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Super-Duo Reus und Sancho gibt dem BVB den "Push"

Super-Duo Reus und Sancho gibt dem BVB den "Push"

17/03/2019 um 00:06Aktualisiert 17/03/2019 um 00:44

Borussia Dortmund hat bei Hertha BSC einen wichtigen Dreier im Meisterschaftskampf eingefahren. Die entscheidenden Akteure aus BVB-Sicht waren wie so oft in dieser Saison Jadon Sancho und Marco Reus. Ein Duo, das an goldene "Götzeus"-Zeiten erinnert und dieses vielleicht sogar übertrumpft. Die schlichten Zahlen sprechen jedenfalls für sich.

Eigentlich logisch, dass der Dortmunder Siegtreffer in der Nachspielzeit das Resultat einer Ko-Produktion von Shootingstar Jadon Sancho und Marco Reus entsprang. Der Engländer chippte den Ball in der linken Strafraumhälfte technisch anspruchsvoll mit dem rechten Außenrist an den Elfmeterpunkt, wo Reus nicht minder anspruchsvoll mit einem Kontakt vollendete (92.+2).

"Das ist eben die Qualität, die Marco (Reus, Anm. d. Red.) hat. Aber auch, dass Jadon (Sancho, Anm. d. Red.) ihn da sieht und den Pass genau timt, ist überragend", schwärmte Sportdirektor Michael Zorc im "ZDF".

Sancho auf Götzes Spuren

Es war bereits die zwölfte Torvorlage für den 18-Jährigen. Topwert am 26. Spieltag für einen Spieler seiner Altersklasse seit Beginn der detaillierten Datenerfassung. Bisher gehörte dieser dem 18-jährigen Mario Götze, der in der Saison 2010/2011 - ebenfalls für den BVB - zum gleichen Zeitpunkt elf Tore aufgelegt hatte.

Für Reus war es sein 15. Saisontreffer. Nur einmal hatte er in seiner Zeit beim BVB am Saisonende mehr Tore auf dem Konto (2013/2014; 16 Saisontreffer). Zu Reus' Anfangszeit in Dortmund trat vornehmlich Kumpel Götze als Vorlagengeber in Erscheinung. Die Presse feierte das aufstrebende Traum-Duo unter dem Namen "Götzeus". Nun wird ein Name für die kombination aus Sancho und Reus gesucht.

  • "Sancheus"?
  • "Reucho"?

Nicht immer leichtfüßig

In Berlin war die Leichtfüßigkeit der beiden Nationalspieler über weite Strecken nicht zu sehen. Stockfehler, Fehlpässe und Missverständnisse prägten das Spiel, bei dem beide Teams ohne kompaktes Mittelfeld auftraten und so ein beidseitiges Offensivfeuerwerk provozierten. "Der Platz war echt schwer zu bespielen, weil er sehr seifig und rutschig war", erklärte sich Kapitän Reus. Zudem sei Dortmund aktuell in einer Phase, in der es "nicht so leichtfüßig geht wie in der Hinrunde".

Marco Reus und Jadon Sancho vom BVB

Marco Reus und Jadon Sancho vom BVBGetty Images

Man müsse sich Torchancen, auch gegen vermeintlich schwächere Teams, "sehr, sehr hart" erarbeiten und verliere dadurch "oft die Kraft" für den Schlussspurt, so Reus weiter.

Anders als in der Hinrunde hatte der BVB zuletzt nach mittelmäßigen Leistungen wie beispielsweise in Augsburg (1:2) oder Nürnberg (0:0) den unbedingten Siegeswillen vermissen lassen. Vor allem im Endspurt fehlte der Borussia regelmäßig der Sprit. Neun Punkte Vorsprung auf den FC Bayern verspielte das Team von Trainer Lucien Favre seit dem 15. Spieltag.

BVB: Die Rückkehr des Bayern-Dusels

In Berlin kehrte jedoch genau diese Konsequenz in der Schlussphase zurück. Die komplette zweite Halbzeit drückte die Borussia auf den Siegtreffer, ließ zunächst beste Chancen aus (Christian Pulisic, Achraf Hakimi, Jacob-Bruun Larsen). Am Ende siegte der unbändige Wille - in Person von Reus und Sancho.

Kapitän Reus trieb seine Mannschaft noch in der Nachspielzeit unermüdlich an. Wild gestikulierend forderte er noch kurz vor dem Siegtreffer seine Mitspieler auf, die Räume auf den offensiven Flügeln zu besetzen. Sancho leistete Folge, setzte immer wieder zum Sprint bzw. Dribbling an - welches letztlich zum Sieg führte.

Jadon Sancho in der Elf der Woche zum 26. Spieltag

Jadon Sancho in der Elf der Woche zum 26. SpieltagGetty Images

"So ein Sieg in der 92. Minute gibt der Mannschaft einen unheimlichen Push", freute sich Reus, gab aber zugleich zu bedenken:

"Natürlich hat man heute auch gesehen, dass wir noch enorm viel zu verbessern haben."

Wenn das Spiel in Berlin definitiv offenbart hat: Dortmunds wichtigster Neuzugang ist nach zwischenzeitlicher Verschnaufpause wieder in Topform. Der Bayern-Dusel ist im Sommer zum BVB gewechselt.

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