Getty Images

FC Bayern | Wüste Pfiffe gegen Hoeneß: Bayern-Mitglied zofft sich mit Präsident

Mit Video | Wegen Breitner: Fan-Zoff und Pfiffe für Hoeneß

01/12/2018 um 09:22Aktualisiert 01/12/2018 um 19:05

Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München ist es nach dem offiziellen Teil zu Zoff zwischen Präsident Uli Hoeneß und Fans gekommen. Der Präsident wurde als "Feigling" und "Lügner" bezeichnet, mit einem Mitglied lieferte er sich einen Dialog, in dessen Verlauf es wüste Pfiffe gegen Hoeneß hagelte. Später zeigte sich der 66-Jährige vom Vorfall "sehr" betroffen.

Zum Schluss, bei den Wortmeldungen aus dem Plenum, schlug die Stimmung plötzlich um.

Die Kausalkette: Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic kritisierten die Kritiker bei der legendären Oktober-Pressekonferenz. Paul Breitner kritisierte daraufhin Hoeneß für die Kritik an den Kritikern. Und ein Fan kritisierte Hoeneß nun dafür, Bayern-Legende Breitner ob seiner Kritik von der Ehrentribüne der Allianz Arena zu verbannen. Ganz schön kompliziert.

Hoeneß: "Lehne Diskussion auf diesem Niveau ab"

Bayern-Mitglied Johannes Bachmayr monierte:

"Das ist nicht ihr Stadion, der Verein ist nicht ihr Eigentum! Ein Ehrenspielführer ist nicht zu verbannen. Paul Breitner hat ausgesprochen, was sich viele dachten - und das muss man dann auch mal aushalten. Das ist Artikel fünf, Grundgesetz, Meinungsfreiheit."

Video - Hier nagelt ein Bayern-Fan gegen Hoeneß: "Der Verein ist nicht Ihr Eigentum!"

01:22

Zudem zeterte Bachmayr über Sponsorendeals in Katar, Sportdirektor Salihamidzic, Vetternwirtschaft im Verein oder Beleidigungen gegen Ex-Bayern-Profis. Hoeneß antwortete:

"Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben. Da waren so viele Unwahrheiten dabei, da bräuchten wir jetzt drei Stunden. Ich lehne eine Diskussion auf diesem Niveau total ab."

An dieser Stelle hagelte es wüste Pfiffe gegen den 66-Jährigen, der als "Feigling" und "Lügner" beschimpft wurde. Später äußerte er sich im Gespräch mit Journalisten - wenigstens ein bisschen.

Hoeneß: "Ich habe mit Breitner gebrochen"

"Darüber muss ich erstmal richtig nachdenken. Ich habe ja versprochen, dass ich sachliche Dinge sage in Zukunft. In meiner Zeit vor dem heutigen Tag hätte ich vielleicht das ein oder andere gesagt, was ich vielleicht morgen bedauert hätte. Deshalb ist es besser, dass ich zu diesen Vorkommnissen, wie sie hier teilweise passiert sind, erstmal eine Nacht schlafe. "

Zum Thema Breitner wolle Hoeneß "nichts mehr sagen", denn:

"Ich habe mit Paul Breitner gebrochen, als ich aus dem Gefängnis kam - und das war's für mich."

Allerdings dementierte Hoeneß die kolportierte Geschichte, wonach nicht er, sondern Bayerns Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen an Breitner herangetreten sei, um ihn darüber zu informieren, dass er unerwünscht sei im Stadion.

"Wir haben in Athen im Auto gesessen und das besprochen", berichtete Hoeneß. "Ich habe angeboten, den Paul anzurufen, und dann hat Dreesen gesagt: Nein, das mache ich. So war das." Ob's die Sache viel besser macht?

Video - Best of Hoeneß: Die wichtigsten Aussagen des Bayern-Präsidenten

04:31
0
0