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"Sind zwei verlorene Punkte": Gladbach lässt Federn gegen Freiburg

"Sind zwei verlorene Punkte": Gladbach lässt Federn gegen Freiburg

15/03/2019 um 23:04Aktualisiert 16/03/2019 um 12:22

Borussia Mönchengladbach musste am 26. Spieltag der Bundesliga einen Dämpfer im Kampf um die Qualifikation zur Champions League hinnehmen. Die "Fohlen" kamen zuhause gegen den SC Freiburg nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Vincenzo Grifo brachte die Gäste im Borussia-Park nach zehn Minuten in Führung, Alassane Pléa gelang der Ausgleich (16.).

So lief das Spiel:

Die Zuschauer sahen eine ausgeglichene erste Hälfte, in der sich beide Vereine weitestgehend im Mittelfeld neutralisierten. Trotz der relativ wenigen nennenswerten Offensivszenen klingelte es bereits in der zehnten Minute. Keven Schlotterbeck überzeugte mit einem tollen Spielaufbau durch das Zentrum. Der Ball wurde von Luca Waldschmidt nach rechts gegeben, wo Pascal Stenzel flach nach innen zu Vincenzo Grifo passte. Dieser traf gegen seinen Ex-Klub aus 15 Metern per Direktabnahme links unten zum 1:0. Der Ball prallte an den Innenpfosten und sprang in die Maschen.

Sechs Minuten später setzte Denis Zakaria Thorgan Hazard mit einem perfekt getimten Pass in der rechten Strafraumhälfte in Szene. Der Belgier spielte kurz vor der Grundlinie flach in den Fünferraum, wo Alassane Pléa den Ball zum 1:1 über die Linie drückte.

Sowohl der Gladbacher als auch der Freiburger Fokus lag auf der Fehlervermeidung. Die Zweikampfquoten und Ballbesitzanteile beider unterschieden sich kaum. Das Hecking-Team verzeichnete zwar ein Chancenplus (6:4 Schüsse), der Sport-Club positionierte den Ball allerdings öfter auf das gegnerische Tor (1:2). Es ging leistungsgerecht mit 1:1 in die Kabinen.

Die Borussen investierten nach dem Seitenwechsel etwas mehr ins Offensivspiel, es fehlte ihnen aber an Kreativität und Durchschlagskraft, um an der stabil stehenden Freiburger Hintermannschaft vorbeizukommen.

Es blieb - wie bereits im ersten Abschnitt - ein Spiel mit wenigen sehenswerten Abschlüssen. Freiburg schoss in der zweiten Halbzeit kein einziges Mal auf den Kasten - Gladbach zumindest einmal. Es blieb beim 1:1, womit es die Hausherren verpassten, zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um die internationalen Plätze einzufahren.

Die Stimmen:

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir wussten, dass diese Mannschaft uns vor Probleme stellen wird. Freiburg hat gut verteidigt und wir hatten nicht die Struktur, die man dann braucht. So müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein."

Lars Stindl (Kapitän Borussia Mönchengladbach): "Das sind zwei verlorene Punkte. Wir haben trotz des großen Aufwands zu wenig Chancen gehabt. Uns fehlte die Durchschlagskraft."

Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): "Beide Mannschaften waren defensiv sehr stabil. Es gelingt uns nicht, den letzten Druck zu machen. Der Wille war da, aber Freiburg macht einem das Leben schwer."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es war ein absolut verdienter Punkt und es freut mich einfach, dass die Jungs das wieder so hingekriegt haben."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Sammer-Lob für Schlotterbeck

Schlotterbeck machte mit seinem Startelfdebüt den nächsten Schritt beim SC Freiburg. Der 21-jährige Innenverteidiger empfahl sich durch eine bärenstarke Leistung für weitere Einsätze. Eurosport-Experte Matthias Sammer bezeichnete den Pass Schlotterbecks, welcher den Spielzug zum 1:0 einleitete, in der Halbzeitanalyse bei Eurosport 2 HD Xtra gar als einen "der besten Pässe, den ich diese Saison gesehen habe".

Die Statistik: 21

Beide Vereine trafen seit März 2002 22 Mal aufeinander. 21 Spiele in Folge gewann dabei jeweils der Gastgeber, doch diese Serie wurde durch das 1:1 im Borussia-Park beendet.

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