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FC Bayern München - 1. FC Nürnberg: Souveräner FCB-Heimsieg mit Doppelpack von Robert Lewandowski

Bayern klettert: Souveräner Heimsieg mit Lewy-Doppelpack

08/12/2018 um 17:50Aktualisiert 08/12/2018 um 19:08

Der FC Bayern München hat mit einem 3:0 (2:0) gegen den 1. FC Nürnberg seinen Aufwärtstrend in der Bundesliga fortgesetzt. Robert Lewandowski (9., 27.) und Franck Ribéry (56.) trafen für die Hausherren, die damit erstmals seit dem 22. September in der Bundesliga ohne Gegentor blieben. Bayern klettert in der Tabelle an RB Leipzig vorbei, Nürnberg ist seit acht Spielen sieglos.

So lief das Spiel:

Ohne Arjen Robben, James Rodríguez und Corentin Tolisso, aber mit prall gefüllter Bank, legte Bayern-Trainer Niko Kovac wie angekündigt das Rotationsprinzip beim Rekordmeister ad acta und schickte die Siegerelf vom vergangenen Spieltag gegen Bremen auf den Rasen.

Gegen Aufsteiger Nürnberg dauerte es keine zehn Minuten, ehe Robert Lewandowski die Münchener auf die Siegerstraße brachte. Einen Eckball von Joshua Kimmich verlängerte der polnische Torjäger per Kopf zum 1:0 in die lange Ecke - FCN-Torwart Fabian Bredlow machte dabei auch nicht die beste Figur (9.).

Hilflose Nürnberger verschanzten sich um den eigenen Strafraum und bettelten förmlich um weitere Gegentreffer.

Die Bayern warteten bei zuweilen über 80 Prozent Ballbesitz geduldig auf ihre Chance und legten das überfällige zweite Tor nach. Leon Goretzkas Distanzschuss klatschte von der Latte vor die Füße von Lewandowski, der genau richtig stand und das Leder mühelos über die Linie schob (27.).

Die Bayern ließen auch nach dem Seitenwechsel nicht locker und drängten auf die endgültige Entscheidung. Sekunden nach Wiederanpfiff verhinderte Bredlow noch mit einer grandiosen Parade gegen Kimmich den dritten Münchener Treffer (46.).

Wenig später leitete der Nürnberger Schlussmann mit einem Fehlpass in die Füße von Serge Gnabry aber das 3:0 ein. Über den spielfreudigen Thomas Müller kam der Ball im Strafraum zurück zu Gnabry, dessen Schuss Bredlow zunächst parierte. Franck Ribéry stand jedoch zum Abstauber parat und traf per Tunnel gegen den unglücklichen Bredlow (56.).

Danach schalteten die Bayern gegen wehrlose Nürnberger auf Schongang und sparten Kräfte für das kommende Champions-League-Spiel bei Ajax Amsterdam. Der eingewechselte Kingsley Coman sorgte mit einem Schuss nochmal für Gefahr (77.), der omnipräsente Kimmich traf mit der letzten Aktion des Spiels noch ans Lattenkreuz (90.).

Leon Goretzka (FC Bayern München vs. 1. FC Nürnberg)

Leon Goretzka (FC Bayern München vs. 1. FC Nürnberg)Getty Images

Die Stimmen:

Niko Kovac (Trainer FC Bayern): "Heute haben wir über 90 Minuten so gut wie gar nichts zugelassen. Wir selbst hatten viele Möglichkeiten. Mit der Leistung bin ich zufrieden. Es war wichtig, dass wir zu null gespielt haben und die Führung und die Sicherheit, die wir uns erspielt haben, nicht durch Gegentore verloren haben. Positive Ergebnisse sind immer wichtig. Wir haben jetzt drei Spiele in Folge gewonnen, mit einer Art mit der ich zufrieden bin."

Michael Köllner (Trainer 1. FC Nürnberg): "Wenn man 0:3 verliert, kann man nicht zufrieden sein. Wir haben defensiv über große Teile gut gespielt, das haben wir in dieser Saison auswärts nicht immer hinbekommen. Wir haben zu große Ehrfurcht gezeigt und hätten mehr körperliche Präsenz zeigen sollen. Dann kommt am Ende sowas dabei raus."

Joshua Kimmich (FC Bayern): "Sowas wie in dieser Saison habe ich noch nicht erlebt. In der letzten Saison waren wir auch etwas hintendran, in dieser Saison ist der Abstand aber größer. Dortmund hat heute schon wieder gewonnen. Von dem her ist die Saison wirklich spannend, weil es mal nicht steil bergauf geht. Jetzt zeigt sich, ob wir auch Typen in der Mannschaft haben."

Georg Margreitter (1. FC Nürnberg): "Wir wollten uns so teuer wie möglich verkaufen. Leider haben wir vor allem in der ersten Halbzeit zu zaghaft gespielt. Wir sind einfach eine junge Mannschaft, das merkt man in solchen Begegnungen."

Lukas Mühl (1. FC Nürnberg): "Wir bekommen zu einfache Gegentore. Wir müssen in den Zweikämpfen aggressiver und giftiger sein, das müssen wir für die Partie gegen große Gegner lernen."

Der Tweet zum Spiel:

Weil die Münchener Fans in der Halbzeitpause Nürnberger Tor und Strafraum mit Papierrollen überfluteten, verzögerte sich der Wiederanpfiff um fast fünf Minuten.

Das fiel auf: 90 Minuten Kapitulation

Von der ersten Sekunde weg ergab sich der 1. FC Nürnberg im 61. bayerischen Derby seiner Opferrolle. Der Club agierte nahezu komplett körperlos und beging in 90 Minuten nur sechs Fouls. Erst kurz vor dem eigenen Strafraum gingen die Gäste überhaupt in die Zweikämpfe. Nach Ballgewinn wurde das Spielgerät in den allermeisten Fällen auf Verdacht nach vorne geschlagen.

Die Konterabsicherung der Bayern funktionierte im Gegensatz zum 3:3 gegen Düsseldorf in dieser Partie diesmal aber perfekt, sodass Nürnberg über 90 Minuten in der eigenen Hälfte gefangen blieb. Die Ballbesitzverteilung von 76:24 Prozent spiegelt die drückende Dominanz der Bayern in diesem Spiel nicht mal ansatzweise wider.

Die Statistik: 42

Robert Lewandowski erzielte gegen Nürnberg seinen 42. Doppelpack in der Bundesliga. In dieser Statistik liegt nur noch Stürmerlegende Gerd Müller (55 Doppelpacks) vor dem Polen.

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