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Lewandowski reagiert mit markigen Worten auf Hamann

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Robert Lewandowski (FC Bayern München)

Fotocredit: Getty Images

VonFlorian Bogner
10/02/2019 Am 13:12 | Update 10/02/2019 Am 21:15
@flopumuc

Didi Hamann kritisiert Robert Lewandowski - und der FC Bayern München schlägt in Person von Hasan Salihamidzic mit voller Breitseite zurück. Auch der kritisierte Mittelstürmer selbst äußert sich nach dem 3:1 gegen den FC Schalke 04 erneut über Hamann, würde das Thema am liebsten aber "wegschmeißen". Sportdirektor Salihamidzic muss derweil Präsident Uli Hoeneß widersprechen.

Uli Hoeneß kehrte nochmal um, die Frage wollte er dann doch noch beantworten.

Ob er Robert Lewandowski gegen den FC Schalke 04 auch als "super" empfunden habe, wollte ein Reporter am Samstagabend vom Präsidenten des FC Bayern München wissen.

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"Hätte er heute eine super Leistung geboten, hätte er vier Tore gemacht", sagte Hoeneß und meinte das ziemlich ernst.

Robert Lewandowski überrascht

Der Präsident hatte offenbar entschieden, dass sich andere Bayern schon genügend vor Lewandowski und gegen den Ex-Bayern-Profi und heutigen "Sky"-Experten Didi Hamann gestellt hatten. Und dass es genug der Lobhudelei für den Stürmer gewesen ist.

Lewandowski reagierte auf Eurosport-Nachfrage durchaus überrascht auf Hoeneß' Vier-Tore-Aussage. "Vier? Okay, eins vielleicht mehr. Aber wo war das dritte, das vierte?", meinte der Bayern-Mittelstürmer und erklärte: "Nach einem Pokalspiel mit 120 Minuten kann es glaube ich passieren, dass die Konzentration nicht zu hundert Prozent da ist."

Beschweren konnte man sich über Lewandowskis Auftritt, der in Abwesenheit von Manuel Neuer (verletzt), Thomas Müller und Franck Ribéry (beide Bank) die Kapitänsbinde trug, schließlich nicht: Das 1:0 durch das Eigentor von Jeffrey Bruma (11.) hatte er mitverursacht, das 3:1 von Serge Gnabry vorbereitet (57.). Das 2:1 (27.) hatte er selbst erzielt - sein 100. Heim-Tor für den FC Bayern.

Lewandowski über Hamann: "Dumme Sachen, einfach wegschmeißen"

"Oooh! Mi Capitano", sagte Thiago mit leicht gespielter Ehrfurcht, als er in der Mixed Zone hinter Lewandowski und der Reporterschar vorbei huschte.

Auf Didi Hamann, der am Samstag seine Kritik an Lewandowski nochmal bestätigt hatte ("Ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass er nicht derselbe Spieler war in den letzten zwölf, achtzehn Monaten wie vorher"), war der Angreifer indes nicht so gut zu sprechen.

"Ich habe das nicht gehört und es interessiert mich auch nicht", sagte er:

Diese dummen Sachen musst du einfach wegschmeißen. Ich kenne seine Geschichte. Aber was soll ich über ihn sagen? Lieber nichts ...

Hasan Salihamidzic stellt sich vor Lewandowski

Anders als Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ("Hamann ist mir keinen Satz wert!") hatte sich da schon Hasan Salihamidzic im Interview mit "Sky" leidenschaftlich vor Lewandowski geworfen.

"Ich kann nicht verstehen, dass Didi Hamann ihn kritisiert. Das, was er macht, ist einfach eine Kampagne gegen ihn", fauchte der Sportdirektor und meinte:

Ich glaube nicht, dass Robert Lewandowski ein Problem für Bayern ist, sondern Didi Hamann ein Problem für 'Sky'. Da muss 'Sky' mal drüber nachdenken.

Am Sonntagabend setzte sich Hamann wiederum zur Wehr. "Mir eine Kampagne zu unterstellen, ist natürlich nicht zu akzeptieren", sagte der Ex-Bayern-Profi und forderte, die Diskussion müsse "schon auf einem gewissen Niveau stattfinden".

Salihamidzic widerspricht Hoeneß

Hamann hatte Lewandowski nach der 1:3-Pleite bei Bayer Leverkusen scharf kritisiert. "Ich glaube, dass Lewandowski zum Problem für Bayern München wird. Seine Theatralik, sein Abwinken, sein zum Teil lustloses Verhalten auf dem Platz. Ich glaube, es ist offensichtlich, dass er ein Einzelgänger ist", hatte Hamann eine Woche zuvor gesagt.

Nachdem Lewandowski das unter der Woche schon als "absolut dämlich" abgetan hatte, schlug der FC Bayern nun in Person von Salihamidzic brachial zurück.

Nach seinem "Sky"-Interview stellte sich Salihamidzic in der Mixed Zone nochmals demonstrativ hinter Lewandowski - und gegen Hamann:

Ich muss Robert Lewandowski heute aus unserer guten Mannschaft hervorheben, weil er ein Leader ist und vorneweg geht. Er ist unser Top-Scorer, einer der besten Stürmer der Welt. Und wenn ihn einer wie Didi Hamann kritisiert, kann man das nicht so stehen lassen. Der Spieler bringt Woche für Woche überragende Leistungen. Deswegen ist das ahnungslos.

In punkto super Leistung müsse er deshalb auch "Uli Hoeneß widersprechen", wenngleich Lewandowski auch laut Salihamidzic mehr Tore hätte erzielen können. Aber das kann er ja dann gegen Hamanns anderen Ex-Klub FC Liverpool nachholen.

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