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David Alaba vom FC Bayern München im exklusiven Interview der Woche bei Eurosport

Mit Video | Alaba kritisiert Bayern: "Schmeckt uns gar nicht"

14/02/2019 um 01:11Aktualisiert 14/02/2019 um 01:25

Vor dem 22. Spieltag der Bundesliga stellt sich David Alaba im Interview der Woche bei Eurosport den Fragen von Reporter Christian Ortlepp. Der Linksverteidiger spricht über seine Rolle als Führungsspieler, seine Leihe zur TSG 1899 Hoffenheim und die Jugendarbeit der Münchner. Im Hinblick auf die sportliche Leistung des Rekordmeisters sieht der Österreicher vor allem defensiv einige Probleme.

David Alaba im Interview der Woche bei Eurosport über ...

... seine Rolle als Führungsspieler:

"Ein Talent bin ich sicherlich keins mehr. Mit den Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren sammeln durfte, komme ich langsam in ein Alter, das ein bisschen älter ist als jung. Mir ist bewusst, was ich mittlerweile für eine Verantwortung habe. Ich versuche, die Verantwortung anzunehmen und mit meinem Spiel der Mannschaft zu helfen und voranzugehen. Es kommt auch vor, dass ich speziell mit jüngeren Spielern rede, ihnen Tipps gebe und ihnen dabei helfe, groß zu träumen und sich weiterzuentwickeln."

... seinen "großen Bruder" Franck Ribéry:

"Als Vaterfigur würde ich ihn nicht bezeichnen, eher als großen Bruder. Franck war damals sehr, sehr wichtig für mich. Er hat mich vom ersten Tag an zu sich geholt, mir Tipps gegeben und mich gefördert. Das hat mir als 17-Jähriger sehr viel Stärke und Mut gegeben. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Genau das versuche ich auch heute den jüngeren Spielern weiterzugeben. Man hat in den letzten Jahren gesehen, was wir für Typen bei uns in der Mannschaft haben. Franck ist sehr wichtig auf und neben dem Platz. Solche Typen gehören zum Fußball dazu."

Video - Alaba im Interview der Woche: Typen wie Ribéry gehören zum Fußball

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... die aktuelle Situation des FC Bayern:

"Wir wissen, wer wir sind. Wir sind der FC Bayern München. Wir kennen unsere Ansprüche intern, aber auch die, die von außerhalb an uns gestellt werden. Natürlich wollen wir denen gerecht werden. Mir wurde die Mentalität, immer gewinnen zu wollen, sehr früh eingeimpft. Das merkt man speziell hier. Das ist der Anspruch an uns selbst. Jedes Wochenende auf den Platz zu gehen und auch gewinnen zu wollen. Das merkt man in jeder Trainingseinheit und in der Kabine."

... die vielen Gegentore in dieser Saison:

"Das schmeckt uns natürlich nicht. Wir wissen, dass wir noch Luft nach oben haben und an uns arbeiten müssen. Es muss als Mannschaft in der Defensive besser werden."

... die Jugendarbeit beim FC Bayern:

"Mit dem neuen Campus und den Weiterentwicklungen der Strukturen im Jugendbereich ist einiges möglich, davon bin ich überzeugt. Vielleicht brauchen wir noch etwas Geduld, bevor die Arbeit, die wir leisten, fruchtet."

Video - Alaba über Bayerns Jugendarbeit: "Der Weg nach oben ist möglich"

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... seine Leihe zur TSG 1899 Hoffenheim:

"Wenn ich heute zurückschaue, war das enorm wichtig für mich. Ich durfte damals mit 18 Jahren für eine halbe Saison Woche für Woche auf Bundesliga-Niveau spielen. In diesen sechs Monaten habe ich einen großen Schritt nach vorne gemacht."

... Meritan Shabani und Lars Lukas Mai:

"Das sind Spieler die Potenzial haben und wirklich viel Talent mitbringen. Um jedoch den großen Schritt nach oben zu machen, da spielen viele Dinge eine wichtige Rolle. Auch Glück ist ein Faktor. Es gibt viele Bausteine, die man zusammensetzen muss."

... Marcel Hirscher:

"Man sieht, dass er einen Ehrgeiz mitbringt, den nicht viele haben. Er will immer ganz oben stehen. Es zeichnet ihn auch irgendwo aus, dass er nicht aufhört, Hunger zu haben. Er ist sicherlich ein Vorbild für viele junge Leute in Österreich und holt immer das Beste aus sich heraus."

Video - Alaba adelt Hirscher: "Ehrgeiz, den nicht viele haben"

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