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Hertha BSC - Schalke 04: Brutales Foul an Alessandro Schöpf von Karim Rekik

Aufreger in Berlin: Nur Gelb für brutales Foul an Schöpf
Von Eurosport

25/01/2019 um 23:54Aktualisiert 26/01/2019 um 11:03

Schock in der 13. Minute im Freitagsspiel am 19. Spieltag der Bundesliga zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke 04 (2:2). Berlins Karim Rekik trifft Schalkes Alessandro Schöpf in einem Zweikampf mit ausgestrecktem Bein am Sprunggelenk. Rote Karte? Offenbar nicht für Felix Brych, der Rekik mit Gelb davonkommen lässt. Auch der VAR griff nicht ein. Eine klare Fehlentscheidung.

Domenico Tedesco fühlte an der Seitenlinie förmlich mit seinem Schützling mit und verzog das Gesicht.

Doch wie war es überhaupt zu der brutalen Szene gekommen?

Rekik nutze einen Abstimmungsfehler zwischen Schöpf und Daniel Caligiuri zum Ballgewinn, ließ den Ball jedoch etwas zu weit nach vorne prallen. Mit ausgestrecktem Bein versuchte der Berliner, den Ball wieder unter Kontrolle zu bringen - ohne dabei auf den heransprintenden Schöpf zu achten.

Mit offener Sohle traf er den Schalker voll seitlich am Schienbein, so dass sich Schöpfs Unterschenkel gefährlich durchbog. Keine Absicht - aber überhartes Spiel.

Karim Rekik trifft Alessandro Schöpf mit offener Sohle

Karim Rekik trifft Alessandro Schöpf mit offener SohleEurosport

Schöpf wälzte sich danach minutenlang am Boden und musste behandelt werden. Dennoch entschied Schiedsrichter Dr. Felix Brych nur auf die Gelbe Karte. Eine klare Fehlentscheidung.

Schöpf konnte zwar nach einigen Minuten weitermachen, musste jedoch in der 27. Minute den Schmerzen Tribut zollen und wurde ausgewechselt. Zu allem Überfluss verlor Schalke auch noch Benjamin Stambouli (Verdacht auf Jochbeinfraktur).

Rekik foult Schöpf hart

Rekik foult Schöpf hartEurosport

"Wenn sie nach 30 Minuten zweimal verletzungsbedingt wechseln müssen - und schauen Sie sich mal das Foul an Alessandro Schöpf an, da ist es dann nur logisch, dass ich nicht mehr ganz so rege bin", sagte Trainer Domenico Tedesco nach der Partie bei Eurosport zu seiner Reaktion während des Spiels.

Bis zum 31. Januar muss S04-Manger Christian Heidel, der wegen seiner durchwachsenen Transferbilanz unter Beobachtung steht, zwei bis drei Deals einfädeln. Dass sich neben Stambouli und Schöpf auch Steven Skrzybski (Oberschenkel) verletzten, dürfte Heidels Verhandlungsposition mit Spielern und Vereinen nicht gerade stärken.

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