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FC Bayern: Niko Kovac schafft die Rotation ab - kein Platz für Mats Hummels

Mit Video | Kovac knallhart: Kein Platz für Hummels
Von SID

07/12/2018 um 17:38Aktualisiert 07/12/2018 um 20:27

Niko Kovac hat beim FC Bayern Münchens vorerst die Rotation abgeschafft. Stars wie Mats Hummels oder Javi Martinez droht deshalb in den nächsten Wochen die Bank. "Rotation wird es in der Form nicht mehr geben, weil es nicht so funktioniert hat", sagte Kovac vor dem bayerisch-fränkischen Derby am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg (15:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) in aller Deutlichkeit.

Der 48-Jährige kündigte vor der brisanten Partie gegen den Club erstmals schon am Tag vorher an, dass er bei seiner ersten Elf im Gegensatz zum 2:1 in Bremen keine Wechsel plant.

Hummels und Martinez saßen gegen Werder nur auf der Bank. Hummels sei zuletzt ja auch "krank gewesen. Die Mannschaft hat es gegen Benfica und Bremen sehr gut gemacht, deshalb werde ich da auch nicht wechseln", betonte Kovac.

Video - Kovac beendet Rotation beim FCB: "Jeder muss damit klarkommen"

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Niko Kovac erklärte in der Pressekonferenz:

"Rotation wird stattfinden, aber nur dann, wenn einer verletzt oder total am Boden ist. Für die, die hinten dran stehen, ist das nicht angenehm, aber jeder muss damit klar kommen. Es ist egal, wer es ist. "

Robben-Einsatz noch offen

Auch der angeschlagene Arjen Robben, dessen Einsatz gegen den FCN offen ist, müsste sich demnach gedulden. Kingsley Coman und Thiago sind nach längeren Verletzungspausen noch nicht bei 100 Prozent. James und Corentin Tolisso fehlen weiterhin.

Er habe allen Profis zu Saisonbeginn "die nötigen Minuten gegeben", so Kovac. Nun gebe es eben Situationen, "in denen es nicht so läuft und man als Trainer umdenkt".

Im Team kommt dies offenbar an. Kovac habe "Kleinigkeiten" verändert. "Wenn er diese Einsicht zeigt, ist das kein Zeichen von Schwäche. Nur so kann er ein besserer Trainer werden", sagte Robert Lewandowski der Bild-Zeitung.

Kovac vetraut weiterhin auf Doppelsechs

Kovac dachte nicht nur in Bezug auf die Rotation um. Er änderte auch die Taktik und vertraut seit dem 5:1 gegen Benfica Lissabon einer Doppelsechs mit Joshua Kimmich und Leon Goretzka. "Wir mussten etwas verändern, weil wir gerade im Umschaltspiel anfällig waren und ausgekontert wurden", sagte er. Man werde "das beibehalten. Die Mannschaft fühlt sich damit wohl."

In dieser Form soll es auch gegen den Club keine böse Überraschung geben - wie gegen die vermeintlich Kleinen Augsburg (1:1), Freiburg (1:1) und Düsseldorf (3:3). "Wir nehmen das ernst und wollen ganz klar gewinnen", unterstrich der Bayern-Trainer.

Köllner setzt auf Lotto-Wahrscheinlichkeit

Dagegen hofft FCN-Trainer Michael Köllner beim klar favorisierten FC Bayern auf das "Perfect Game". Sein Team müsse "überragend verteidigen und einen Gegner erwischen, der sein Spiel nicht so auf den Platz bringt - und du brauchst ganz, ganz viel Spielglück", sagte Köllner.

Die Münchner und den Club würden "Galaxien" trennen. "Wir sind nicht nur Außenseiter, sondern eigentlich ohne Chance", meinte Köllner - und dennoch:

"Es spielen viele Menschen Lotto, obwohl sie wissen, dass die Chance auf einen Sechser minimal ist. Sie haben trotzdem eine Riesenfreude daran. Und genauso fahren wir nach München. Wenn wir unsere Dinge auf den Platz bringen, besteht eine minimale Chance."

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