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Drei Dinge, die auffielen: Coman zeigt erneut seine Durchschlagskraft

Drei Dinge, die auffielen: Coman zeigt erneut seine Durchschlagskraft

14/04/2019 um 21:34Aktualisiert 14/04/2019 um 23:28

Kingsley Coman zeigt drei Tage nach seinem Trainingskonflikt mit Robert Lewandowski erneut seine Durchschlagskraft. Beim 4:1 (2:0) bei Fortuna Düsseldorf lässt der FC Bayern München jedenfalls nichts anbrennen und besiegt damit auch ein die Dämonen der Hinrunde. Niko Kovac scheint derweil seine Top-Elf gefunden zu haben - wenn nur diese lästigen Verletzungen nicht wären. Drei Dinge, die auffielen.

Aus Düsseldorf berichtet Andreas Morbach

1. Doppelter Coman

Für Salihamidzics entspannte Haltung hatte Coman selbst gesorgt, mit zahlreichen schnellen Antritten, vielen guten Aktionen – und seinen zwei Toren vor der Pause (15./41.), bei denen er den Ball zuvor jeweils selbst eroberte.

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Coman war zudem erneut der zweikampffleißigste Spieler auf dem Platz (22 Duelle), zeigte vier erfolgreiche Dribblings, schoss viermal aufs Tor und brachte zwei Flanken an.

"Genau das erwarten wir von ihm. Er musste so viele Rückschläge einstecken, jetzt wird er fitter und fitter – ein richtig guter Junge", schwärmte Sportchef Salihamidzic, der sich zudem sicher ist:

"Er kann noch viel mehr."

2. Schreckgespenst verscheucht

Das blamable 3:3 im Hinspiel gegen den Aufsteiger aus dem Rheinland hatte Niklas Süle nicht vergessen. "Es ist schwer in Düsseldorf, und mit denen haben wir ja auch unsere Erfahrung", freute sich Bayerns Innenverteidiger über das verscheuchte Schreckgespenst aus dem vergangenen Herbst.

In Düsseldorf hatte die Fortuna im Dezember auch 2:1 gegen Borussia Dortmund gewonnen und in den vergangenen 14 Spielen sogar mehr Punkte als der BVB geholt - Bayern war also gewarnt.

Der konterstarke Neuling konnte seine Stärke diesmal nicht ausspielen, weil die Gäste von der ersten Sekunde an gerade in der Defensive hellwach waren und mit dem Spanier Javi Martínez einmal mehr einen hochfunktionalen Staubsauger vor der Abwehr vorweisen konnten.

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Dem Team von Friedhelm Funkel ermöglichten sie vor der Pause so nur eine Halbchance durch Dawid Kownacki. "Wir sind das Spiel", lobte Trainer Niko Kovac entsprechend, "sehr seriös angegangen."

Die Fortuna brachte insgesamt nur zwei Torschüsse aufs Tor, Dodi Lukebakio konnte sich diesmal nur mit einem fragwürdigen Elfmeter zum 1:3 in die Torschützenliste eintragen (89.).

3. Startelf gefunden

Jérôme Boateng, der keine Minute gespielt hatte, zuckelte mit seinem Rollkoffer als Erster davon. Wenig später folgte, betont in sein Handy vertieft, der Kolumbianer James, der immerhin in den letzten zehn Minuten mitmachen durfte.

Leon Goretzka, eine weitere Ex-Stammkraft, kam als Einwechselspieler sogar auf 20 Minuten, traf in der Nachspielzeit zudem zum 4:1-Endstand.

Das Trio musste sich dem Münchner 5:0-Glanzstück aus der Vorwoche gegen Dortmund beugen – als die Bayern erstmals in dieser Runde in einer Konstellation aufliefen, die genauso nun auch in Düsseldorf weitermachen durfte.

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"In der ganzen Saison hatten wir bislang keine richtige erste Mannschaft. Jetzt lag es daran, dass wir es gegen Dortmund mit diesem Team bombastisch gemacht haben", sagte Süle, ahnte aber zugleich: "Für die nächste Woche heißt das nichts."

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