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Ribéry spricht über Gefängnisbesuch bei Hoeneß: "Das tat richtig weh"

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Uli Hoeneß und Franck Ribéry (FC Bayern)

Fotocredit: Getty Images

VonKatharina Wiedenmann
15/05/2019 Am 12:57 | Update 15/05/2019 Am 13:09

Franck Ribéry berichtet über einen Gefängnisbesuch bei Uli Hoeneß und die besondere Beziehung zum Bayern-Präsidenten. "Als ich Uli im Gefängnis besucht habe. Das war richtig traurig, es tat mir weh, Uli so zu sehen", erklärte der Franzose im Interview mit der "Sport Bild". Wegen der schwierigen Situation für Hoeneß und dessen Familie habe er ihn aber unbedingt besuchen wollen, meinte Ribéry.

Der Franzose erzählte in der "Sport Bild" weiter von seinem Besuch bei Hoeneß:

Wir haben zwei, drei Stunden gesprochen, das war für uns beide wichtig. Ich kam, um ihn aufzumuntern, ließ mir nichts anmerken. Als ich das Gefängnis dann verließ, war ich es, der niedergeschlagen war. Ihn hinter geschlossenen Türen zu sehen, tat richtig weh.
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Von Juni 2014 bis Februar 2016 hatte der Bayern-Boss seine wegen Steuerhinterziehung verhängte Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Landsberg absitzen müssen.

Bevor Hoeneß 2009 Präsident wurde, habe er das Team immer begleitet, berichtete Ribéry weiter: "Er war (...) immer mit uns unterwegs, ganz nah am Team. Ich habe oft nach den Spielen, wenn ich die Highlights noch einmal im TV angesehen habe, bemerkt, wie er sich über schöne Aktionen und Tore von mir gefreut hat: Sein Gesicht strahlte dann wie das eines glücklichen Kindes."

Ribéry: Immer vom FC Bayern unterstützt

Diese besondere Beziehung zu Hoeneß habe sich immer gehalten, so Ribéry. Der Bayern-Boss wolle, "dass sich seine Spieler wohlfühlen." Der Franzose berichtete auch von Besuchen bei Hoeneß zuhause: "Manchmal war ich nur eine Stunde bei ihm, wir haben etwas gegessen und fertig. Manchmal blieb ich auch für sehr viele Stunden."

Insgesamt habe ihm die Hilfe des Vereins immer viel bedeutet. Vor allem an eine Situation erinnert sich der 36-Jährige: "Natürlich hat mich der FC Bayern auch privat unterstützt, aber ich erinnere mich speziell an eine Situation, in der ich hilflos und komplett auf den Verein angewiesen war." Eine Sprunggelenksverletzung im Jahr 2015 habe ihn nicht nur körperlich, sondern auch mental enorm mitgenommen.

"Ich dachte zunächst, dass die Verletzung zwei, drei Wochen Zeit braucht – am Ende waren es acht Monate! Das war eine schlimme Zeit, ich habe an das Karriereende gedacht", meinte Ribéry.

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Fotocredit: Eurosport

Hoeneß überzeugte Ribéry zu bleiben

Auch als 2009 Angebote zahlreicher Topklubs, u.a. von Real Madrid und Chelsea, in München eingingen, überzeugte Hoeneß den Franzosen zu bleiben. Der Bayern-Boss sagte: "Barcelona hat Messi. Real Madrid hat Ronaldo. Und wir haben dich."

Während der "Goldsteak-Affäre" hielten die Münchner ebenfalls zu ihrem langjährigen Spieler. Ribéry erklärte dazu: "Ich bin kein Mensch, der protzen will oder sich über andere stellt. Auf dieses Steak bin ich damals eingeladen worden." Die Kritik vieler Fans habe ihn aber nicht vollkommen kalt gelassen: "Die Reaktionen damals waren hart."

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