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Hertha und Schalke liefern sich Offensiv-Schlacht

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Vedad Ibisevic und Benjamin Stambouli

Fotocredit: Getty Images

VonTim Wehinger
25/01/2019 Am 22:05 | Update 25/01/2019 Am 23:42

Furioses Spiel, aber am Ende kein Sieger. Hertha BSC trennt sich am 19. Spieltag im Freitagsspiel der Bundesliga 2:2 (2:2) vom FC Schalke 04. Damit bleiben beide Mannschaften im Jahr 2019 ungeschlagen. Die Gäste gingen durch Yevhen Konoplyanka (17.) und Mark Uth (44.) zweimal in Führung, die jeweils von Marko Grujic (39.) und Vedad Ibisevic (45+4.) jeweils ausgeglichen wurde.

So lief das Spiel:

Pál Dárdai wählte gegen Schalke die gleiche Startformation wie beim Sieg über den 1. FC Nürnberg am vergangenen Spieltag. Auch Domenico Tedesco vertraute auf einen Großteil des Personals, das es zum Rückrunden-Auftakt gegen Wolfsburg richtete. Lediglich Yevhen Konoplyanka rotierte für den gesperrten Weston McKennie in die erste Elf.

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Die ersten Minuten waren geprägt von gegenseitigem Abtasten. In der Zentrale und auf den Außen waren die Räume dicht. Beide Mannschaften versuchten es zunächst über lange Bälle in den gegnerischen Strafraum.

In der 17. Minute war es dann Konoplyanka, der mit einer starken Einzelaktion die Führung für "Königsblau" erzielte. Die Hertha-Abwehr hatte ihn nur begleitet, als er am Strafraum entlang dribbelte. Der Ukrainer hatte viel Platz und zirkelte den Ball mit einem strammen Schuss halbhoch zwischen Rune Jarstein und dem rechten Pfosten ins Netz.

Nach einer guten halben Stunde hatte Schalke schon zwei Ausfälle zu verzeichnen. Benjamin Stambouli war im Kopfball-Duell mit Arne Maier zusammengerauscht und Alessandro Schöpf bekam das gestreckte Bein von Karim Rekik in den Unterschenkel.

Der Gegentreffer brachte die Berliner nicht lange aus dem Konzept. Stattdessen sorgte der eingelaufene Marko Grujic nach einem Hackenpass von Ondrej Duda für den Ausgleich (39.).

Keine fünf Minuten später schlugen die "Knappen" zurück. Diesmal ließ die Defensive der Gastgeber Mark Uth völlig aus den Augen. Bastian Oczipka fand den Stürmer, der das Spielgerät unter die Latte setzte.

Aufgrund der langen Unterbrechungen gab es allerdings vier Minuten Nachspielzeit, die die Hertha zum wiederholten Ausgleich nutzte. Davie Selke fand Ibisevic mit einem hohen Zuspiel und der Routinier versenkte den Ball eiskalt per Kopf im rechten Eck (45. +4).

Nach dem Seitenwechsel blieb die Intensität hoch. Es hagelte Chancen auf beiden Seiten. Der eingewechselte Suat Serdar traf das Außennetz (51.), Nübel machte sich auf der anderen Seite lang und parierte einen Selke-Schuss aus knapp sieben Metern herausragend (61.). Jarstein stoppte einen Konter der Gäste, den Serdar zur erneuten Führung ummünzen wollte (70.). Drei Minuten später parierte der Hertha-Keeper einen strammen Abschluss von Steven Skrzybski, der kurz darauf mit einer Verletzung am Oberschenkel vom Platz musste.

Kurz vor Schluss wurde es noch einmal richtig brenzlig. Salif Sané vergab die Chance auf den Siegtreffer, als er einen Freistoß von Daniel Caligiuri per Kopf über das Tor setzte. So teilte man sich trotz hartem Kampf am Ende die Punkte.

Die Stimmen zum Spiel:

Pál Dárdai (Trainer Hertha BSC): "Ich glaube wir haben nicht schlecht angefangen. Wir haben genug Druck ausgeübt. In dem Moment, in dem wir das Tor kassiert haben, haben wir schlecht verschoben. Der Mut war nicht da. Schalke hat sehr viele gute Fußballer. Da haben wir umgestellt auf eine Raute. Wir haben ein gutes Bundesligaspiel gesehen, mit vielen Zweikämpfen und vielen Toren. Am Ende müssen wir das Unentschieden akzeptieren. Es ist ein gutes Ergebnis."

Domenico Tedesco (Trainer Schalke 04): "Ich finde wir waren gut im Spiel und sind auch gut im Spiel geblieben, trotz gewisser Hektik, die aufgrund Verletzungen aufkam. Wir haben den Kopf nicht verloren. Wir haben versucht, das Spiel entsprechend zu kontrollieren. Wir hatten eine gute Positionierung im Ballbesitz. Was gefehlt hat ist, dass wir die 2:1-Führung in die Halbzeitpause bringen. Es wäre jetzt einfach zu sagen, wir hätten das Spiel gewinnen können. Die Chancen waren sicherlich auch bei der Hertha da. Aber ich glaube wir hatten einen Tick mehr vom Spiel."

Bastian Oczipka (Schalke 04): "Beide Mannschaften würden sagen, dass mehr drin war. Wir hatten noch einige Chancen, schade, dass wir sie nicht genutzt haben. Auch Hertha hatte Chancen, daher ist der Punkt gerechtfertigt."

Das fiel auf: Keeper verhindern Tor-Spektakel

Der Pausenstand von 2:2 dürfte viele überrascht haben. Insgesamt fielen vier Tore in einer guten halben Stunde. Dass nicht noch mehr Treffer hinzukamen, lag an zwei stark aufspielenden Torhütern. Nübel, der in den letzten Wochen Ralf Fährmann den Rang abgelaufen hatte, sammelte mit seinem Auftritt weiter Pluspunkte. Neben seiner Glanztat in der 61. Minute hielt er einen Freistoß von Marvin Plattenhardt (62.) und wenige Minuten vor Schluss pflückte er eine Selke-Flanke direkt aus der Luft.

Jarstein verhinderte auf Hertha-Seite, dass die Hausherren erneut in Führung gingen. Bei seiner Glanzparade gegen Skrzybski riss er geistesgegenwärtig die rechte Hand nach oben.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 3

Bitter für Tedesco: Alle drei Wechsel der Schalker waren Verletzungen geschuldet (Schöpf, Stambouli, Skrzybski). Das Spiel insgesamt war geprägt von zahlreichen Foul-Unterbrechungen. Besonders das harte Einsteigen gegen Schöpf sorgte für Diskussionen.

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