft am Rande der Legalität alles für sein Team gab und dem Spiel des FC als Typ im Abstiegskampf sicherlich weiterhelfen wird.

Die Statistik: 10

Auch im zehnten Spiel in Folge kassierte die Gladbacher Borussia mindestens ein Gegentor.

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