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Mit Video | Wegen Breitner: Fan-Zoff und Pfiffe für Hoeneß

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Uli Hoeneß (FC Bayern München)

Fotocredit: Getty Images

VonDaniel Rathjen | Johannes Mittermeier
01/12/2018 Am 08:22 | Update 01/12/2018 Am 18:05

Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München ist es nach dem offiziellen Teil zu Zoff zwischen Präsident Uli Hoeneß und Fans gekommen. Der Präsident wurde als "Feigling" und "Lügner" bezeichnet, mit einem Mitglied lieferte er sich einen Dialog, in dessen Verlauf es wüste Pfiffe gegen Hoeneß hagelte. Später zeigte sich der 66-Jährige vom Vorfall "sehr" betroffen.

  • Die Jahreshauptversammlung zum Nachlesen

Uli Hoeneß bekam Applaus von den Fans des FC Bayern, seine 27-minütige Rede auf der Jahreshauptversammlung war nicht zu devot und nicht zu garstig. Ein guter Mix.

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Zum Schluss, bei den Wortmeldungen aus dem Plenum, schlug die Stimmung plötzlich um.

Die Kausalkette: Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic kritisierten die Kritiker bei der legendären Oktober-Pressekonferenz. Paul Breitner kritisierte daraufhin Hoeneß für die Kritik an den Kritikern. Und ein Fan kritisierte Hoeneß nun dafür, Bayern-Legende Breitner ob seiner Kritik von der Ehrentribüne der Allianz Arena zu verbannen. Ganz schön kompliziert.

Hoeneß: "Lehne Diskussion auf diesem Niveau ab"

Bayern-Mitglied Johannes Bachmayr monierte:

Das ist nicht ihr Stadion, der Verein ist nicht ihr Eigentum! Ein Ehrenspielführer ist nicht zu verbannen. Paul Breitner hat ausgesprochen, was sich viele dachten - und das muss man dann auch mal aushalten. Das ist Artikel fünf, Grundgesetz, Meinungsfreiheit.

Zudem zeterte Bachmayr über Sponsorendeals in Katar, Sportdirektor Salihamidzic, Vetternwirtschaft im Verein oder Beleidigungen gegen Ex-Bayern-Profis. Hoeneß antwortete:

Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben. Da waren so viele Unwahrheiten dabei, da bräuchten wir jetzt drei Stunden. Ich lehne eine Diskussion auf diesem Niveau total ab.

An dieser Stelle hagelte es wüste Pfiffe gegen den 66-Jährigen, der als "Feigling" und "Lügner" beschimpft wurde. Später äußerte er sich im Gespräch mit Journalisten - wenigstens ein bisschen.

Hoeneß: "Ich habe mit Breitner gebrochen"

"Sehr" würde ihn so etwas schmerzen, gestand Hoeneß, er sah "Ansätze, wie ich mir den FC Bayern nicht vorstelle". Angesichts seiner Maxime, die Wortwahl zügeln zu wollen, blieb's bei Andeutungen:

Darüber muss ich erstmal richtig nachdenken. Ich habe ja versprochen, dass ich sachliche Dinge sage in Zukunft. In meiner Zeit vor dem heutigen Tag hätte ich vielleicht das ein oder andere gesagt, was ich vielleicht morgen bedauert hätte. Deshalb ist es besser, dass ich zu diesen Vorkommnissen, wie sie hier teilweise passiert sind, erstmal eine Nacht schlafe.

Zum Thema Breitner wolle Hoeneß "nichts mehr sagen", denn:

Ich habe mit Paul Breitner gebrochen, als ich aus dem Gefängnis kam - und das war's für mich.

Allerdings dementierte Hoeneß die kolportierte Geschichte, wonach nicht er, sondern Bayerns Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen an Breitner herangetreten sei, um ihn darüber zu informieren, dass er unerwünscht sei im Stadion.

"Wir haben in Athen im Auto gesessen und das besprochen", berichtete Hoeneß. "Ich habe angeboten, den Paul anzurufen, und dann hat Dreesen gesagt: Nein, das mache ich. So war das." Ob's die Sache viel besser macht?

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