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RB Leipzig beendet Negativlauf gegen Schalke 04 und klettert auf Platz zwei hinter Bayern

Doppelschlag schockt Schalke: RB erster Bayern-Jäger

13/01/2018 um 20:19Aktualisiert 13/01/2018 um 22:41

RB Leipzig hat im Kampf um die Qualifikation für die Champions League einen wichtigen Sieg gefeiert. Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl gewann nach vier sieglosen Partien mit 3:1 (1:0) gegen Schalke 04 und kletterte zumindest bis Sonntag vorbei an S04 auf Rang zwei. Naby Keita brachte RB in Führung, Naldo glich für die Gäste aus. Ein Doppelschlag durch Werner und Bruma brachte die Entscheidung.

So lief das Spiel:

Der erste Durchgang war ziemlich ausgeglichen. Beide Hintermannschaften ließen wenig zu, sodass viele Schüsse aus der Ferne abgefeuert wurden. Die "Roten Bullen" hatten mehr Ballaktionen (56 Prozent), Schalke kam hingegen häufiger zum Abschluss (7:5). Auffälligster Leipziger war Naby Keita, der sich einiges traute und auf der Achter-Position neben Kevin Kampl gut funktionierte.

Bei den Königsblauen überzeugte Benjamin Stambouli, der vor allem gegen Bruma gut verteidigte, bis zur 36. Minute, ehe er Jean-Kévin Augustin im Strafraum zu Fall brachte. Der Gefoulte trat selbst zum fälligen Strafstoß an und schoss unpräzise halbhoch auf den Kasten. Ralf Fährmann parierte ohne große Mühe. Wenig später bediente Kampl Mittelfeldpartner Keita, der in zentraler Position, etwa 20 Meter vor dem Kasten, voll draufhielt. Naldo lenkte den Ball ab, sodass Fährmann, der sich bereits für die linke Seite entschieden hatte, das 1:0 nicht verhindern konnte (41.)

Leipzig dominierte nach dem Seitenwechsel vor allem ab der Einwechslung von Timo Werner (63.), der nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich für Augustin kam. Daniel Caligiuri schlug in der 55. Minute einen Freistoß von rechts hoch nach innen. Naldo wurde sträflich alleingelassen und nickte aus kurzer Distanz per Aufsetzer zum 1:1 ein.

Die Hausherren hatten zwar nicht mehr Ballbesitz als vor dem Pausentee, jedoch spielten sie sich öfter in die Gefahrenzone (elf Torschüsse). S04 schoss hingegen nur noch dreimal aufs Tor. In Leipzigs Drangphase verlor Naldo den Ball links gegen Konrad Laimer, der auf Marcel Sabitzer weiterleitete und in den Strafraum startete. Dieser spielte per Lupfer traumhaft zurück auf seinen Nationalmannschaftskollegen. Laimer legte quer auf Werner, der zum 2:1 einschob (69.).

Nur zwei Minuten später war Naldo auch am dritten Gegentreffer beteiligt: Werner bediente Bruma in der rechten Hälfte der Box. Der Sommer-Neuzugang zog nach einer Drehung wuchtig ab. Naldo grätschte dazwischen und lenkte den Ball zum 3:1-Endstand ins eigene Netz.

RB Leipzig zog in der Tabelle an den Schalkern vorbei. Diese mussten nach 13 ungeschlagenen Pflichtspielen wieder eine Niederlage einstecken und sind am kommenden Spieltag gegen Hannover 96 in der Pflicht.

Die Stimmen:

Konrad Laimer (RB Leipzig): "Es war ein schweres Spiel gegen einen starken Gegner. Schalke hat uns alles abverlangt. Umso glücklicher sind wir über den Sieg! Der Trainer hat mir das Vertrauen auf der Rechtsverteidiger-Position gegeben und ich denke, dass ich es zurückzahlen konnte."

Bruma (RB Leipzig): "Wir konnten heute das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Es ist ein super Gefühl, mit drei Punkten in die Rückrunde zu starten - aber die Tabelle ist eng. Deshalb schauen wir nun schnell aufs nächste Spiel."

Willi Orban (RB Leipzig): "Es war eine Top-Teamleistung. Wir haben eine tolle Mentalität gezeigt und auch das Gegentor hat uns nicht aus dem Konzept gebracht. Deshalb ist es aus meiner Sicht ein verdienter Sieg."

Domenico Tedesco (Trainer FC Schalke 04): "In der zweiten Hälfte hatten wir zu viele Ballverluste, die RBl stark gemacht haben. Mit geballter Power haben die Leipziger diese Situationen gut ausgenutzt."

Der Tweet zum Spiel:

Auch beim neunten Mal hieß der Sieger RB Leipzig.

Das fiel auf: Austria-Power

Fünf Österreicher standen in den Startaufstellungen. Für RB begannen Laimer, Sabitzer und Stefan Ilsanker. Bei den Gelsenkirchenern durften Schöpf sowie Burgstaller ran. Mit RB-Trainer Ralph Hasenhüttl war ein weiterer Nachbar Protagonist.

Die Statistik: 8

Fährmann parierte in der Bundesliga acht von 28 Strafstößen. Den Rekord hält Rudi Kargus, der in 408 Partien gegen 24 von 72 Elferschützen die Oberhand behielt.

Video - #SotipptderBoss: Bayern stolpert, Leipzig kocht Schalke ab

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