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Legenden auf letzten Metern: So plant Bayern mit Robben und Ribéry

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Franck Ribéry, Arjen Robben

Fotocredit: Getty Images

VonJohannes Mittermeier
04/05/2019 Am 14:17 | Update 04/05/2019 Am 14:18
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Drei Spiele noch in der Bundesliga, dazu das DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig, dann endet das Kapitel von Arjen Robben und Franck Ribéry beim FC Bayern München. Beide Legenden stehen vor ihrem Comeback, für Robben rückt ein Abschied auf Rasen nach fünfmonatiger Zwangspause näher. Einen Freifahrtsschein gibt's aber nicht: "Robbery" droht ein schmuckloses Ende auf der Bank.

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Viel spricht dafür, dass das 305. Pflichtspiel von Arjen Robben für den FC Bayern nicht das letzte bleibt. Im November 2018, vor über fünf Monaten, glänzte der Niederländer mit zwei Toren gegen Benfica Lissabon, die Münchner siegten 5:1, und der angeschlagene Trainer Niko Kovac schaffte einen persönlichen Turnaround.

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Robben wurde nicht mehr gesehen auf dem Fußballplatz, muskuläre Probleme im Oberschenkel, eigentlich nichts Wildes, eine Frage von Tagen - und jetzt doch: eine elende Zwangspause. Am Arbeitsethos mangelte es nicht, an missglückten Comeback-Versuchen schon, Robben fand es "sehr, sehr frustrierend" und war besonders von der Ungewissheit betroffen: Was ist los? Und wann wird es besser? Wird es überhaupt nochmal besser?

Es drohte ein Ausstand als Stadion-Tourist. Als der FC Bayern am vergangenen Sonntag in Nürnberg antrat (1:1), kehrte der Niederländer in den Kader zurück, ohne zum Einsatz zu kommen. "Er fühlte sich nur imstande zu spielen, wenn das Ergebnis für uns eindeutig ist. Bei knappen Geschichten, in denen es richtig zur Sache geht, hätte er sich nicht sicher gefühlt", sagte Kovac.

Robben und Ribéry "gesund, motiviert, wohlauf"

Am 32. Bundesliga-Spieltag gastiert Hannover 96 in der Allianz Arena (Samstag ab 15:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de), ein Pflichtprogrammpunkt auf dem Weg zur Meisterschaft - für Robben wäre es die achte, für Franck Ribéry sogar die neunte. Und dann: Ende Legende.

Allerdings mit Hoffnung auf einen würdigen Epilog. Donnerstags sprach Kovac über "Robbery", wie das Flügel-Duo einst getauft wurde, und was er zu berichten hatte, hörte sich ermutigend an:

Ich bin sehr, sehr guter Dinge, dass sie die nächsten vier Spiele gemeinsam mit uns bestreiten. Sie sind gesund, motiviert und wohlauf. Wir wollen zusehen, dass wir den beiden noch die eine oder andere Minute geben.

In dieser Saison hat Robben erst 15 Pflichtspiele absolviert (fünf Tore, zwei Vorlagen), Ribéry immerhin 34 (fünf Tore, vier Vorlagen). Die Beine sind müder, der Antritt schwerfälliger, die Effizienz geringer. Ikonisch lesen sich ja ihre Bilanzen aus zehn bzw. zwölf Bayern-Jahren. Robbens 305 Einsätze wurden mit 143 Treffern und 101 Assists garniert, Ribéry hält bei 421 Partien, 122 Toren, 183 Vorlagen.

Einen Freifahrtsschein für den Endspurt aber erhalten der 35-jährige Robben und der 36-jährige Ribéry nicht, der FC Bayern kämpft um zwei Titel und hat keinen sicher.

FC Bayern: "Robbery" droht Abschied auf der Bank

"Ich würde mir wünschen, dass wir es vor dem letzten Spieltag schaffen - wenn nicht, wird es eine Nerven-Angelegenheit für uns alle", sagte Kovac zum Titelkampf mit Borussia Dortmund. Und zu "Robbery" sagte er dieses:

Sie sind gut drauf, wie alle anderen auch. Wir müssen erfolgreich sein, dann müssen die Spieler spielen, die im Moment die Nase vorn haben. Wir werden nicht anfangen, alles über den Haufen zu schmeißen. Natürlich wollen wir ihnen einen Abgang ermöglichen, aber nicht um jeden Preis.

Bedeutet: Es droht ein schmuckloser Abschied auf der Bank. Auf der linken Bahn, wo Ribéry seine (Fuß-)Spuren hinterließ, wird Kingsley Coman die Zukunft sein. Rechts, in Robbens Territorium, hat sich Serge Gnabry zur Überraschung der Saison entwickelt.

Hannover, dann RB Leipzig, Eintracht Frankfurt, zum Schluss erneut Leipzig im DFB-Pokalfinale: zwei Legenden auf ihren letzten Metern.

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