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Bundesliga | Stefan Effenberg über den Bayern-Umbruch: "Es wird ein teurer, aber kein radikaler"

"Teuer, aber nicht radikal": Effenberg über Umbruch beim FC Bayern

13/01/2019 um 21:11Aktualisiert 14/01/2019 um 07:25

Der FC Bayern München bastelt an einem Kader-Umbruch und will vermehrt junge Spieler verpflichten. Mit Alphonso Davies haben die Münchner schon einen ersten Schritt in Richtung Zukunft getan. Auch den erst 18-jährigen Callum Hudson-Odoi würde der deutsche Meister gerne noch holen. Dass diese Richtung nicht nur positive Folgen haben kann, erklärt Stefan Effenberg in der "Sport1"-Show "Doppelpass".

Der ehemalige Bayern-Spieler sagte:

"Es wird ein teurer Umbruch, aber nicht radikal. Das würde ja bedeuten, dass du zehn bis 15 Spieler holst. Aber es ist Zeit, was zu tun. "

Dennoch warnt er auch vor den Gefahren eines solchen Umbruchs und gibt zu bedenken, dass die Ziele des FC Bayern mit nur jungen Spielern nicht erreicht werden können:

"Es birgt eine Gefahr, wenn man nur junge Spieler verpflichtet. Der Anspruch der Bayern ist es, jedes Jahr die Champions League zu gewinnen. Mit vielen jungen Spielern wird das nicht funktionieren. Uli Hoeneß hat schon immer gesagt, dass die Bayern kein Ausbildungsverein sind. "

Schlechtes Zeichen für die Nachwuchsarbeit

Das Bayern junge Spieler kaufen muss und keine im eigenen Nachwuchs findet, sei allerdings auch ein schlechtes Zeichen für die Jugendabteilung des Vereins:

"Es spricht auch nicht für das Nachwuchsleistungszentrum der Bayern. Es spricht nicht für die Nachwuchsarbeit, wenn die Bayern jetzt nur junge Spieler verpflichten wollen. Die Tür ist zu. Es wird ein Zeichen gesetzt, dass die Qualität nicht reicht."

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Auch Marcel Janssen, der mit den Bayern in der Saison 2007/08 Deutscher Meister wurde, äußerte sich zur Kaderveränderung:

" Die Summen wachsen immer. Aber zu den Bayern sind immer Spieler gekommen, die auf dem Weg zur Weltklasse waren. Selbst wenn jetzt nur jüngere Spieler kommen, würde die Mischung passen, denn du hast mit Thiago, Alaba und so weiter genügend erfahrene Spieler."

Für den 33-Jährigen wäre es aber vor allem wichtig, wenn die Münchner im Angriff noch nachlegen würden und mehr Alternativen zu Robert Lewandowski hätten:

"Für mich müsste Robert Lewandowski Druck bekommen in Form eines neuen Spielers. Es ist nie gut, wenn es vorne zu ruhig ist."

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