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Mbappé zu Bayern? Das sagt Uli Hoeneß

Mbappé zu Bayern? Das sagt Uli Hoeneß

16/04/2019 um 11:05Aktualisiert 16/04/2019 um 12:42

Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain hat mit Uli Hoeneß einen weiteren berühmten Fan. Der Bayern-Präsident schwärmte im Interview mit der "DPA" vom 20-jährigen Supertalent: "Mbappé würde ich sofort kaufen. Der Spieler ist toll." Doch aus Münchner Sicht gebe es auch ein Problem. "Dafür fehlt uns das nötige Geld", stellte Hoeneß klar. Mindestens 200 Millionen Euro dürfte Mbappé mittlerweile kosten.

Schon bei seinem Wechsel zu PSG hatten die Franzosen 180 Millionen Euro für Mbappé auf den Tisch legen müssen.

Die Grenze von 100 Millionen Euro will Hoeneß aber auch weiterhin erst mal nicht überschreiten. "Dieses Jahr sicherlich nicht. Und ich muss zugeben, auch 80 Millionen hätte ich mir vor zehn Jahren nicht vorstellen können", meinte der 67-Jährige im Bezug auf den Transfer von Lucas Hernández zum FC Bayern.

Für Mbappés Nationalmannschaftskollegen hatten die Münchner ihren eigenen Ablöserekord pulverisiert und 80 Millionen Euro an Atlético Madrid überwiesen.

Hoeneß versteht Kritik nicht

Den Aufschrei vieler Fußballfans in Deutschland wegen dieses Wechsels kann Hoeneß unterdessen überhaupt nicht nachvollziehen. Der Bayern-Boss meinte dazu:

"Vor kurzem hieß es noch, mit seiner vorsichtigen Transferpolitik habe der FC Bayern keine Chance mehr, in die Phalanx der englischen und spanischen Topklubs sowie von Paris Saint-Germain einzudringen. Jetzt liefern wir, und die Leute schreien: Wie kann man für einen Spieler 80 Millionen ausgeben?"

Solche Ablösesummen seien auch durch den Einfluss ausländischer Investoren entstanden. "Oligarchen, amerikanische Hedgefonds und sogar ganze Staaten wie Abu Dhabi und Katar" seien ins Fußballgeschäft eingestiegen und hätten die Preise in die Höhe getrieben, so Hoeneß.

Auch zu möglichen Veränderungen in der Führungsriege des FC Bayern äußerte sich der 67-Jährige. Dabei wurde zuletzt immer wieder der Name Oliver Kahn genannt. Der Bayern-Präsident meinte dazu: "Wir sind in sehr konkreten Gesprächen mit Oliver. Wir sind aber nicht unter Zeitdruck, weil Karl-Heinz (Rummenigge, d. Red.) seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender bis Ende 2021 verlängert hat."

Hoeneß über Zukunft und Probejahr für Kahn

Zudem lobte Hoeneß die Entwicklung des ehemaligen Bayern-Spielers nach dessen Karriereende in den höchsten Tönen:

"Mir gefällt Olivers Entwicklung nach der Spieler-Karriere. Er hat sich als Experte im Fernsehen fantastisch entwickelt, ein Fernstudium in Betriebswirtschaft gemacht und eine Firma gegründet. Wir haben hier jemanden, der den Fußball als Torwart auf allerhöchstem Niveau erlebt hat und zugleich in der Lage ist, im wirtschaftlichen Bereich seinen Mann zu stehen. Das reizt uns so."

Ab Januar 2020 soll für den 49-Jährigen laut Hoeneß das Probejahr bei den Münchnern beginnen.

Thema war auch Hoeneß' eigene Zukunft beim FC Bayern. Im November läuft seine aktuelle Amtszeit als Präsident aus. Über den Sommer will sich der Bayern-Boss nun Gedanken machen. "Ich werde mich nach der Saison in aller Ruhe mit meiner Familie zusammensetzen und bis Ende Juni entscheiden, ob ich noch einmal antrete oder nicht. Diesen Fahrplan kennen alle im Verein", erklärte der 67-Jährige.

Durch den Umbruch im Klub sei gerade viel zu tun, er sei aber auch total entspannt und meinte: "Man darf sich nicht einbilden, dass man unersetzlich ist. Jeder ist ersetzbar. Der eine mehr, der andere weniger. "

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