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Hamburger SV: Titz startet Rettungsmission des Bundesliga-Dinos

Moin, Herr Titz! HSV-Neuanfang mit U21-Youngstern
Von SID

13/03/2018 um 11:35Aktualisiert 13/03/2018 um 15:21

Der beförderte Nachwuchscoach Christian Titz hat seine Arbeit als Trainer der Profis beim stark abstiegsgefährdeten Hamburger SV aufgenommen. Der Nachfolger des am Montag entlassenen Bernd Hollerbach leitete am Dienstagvormittag erstmals das Training im Hamburger Volkspark. Titz ließ einige Spieler aus der zweiten Mannschaft des Klubs mittrainieren, für die er zuletzt zuständig war.

Gut gelaunt startete der bisherige U21-Trainer in seine Rettungsmission beim abgestürzten Krisenklub. Die rund 50 Fans begrüßte er mit einem freundlichen "Moin", bevor er um 10.12 Uhr als Letzter den Trainingsplatz betrat und den Schwerpunkt in seiner ersten Einheit zunächst auf taktische Übungen legte.

Titz ist bei den Rothosen inklusive Interimslösungen Trainer Nummer 16 seit 2008. Seinen Einstand gibt er beim Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC. Die Zusammenarbeit ist zunächst bis zum Saisonende vereinbart.

Schwierige Aufgabe für Titz

Die Aufgabe für den 46-Jährigen, nach Hollerbach und Markus Gisdol bereits dritter HSV-Trainer in der laufenden Saison, hat es in sich: Nach 13 Spielen ohne Sieg beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz acht Spieltage vor dem Saisonende sieben Punkte. Hollerbach hatte in seinen sieben Spielen als HSV-Coach keinen Sieg geholt und mit der Mannschaft lediglich drei Punkte eingefahren.

Der kommissarische HSV-Vorstandschef Frank Wettstein sieht optimistisch in die Zukunft mit Titz:

"Christian Titz wird die Mannschaft zu neuen Impulsen verleiten, alles auf den Prüfstand stellen und eine andere Ansprache anbringen. Wir sind sehr positiv, dass wir gegen Berlin einen anderen Auftritt zeigen können."

Während mit Titz am Dienstag die Hoffnung in den Volkspark zurückkehrte, sorgt die Personalie Thomas von Heesen an der Elbe für Diskussionen. Der Interimssportchef mit Hamburger Vergangenheit soll vor drei Jahren zusammen mit dem damaligen Klubchef Dietmar Beiersdorfer beim Verkauf von Spieleranteilen dubiose Geschäfte zumindest geplant haben. Dies berichtete jedenfalls das Nachrichtenmagazin Der Spiegel mit Verweis auf Football Leaks Ende 2016.

"Das ist für mich überhaupt kein Problem", wiegelte Wettstein, der schon damals Finanzvorstand beim HSV war, gegenüber dem Hamburger Abendblatt ab: "Ich kann inhaltlich dazu nichts sagen, weil ich in die Gespräche nicht eingebunden war."

Video - Reaktionen zum Hollerbach-Aus: "Mussten im Interesse des HSV entscheiden"

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