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VfB Stuttgart schlägt Hertha BSC Berlin bei Mario-Gomez-Rückkehr

Rückkehrer Gomez bringt dem VfB das Glück zurück: "Ein Sieg des Willens"
Von Eurosport

13/01/2018 um 21:05

Der VfB Stuttgart hat am 18. Spieltag der Bundesliga seine Serie von vier Pleiten in Folge beendet. Die Schwaben, bei denen Rückkehrer Mario Gomez von Beginn an auf dem Platz stand, schlugen in einer spielerisch zähen Partie Hertha BSC mit 1:0 (0:0). Den Siegtreffer erzielte Pechvogel Niklas Stark (78.), der im Zweikampf mit Gomez den Ball über seinen eigenen Torwart Rune Jarstein lupfte.

So lief das Spiel:

Beim VfB gab Rückkehrer Mario Gomez sein Comeback im Dress der Schwaben und hätte fast ein Traum-Comeback gefeiert. Sein Kopfball nach Flanke von Kapitän Christian Gentner ging jedoch knapp links vorbei (6.).

Die Hertha meldete sich nach 23 Minuten mit einem Aluminiumtreffer in der Partie an. Valentin Lazaros erstem Bundesligatreffer stand nach Pass von Matthew Leckie nur der Außenpfosten im Weg.

Mit zunehmender Spieldauer trugen die Gäste aus der Hauptstadt ihre Angriffe immer gefälliger vor, während Stuttgart in Passivität verfiel. Salomon Kalou vergab die Berliner Führung gleich zweimal in aussichtsreicher Position. Erst scheiterte der Angreifer an VfB-Schlussmann Ron-Robert Zieler (31.), kurz darauf traf Kalou aus sechs Metern mit seinem Kopfball das leere Tor nicht (40.).

Im zweiten Durchgang sah es lange Zeit nach einem torlosen Remis aus, da beide Teams das ganz große Risiko scheuten. Und so war es ein Eigentor, das die Partie in der Schlussphase entschied.

Niklas Stark bugsierte den Ball während eines Zweikampfes mit Mario Gomez unglücklich über seinen eigenen Keeper (78.) und entschied somit eine Partie, die eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte.

Die Stimme:

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Ich kann meiner Mannschaft heute keinen echten Vorwurf machen. Wir haben die Chancen, die wir hatten, leider nicht genutzt."

Mario Gomez (VfB Stuttgart) ...

... zu seiner prozentualen Beteiligung am Siegtor: "Am Treffer null. Für mich war die Situation beendet. Für mich war klar, dass es Elfmeter und Rot gibt. Gnädiger Weise hat ihn dann der Hertha-Spieler reingemacht. Das Tor war aber auch ein Stück weit erzwungen, speziell in der zweiten Halbzeit haben wir eine sehr gute Mentalität gezeigt. Letztendlich war es ein Sieg des Willens.“

... zur Rückkehr nach Stuttgart: "Für mich war es ein sehr spezieller Tag. Ich bin schon eine ganze Weile dabei. In der Bundesliga fährt man nicht mehr zum Spiel und ist nervös, das ist auch Routine für mich. Heute muss ich gestehen, dass es im Vorfeld des Spiels ein bisschen gekribbelt hat. Ich habe mich wahnsinnig auf dieses Spiel gefreut, hier in diesem Stadion hat alles begonnen. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, weil gesagt habe, dass ich daran glaube. Ich kann nach zehn Tagen sagen, dass der Charakter der Mannschaft einwandfrei ist. Wir wissen, dass wir vom Potenzial und von der Qualität nicht die Besten in der Liga sind. Aber wenn wir diesen Willen an den Tag legen, dann werden wir in der Rückrunde noch ein paar Spiele gewinnen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: VfB auch mit Gomez harmlos

Der VfB fand auch mit der Rückkehr von Gomez keine Durchschlagskraft in der Offensive. Das Grundproblem des VfB wurde dabei deutlich: es fehlt ein Spielmacher, der Gomez gut in Szene setzen kann. Zwar wurde der Nationalspieler immer wieder gesucht, konnte mit den meist ungenauen Zuspielen aber wenig anfangen.

Die Statistik: 100

Hertha-Angreifer Salomon Kalou absolvierte sein 100. Bundesligaspiel für die Berliner. Die Bilanz des Ivorers: 34 Tore und zehn Vorlagen.

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