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SC Freiburg trotzt Eintracht Frankfurt einen Zähler ab

Freiburg trotzt Frankfurt einen Zähler ab: "Ein bisschen das Glück gefehlt"

13/01/2018 um 17:32Aktualisiert 13/01/2018 um 17:49

Der SC Freiburg hat Eintracht Frankfurt am 18. Spieltag der Bundesliga geärgert. Obwohl die Hessen lange überlegen waren, erkämpften die Gäste ein 1:1 (1:0)-Unentschieden. Sébastien Haller (28.) brachte die Eintracht in Führung, die in Durchgang eins drückend überlegen war. Aber Frankfurt nutzte seine Chancen nicht. Das Team von Trainer Christian Streich schlug durch Robin Koch (51.) zurück.

So lief das Spiel:

Endlich wieder Rückrunden-Fußball in der Bundesliga. Die Eintracht wollte zuhause gegen Freiburg zur Spitze aufschließen und legte mächtig los: Gut gestaffelt, mit viel Druck nach vorne und einigen Chancen. Nach rund zehn Minuten musste Sébastien Haller die Gastgeber in Führung bringen, schießt aber zu wenig platziert und scheitert so an Freiburg-Keeper Alexander Schwolow.

Doch auch der Sportclub versteckte sich nicht: Die Freiburger hielten trotz geringerer Spielanteile engagiert dagegen und konterten. Nach knapp 20 Minuten hatte Nils Petersen die Führung für die Gäste auf dem Fuß, legte aber unnötig quer und vergab somit (18.).

Dann schlug endlich die Stunde der heimschwachen Eintracht: Nach eigentlich schon geklärter Ecke brachte Makoto Hasebe seinen Teamkollegen Timothy Chandler ins Spiel, der von links schön für Haller in der Mitte auflegte. Der Franzose musste nur noch einschieben: Die ersehnte Führung für die Frankfurter (28.).

Danach erhöhten die Gastgeber den Druck, Freiburg zeigte sich sichtlich beeindruckt und rettete das 0:1 in die Pause.

In Hälfte zwei brachte Trainerfuchs Christian Streich mit Mohamed Dräger einen weiteren offensiven Mann und spielte von nun an mit drei Spitzen. Schwer zu sagen, ob der schnelle Ausgleich wirklich auf diesen Wechsel zurückzuführen war. Jedenfalls traf Robin Koch kurz nach Wiederanpfiff nach einer Ecke mit dem Kopf zum 1:1 (51.).

Jetzt waren es die Gastgeber, die sich vom Gegentor aus dem Konzept bringen ließen: Das Feuer der ersten Hälfte war komplett raus aus dem Frankfurter Spiel, die Partie kippte wieder zugunsten des SC Freiburg.

Gegen Mitte der zweiten Hälfte verflachte das Duell dann deutlich, Frankfurt kam nicht entscheidend vors Tor, die Freiburger wirkten mit einem Punkt nicht unzufrieden.

In den letzten zehn Minuten drehten die Gastgeber noch einmal auf, der starke Haller verpasste in der 79. Minute nur ganz knapp per Kopf. Doch die Drangphase der Eintracht kam zu spät, es blieb beim 1:1-Unentschieden.

Die Stimmen zum Spiel:

Kevin Prince Boateng (Eintracht Frankfurt): "Wir haben die erste Viertelstunde von Hälfte zwei ein bisschen verschlafen. Schade, wir hätten mit einer guten Leistung den Sieg verdient gehabt, es hat ein bisschen das Glück gefehlt."

Marius Wolf (Eintracht Frankfurt): "Die erste Hälfte war richtig gut von uns! Nach der Pause sind wir dann etwas zu schläfrig aus der Kabine gekommen, hätten unsere Chancen besser nutzen müssen."

Robin Koch (SC Freiburg): "Ich freue mich, dass ich durch mein erstes Bundesligator noch den Ausgleich gemacht habe. Eine Position weiter vorne zu spielen, war für mich heute kein Problem."

Der Tweet zum Spiel:

Wegen der Verletzungssorgen des Sportclubs wurde Verteidiger Robin Koch auf die Sechserposition abkommandiert. Beim 0:1 kam er gegen Haller noch zu spät, machte nach der Pause aber per Kopf den schnellen Ausgleich.

Das fiel auf: Waffenstillstand

Trotz einer umkämpften Partie zwischen Frankfurt und Freiburg am Samstagnachmittag gab es im gesamten Spiel keine einzige Karte.

Die Statistik zum Spiel: Angstgegner

Eintracht Frankfurt konnte nur eins der letzten neun Bundesligaspiele gegen den SC Freiburg gewinnen.

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