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"Das ist ein saugeiler Sieg!" Wolfsburg macht fette Beute in Nürnberg

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VfL Wolfsburg

Fotocredit: Getty Images

VonTim Wehinger
14/12/2018 Am 22:14 | Update 14/12/2018 Am 22:51

Der VfL Wolfsburg surft in der Bundesliga weiter auf der Erfolgswelle. Die Elf von Bruno Labbadia siegte am 15. Spieltag mit 2:0 (0:0) beim 1. FC Nürnberg. Die Treffer erzielten Stürmer Daniel Ginczek (58.) und Josip Brekalo (90+3.). Damit holten die "Wölfe" aus den letzten vier Spielen starke zehn Punkte. Der FCN ist dagegen seit mittlerweile neun Spielen im deutschen Oberhaus ohne Sieg.

So lief das Spiel:

Zum Auftakt des 15. Spieltags galt es für die Nürnberger, ihre Talfahrt nach acht sieglosen Partien in Folge zu beenden. Der VfL Wolfsburg, vor drei Spieltagen noch nur zwei Zähler vor den Franken, wollte hingegen den Aufwärtstrend nutzen und in der Tabelle weiter an Boden gut machen.

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"Glücksspiel und Arbeitssieg": Die Reaktionen zu Nürnberg - Wolfsburg

14/12/2018 AM 22:51

Das Team von Bruno Labbadia startete temporeich und Ginczek hatte bereits in den ersten elf Minuten zwei Torschüsse zu verbuchen. Einmal kam er über Links, dann über Rechts, scheiterte aber beide Mal an Fabian Bredlow.

Wenn in Ballbesitz, bemühte sich auch der FCN schnell nach vorne zu spielen. Für den Zug zum gegnerischen Strafraum sorgte häufig Virgil Misidjan. Die Nürnberger trauten sich allerdings im Abschluss zu wenig zu und blieben so zu harmlos. Nach der Anfangsviertelstunde verlor die Partie zunehmend an Geschwindigkeit und lief beinahe ausnahmslos zwischen den beiden Strafräumen ab. Ginczek probierte es noch aus dem Stand (31.), schoss allerdings über das Tor.

Nürnberg bekam einige Standards, bei denen der "Club" deutlich zu harmlos blieb. Die beste Chance hatte Ondrej Petrak, der den Ball aus knapp 20 Meter Entfernung mit dem Außenrist wenige Zentimeter über das Tor von Koen Casteels schoss.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich der Spielstil kaum. Misidjan spielte in der 56. den besten Konter der Nürnberger aus. In Überzahl-Situation ließ der Niederländer William hinter sich und lupfte den Ball knapp drüber.

Keine zwei Minuten später erzielte Ginczek den Führungstreffer für Wolfsburg. Ein langer Ball reichte, um den Großteil der Defensive zu überwinden. Ginczek tunnelte mit seinem Abschluss Robert Bauer und überwand Bredlow.

Daraufhin zogen sich die "Wölfe" zurück und lauerten auf Konter. Das zahlte sich in der dritten Minute der Nachspielzeit aus, als Brekalo geschickt wurde, Bauer im Eins-gegen-Eins stehen ließ und souverän ins lange Eck einnetzte.

Nach dem 0:1-Rückstand hatte der FCN zwar mehr Spielanteile, brachte seine Aktionen aber nicht zu Ende. Es gelang den Hausherren kaum, in aussichtsreiche Positionen zu gelangen. Adam Zrelak hatte den Ball in der 86. Minute zwar zum vermeintlichen Ausgleich über die Linie gestochert, dabei war er jedoch knapp im Abseits gestanden.

Die Stimmen:

Georg Margreiter (Kapitän 1. FC Nürnberg): "Wir lassen bis zum ersten Gegentreffer keine Chancen zu. Wir kriegen aber vorne das Ding nicht rein. Vorne spielen wir zu ideenlos und mit zu wenig Zug zum Tor."

Michael Köllner (Trainer 1. FC Nürnberg): "Wir haben richtig gut gespielt, aber im letzten Drittel die letzte Brutalität und Genauigkeit vermissen lassen. Das ist uns dann zum Verhängnis geworden. Wir sind immer noch im Rennen, es war uns vor der Saison klar, dass es hart wird. Natürlich tun solche Spiele weh, aber ich denke, dass wir heute vieles taktisch richtig gemacht haben und mit Herz aufgetreten sind."

Daniel Ginczek (VfL Wolfsburg): "Ich bin froh, dass ich gesund bin, dass ich fit bin. Ich versuche jetzt einfach Gas zu geben auf dem Platz, versuche für die Mannschaft viel zu arbeiten. Irgendwann wird’s dann belohnt. Ich hatte in der ersten Halbzeit schon zwei Chancen in der zweiten war es dann das 1:0. Wir haben gut angefangen, dann hat uns ein bisschen die Tiefe gefehlt. Es war wenig Bewegung drin bei uns vorne. In der zweiten Halbzeit haben wir uns vorgenommen den Schalter umzulegen und haben das gut gemacht. Das war ein Arbeitssieg."

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Das ist ein saugeiler Sieg. Wir haben eine schlechte erste Halbzeit hingelegt und haben den Gegner durch einfache Ballverluste aufgebaut. Nach der Pause ist die Mannschaft dann komplett anders herausgekommen. Es gehört auch dazu, mal ein schlechteres Spiel zu machen, dann aber dennoch die Punkte zu holen. Auch für den Kopf war es daher ein sehr wichtiger Sieg."

Das fiel auf: Nur ein (Ex-)Nürnberger sticht

Nürnberg fehlte es in der Offensive an Ideen, schnellem Schalten und vielleicht auch an Selbstvertrauen. Jedenfalls schafften sie es kaum, sich in Position zu spielen, um überhaupt einen Torschuss abgeben zu können. Köllner reagierte in der 71. Minute noch, indem er Mikael Ishak brachte. Der Mittelstürmer, der sonst dafür bekannt ist, aus dem Nichts heraus einen Treffer landen zu können, konnte jedoch auch nicht helfen. Bei seinem einzigen Abschluss verzog er weit rechts am Tor vorbei. Ansonsten hatte der Schwede keine nennenswerten Einfluss mehr auf das Spiel.

Stattdessen war es erneut der ehemalige Nürnberger Ginczek, der für seine Wolfsburger im entscheidenden Moment traf. In den letzten vier Spielen war der Stürmer an sechs von sieben Toren beteiligt (3 Tore und drei Assists).

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 9

Die Nürnberger warten nun schon seit neun Spielen auf einen Sieg. Kein anderes Team in der Bundesliga hat zur Zeit eine längere Sieglosserie.

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