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Hoeneß über Ribéry: "Hätte Steak an die Wand klatschen sollen"

Hoeneß über Ribéry: "Hätte Steak an die Wand klatschen sollen"

17/05/2019 um 09:41Aktualisiert 17/05/2019 um 09:52

Wenige Tage vor dem entscheidenden Spiel um die Meisterschaft gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga äußerte sich Uli Hoeneß auf einer Podiumsdiskussion in Bonn zur Goldsteak-Affäre um Franck Ribéry, die im Januar für Aufsehen gesorgt hatte. Zudem sprach der Präsident des FC Bayern München über die immer höher werdenden Ablösesummen im Fußball und die Bayern-Reisen nach China und Katar.

"Ich habe mir die Geschichte genau angehört, das waren Fake-News", sagte Hoeneß zu dem Besuch von Ribéry im Januar in einem Nobelrestaurant in Dubai, bei dem der Franzose ein vergoldetes Steak serviert bekommen hatte. Der 36-Jährige sei "missbraucht" worden:

"Der einzige Fehler war, dass er das Steak nicht an die Wand geklatscht hat. Er hat das Steak nicht mal gegessen. Er hätte es an die Wand klatschen sollen und alles wäre gut gewesen."

Der Vorfall, der in den sozialen Netzwerken unter dem Namen "Goldsteak-Affäre" bekannt wurde, hatte für einen regelrechten Shitstorm gesorgt. Ribéry hatte seinerseits mit teils wüsten Beschimpfungen auf die Kritik reagiert, wofür er vom Verein eine hohe Geldstrafe kassiert hatte.

Hoeneß: "Jeder Furz wird registriert"

Die Profis von heute täten Hoeneß leid: "Sie sind vollkommen überfordert damit, wie über sie gerichtet wird. Jeder Furz wird registriert. Unsere Zeit der Unbekümmertheit war schön", so der 67-Jährige weiter. Früher sei er mit der Mannschaft noch unter Trainer Udo Lattek aufs Oktoberfest gegangen und hätte dort zwölf Stunden verweilt:

"Die Hälfte war betrunken. Es ging, bis irgendwann einer hintenrunter gekotzt hat. Was meinen Sie, was da heute los wäre?"

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Angesprochen auf mögliche Transfers des FC Bayern zeigte sich Hoeneß weniger angriffslustig als zuletzt:

"Ich möchte keinen Spieler für 80 bis 100 Millionen kaufen. Aber wenn Du einen Weltklasse-Spieler brauchst, musst Du hin und wieder Dinge machen... Wir zahlen das vom Festgeldkonto, da fällt die Entscheidung leichter."

Hoeneß weicht Frage nach Kovac aus

Auch das Trainingslager in Katar und Testspiele in China verteidigte Hoeneß:

"Wir fliegen nach China und Katar, damit der Fan für acht Euro ins Stadion kann. Sonst geht das nicht mehr!"

Als es um Jürgen Klopp und damit auch indirekt um Niko Kovac ging, verhielt sich der Bayern-Präsident diplomatisch geschickt. Auf die Frage, ob er der Einzige wäre, der Jürgen Klopp zurück nach Deutschland holen könnte, antwortete Hoeneß:

"Ich glaube, angesichts der Diskussionen in München sag ich besser nichts dazu jetzt. "
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