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FC Bayern | Ära von Arjen Robben und Franck Ribéry endet: Das sind mögliche Nachfolger

Robbery-Nachfolger: Wer utopisch ist, wer kommen könnte

04/12/2018 um 23:18Aktualisiert 06/12/2018 um 08:15

Arjen Robben verlässt den FC Bayern München im Sommer 2019 sicher, Franck Ribéry sehr wahrscheinlich Als Figuren fürs Volk und für die Seele werden der Niederländer und der Franzose nicht zu ersetzen sein - aber auf dem Platz braucht's Erben der Flügelzange. Drei Spieler befinden sich bereits in den eigenen Reihen, weitere Robbery-Nachfolger werden gesucht. Die Kandidaten.

Für Franck Ribéry zahlte der FC Bayern seinerzeit 25 Millionen Euro Ablöse, für Arjen Robben gar 30 Millionen. Im Fußball sind die Jahre 2007 und 2009 inzwischen Galaxien von der Gegenwart entfernt.

Laut Uli Hoeneß werde es "richtig rund" gehen auf dem Transfermarkt. Eurosport.de beleuchtet Szenarien.

Robbery-Nachfolger: Diese Stars sind Utopie

Für Kylian Mbappé (19, Paris Saint-Germain) würde Hoeneß "finanziell viele Grenzen sprengen". Das hat der Bayern-Präsident so gesagt, dummerweise mit dem desillusionierenden Zusatz: "Aber der will nicht zu uns."

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Gareth Bale von Real Madrid äußerte sich im Frühjahr durchaus offen. "Du kannst niemals nie sagen", meinte er zu "Sport Bild"; mit den Münchnern in Verbindung gebracht zu werden, sei "für jeden eine Ehre". Allerdings fällt Bales Preisschild annähernd dreistellig aus, sowas wird der FC Bayern für einen 29-Jährigen nicht machen (normalerweise).

Robbery-Nachfolger aus den eigenen Reihen

Zum Teil ist die nächste Generation schon im Klub, sie heißt Kingsley Coman (23), Serge Gnabry (23) und Alphonso Davies (18).

Den Franzosen Coman lobte Rummenigge als "unser größtes Talent", mit ihm hat Bayern einen potentiellen Weltklassemann im Team. Auch Gnabry wird ein Gesicht des Umbruchs, der Ex-Hoffenheimer fügt sich zunehmend besser ein. Davies, ein Kanadier mit ghanaischen Wurzeln, akklimatisiert sich gerade im fremden Land mit seltsamer Sprache und wird Zeit benötigen, um ein Faktor zu werden.

Robbery-Nachfolger aus der Bundesliga

Ante Rebic (25, Eintracht Frankfurt) gilt als Wunschspieler von Trainer Niko Kovac, der bei seiner Bayern-Vorstellung darüber philosophierte, dass Rebic "jeder Mannschaft gut zu Gesicht" stünde. Beide arbeiteten in Frankfurt zusammen, nach einer überzeugenden WM verlängerte der Kroate dort bis 2022.

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Christian Pulisic (20, Borussia Dortmund) steht vor dem Absprung beim BVB, immer mal wieder wurde dem Rekordmeister ein Interesse bescheinigt. Dagegen spricht potente Konkurrenz aus der Premier League, Pulisics Formkurve und seine Losung von 2017: "Ich könnte nicht zu Bayern gehen."

Zu Leon Bailey (21, Bayer Leverkusen) hätte Bayerns Chefscout Laurent Busser einen Draht, weil er früher selbst in Leverkusen arbeitete und Bailey von Genk nach Deutschland holte. Das Vorjahr war Baileys Durchbruch, in dieser Saison stagniert seine Entwicklung: erst ein Tor und zwei Spiele über 90 Minuten.

Robbery-Nachfolger aus Europas Topligen

Die am häufigsten genannten Namen sind Nicoals Pépé (23, OSC Lille) und, nach wie vor, Anthony Martial (22, Manchester United).

Pépé hat sich in der Ligue 1 längst vom Status des Geheimtipps gelöst, neben Bayern sollen der FC Barcelona, Arsenal und Martials Manchester dran sein. "Ich wusste nichts von diesen Gerüchten, aber das ist natürlich schön", sagte der Ivorer mit französischem Pass zu "Téléfoot".

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Martial hat den Rang eines ewigen Transferziels der Bayern. Dem Vernehmen nach ist sein Verhältnis zu United-Trainer José Mourinho getrübt, trotzdem spielt er in dieser Saison regelmäßig - und gut. Verschiedene Angaben gibt's zur Laufzeit seines Vertrags, laut "Sky" aktivierte Manchester eine Option bis 2020. Bedeutet: Ablöse. In diesem Sommer forderten die "Red Devils" offenbar 100 Millionen.

Über Florian Thauvin (25, Olympique Marseille), einem Weltmeister, soll sich Bayern ebenfalls erkundigt haben, Zuletzt präferierte der Rechtsaußen einen Verbleib in der Heimat, kommendes Jahr könnte ein Transfer konkreter werden - Thauvin hat denselben Berater wie Ribéry…

Ein spannender Außenseitertipp ist Cengiz Ünder (21, AS Rom), dessen Spielstil an Robben erinnert. Die Liste an Klubs, die sich für den Türken begeistern, wächst kontinuierlich. Im November bekannte Roma-Sportdirektor Monchi, noch "nichts entschieden" zu haben: "Was kommen soll, wird rechtzeitig kommen."

Eine Lösung vieler Probleme ist übrigens vom Markt. Den Flügelstürmer Leroy Sané wollte der FC Bayern damals nicht. Beziehungsweise: Sané wollte nicht zu Bayern. Je nachdem.

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