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1. FC Nürnberg: FCN-Aufsichtsrat diskutiert über Trainer Michael Köllner

FCN-Trainer Köllner unter Druck - "Drähte laufen heiß"
Von SID

11/02/2019 um 11:14Aktualisiert 11/02/2019 um 12:18

Über die Zukunft von Trainer Michael Köllner bei Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Nürnberg gibt es intern ernsthafte Diskussionen. Nach Informationen mehrerer Medien hatte sich der Aufsichtsrat des Club nach dem 0:2 im Kellerduell bei Hannover 96 am Sonntag zu einer Dringlichkeitssitzung getroffen. Laut kicker vertagte sich das Gremium jedoch ohne Ergebnis. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden.

Aufstiegstrainer Michael Köllner galt beim 1. FC Nürnberg lange Zeit als unantastbar. Doch nach 15 Ligaspielen ohne Sieg in Serie hat sich der Wind gedreht. Über die Zukunft des 49-Jährigen wird spätestens seit dem 0:2 im Kellerduell bei Hannover 96 lebhaft diskutiert.

Die Gespräche sollten am Montag fortgesetzt werden. Laut Bild führt der FCN zudem bereits Gespräche mit potentiellen Nachfolgern.

Im Aufsichtsrat des fränkischen Traditionsvereins seien die Zweifel an Köllner längst gewachsen, hieß es. "Wir befinden uns in einem laufenden Prozess. Die Drähte laufen heiß, aber ich werde jetzt keine Wasserstandsmeldungen abgeben", sagte Aufsichtsratschef Thomas Grethlein der Bild.

Rückendeckung für Köllner

Allerdings kann der Aufsichtsrat nur eine Empfehlung aussprechen, eine Entlassung von Köllner müsste der FCN-Vorstand vornehmen. Und Sportvorstand Andreas Bornemann hatte dem angeschlagenen Coach nach dem Spiel in Hannover zum wiederholten Male vehement den Rücken gestärkt.

"Ich sehe keinen Ansatzpunkt, darüber zu diskutieren", sagte Bornemann bei Sky: "Mit elf gegen elf hätten wir gute Chancen gehabt, die Mannschaft ist intakt, deshalb stellt sich die Frage für mich nicht." Vielmehr hatte er Schiedsrichter Tobias Welz die Verantwortung für die erneute Niederlage zugeschoben.

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Inzwischen soll aber auch Bornemann im Umfeld umstritten sein. Dem 47-Jährigen wird vor allem die arg defensive Transferpolitik im Winter angelastet. Zwar standen Bornemann angesichts der prekären finanziellen Situation beim Altmeister nur wenig Mittel zur Verfügung, aber mehr Phantasie als bei der Verpflichtung des vereinslosen Offensivspielers Ivo Ilicevic hätten sich viele Anhänger dann doch gewünscht. "Natürlich hätte uns jeder Spieler geholfen", sagte Kapitän Hanno Behrens.

Aber auch einige Entscheidungen des Trainers werfen beim neunmaligen deutschen Meister Fragen auf. Besonders der Umgang mit Aufstiegsheld Mikael Ishak sorgt für Kritik. Köllner ignorierte den torgefährlichen Schweden in dieser Saison oft. Gegen Bremen sorgte Ishak beim 1:1 für den umjubelten Ausgleich, nur um in Hannover 88 Minuten wieder auf der Bank zu sitzen.

Aktuell ist der Club mit zwölf Punkten nach 21 Spielen Letzter, liegt aber nur drei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Im nächsten Ligaspiel ist am 18. Februar ausgerechnet Spitzenreiter Borussia Dortmund der Gegner.

Köllner hatte den Club am 7. März 2017 von Alois Schwartz übernommen. In der Spielzeit 2017/18 hatte er die Nürnberger zum Aufstieg in die 1. Liga geführt. Der Bonus scheint nun aufgebraucht.

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