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Erleichterung beim VfB Stuttgart nach Sieg beim 1. FC Nürnberg: "Es muss nicht viel Spaß machen"

Erleichterung beim VfB: "Es muss nicht viel Spaß machen"
Von SID

10/11/2018 um 22:12Aktualisiert 10/11/2018 um 22:23

Nach vier zum Teil desaströsen Niederlagen gelingt dem VfB Stuttgart beim 1. FC Nürnberg ein enorm wichtiger 2:0-Sieg. Trainer Markus Weinzierl spricht von einem "Befreiungsschlag", wenngleich der VfB spielerisch erneut recht wenig anbot und nach wie vor auf dem letzten Tabellenplatz liegt. Ein Spiel wie dieses "muss nicht viel Spaß machen, man muss es einfach nur gewinnen", sagte der Coach.

Die Erleichterung war nicht zu übersehen und nicht zu überhören. Als der VfB Stuttgart nach vier zum Teil desaströsen Niederlagen endlich wieder das süße Gefühl eines Sieges auskosten durfte, kannte die Freude kaum Grenzen. Auf der Bank und auf dem Rasen lagen sich Spieler und Betreuer in den Armen, bisweilen alberten sie herum wie kleine Kinder, aus der Südkurve des Max-Morlock-Stadions in Nürnberg schallte mit Wucht der Jubel ihrer glückseligen Anhänger.

VfB verkürzt Rückstand

Er und seine Mitspieler, sagte Mannschaftskapitän Christian Gentner, hätten in den vergangenen Wochen ja "ziemlich auf die Fresse bekommen", und klar, der Druck "nach den katastrophalen Ergebnissen war sehr groß". Auch Trainer Weinzierl war deshalb anzusehen, wie erlösend dieser Sieg durch die Treffer von Timo Baumgartl (68.) und Erik Thommy (82.) jeweils nach Eckbällen war. Er sprach von einem "Befreiungsschlag", ja, sagte auch er, "ich bin natürlich sehr erleichtert".

Beim Blick auf die anderen Ergebnisse dürfte den Stuttgartern gleich nochmal ein Stein vom Herzen gefallen sein. Hannover 96 hatte schon am Freitag gewonnen, am Samstag siegten dann auch Fortuna Düsseldorf, "es war wichtig", merkte Gentner an, "dass der Abstand zu den Mannschaften vorne nicht zu groß wird". So ist alles überschaubar: Der VfB ist Tabellenletzter, aber mit der Fortuna punktgleich, von Hannover trennt ihn ein Zähler, und zum 1. FC Nürnberg sind es nun lediglich zwei.

Nürnberg ohne Chance

Der Abstand zwischen Nürnberg und Stuttgart hätte auf acht Punkte anwachsen können, aber dazu war der Club diesmal viel zu schwach. "Der VfB hat das gemacht, was wir machen wollten: hoch anlaufen und uns zu Fehlern zwingen", sagte Tim Leibold. In der Tat machten die Schwaben ihre Sache bei Ballbesitz des Gegners gut, auch deshalb, weil Weinzierl zur Viererkette zurückgekehrt war und davor eine Dreierkette gestellt hatte. Darüber hinaus stimmte die Einstellung, Stuttgart war bissiger.

"Extrem bitter" fand Leibold wenig überraschend die Niederlage in diesem "extrem wichtigen Spiel für den Verein", enttäuschend war für ihn auch, "dass wir über 90 Minuten zu wenig investiert und zu viele Fehler gemacht haben". Er hätte auch sagen können: Uns wurden die Grenzen aufgezeigt von einer Mannschaft, die nun nicht gerade Angst und Schrecken verbreitete. Und das muss dem Club Sorgen machen: Er war chancenlos gegen eine verunsicherte Mannschaft, die gerade mal solide spielte.

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