Getty Images

Hoffenheim-Leihgabe Zuber verdirbt seinem Klub die Party

Hoffenheim-Leihgabe Zuber verdirbt seinem Klub die Party

16/03/2019 um 17:23Aktualisiert 16/03/2019 um 17:44

Der VfB Stuttgart hat sich im Abstiegskampf der Bundesliga mit einem 1:1 (0:1) einen Punkt gegen die TSG 1899 Hoffenheim gesichert. Zum Ausgleich traf in der 66. Minute ausgerechnet Steven Zuber, der vom VfB im Winter von Hoffenheim ausgeliehen wurde. Zuvor hatte Andrej Kramaric (42.) zur Führung der Gäste, die das Spiel eigentlich über weite Teile der Partie im Griff hatten, getroffen.

So lief das Spiel:

Im Gegensatz zum Hoffenheimer 4:0-Kantersieg im Hinspiel verliefen die ersten 45 Minuten im Rückspiel ausgeglichen.

Sowohl der VfB Stuttgart als auch die Mannschaft von Julian Nagelsmann waren gewillt, ihr Glück in der Offensive zu suchen, so dass sich ein munteres Derby entwickelte.

Andrej Kramaric verpasste die erste große Chance für die Gäste, als er Ron-Robert Ziele rumkurvte, dann aber an Marc-Oliver Kempf scheiterte, der auf der Torlinie rettete (14.).

Auf Seiten der Elf von Markus Weinzierl hatte Rechtsverteidiger Andreas Beck den Führungstreffer auf dem Fuß, als er eine Flanke von Emiliano Insua mit links volley abnahm, dabei aber nur den Innenpfosten traf (37.).

Besser machte es Kramaric bei seiner zweiten Gelegenheit. Ishak Belfodil dribbelte sich mit Tempo in den Strafraum, verlor dann zwar die Übersicht, passte den Ball aber dennoch etwas unfreiwillig auf den Kroaten, der sich die Chance nicht entgehen ließ und zum 0:1-Pausenstand einschob (42.) und damit zum Hoffenheimer Rekordschützen avancierte.

Nach dem Seitenwechsel hatte Pavel Kaderabek die ganz große Möglichkeit, auf 0:2 zu erhöhen, doch der Kopfball des Tschechen nach einem Eckball landete aus vier Metern lediglich am linken Pfosten.

Auch im Nachgang vergab Hoffenheim im Ansatz beste Möglichkeiten und baute so den VfB Stuttgart wieder auf.

Ausgerechnet die TSG-Leihgabe Steven Zuber stand dann goldrichtig, als Beck von rechts einen Abnehmer suchte. So hatte der Schweizer keine Probleme, zum 1:1-Endstand einzuschieben.

Der Punkt ist für beide Seiten tabellarisch sicherlich etwas zu wenig, doch gerade der VfB kann als moralischer Sieger Selbstvertrauen mit in den Abstiegskampf nehmen.

Die Stimmen:

Andreas Beck (VfB Stuttgart): "Das war ein ganz schweres Spiel. Hoffenheim ist mit die spielstärkste Mannschaft der Liga. Da braucht man einen Plan und den hatten wir. Ich denke, dass wir griffig waren und unter dem Strich war es ein verdientes Unentschieden."

Steven Zuber (VfB Stuttgart): "Das war ein ganz schweres Spiel. Die Luftveränderung hat mir schon gut getan, obwohl die Luft in Stuttgart ja nicht so gut sein soll. Ich habe aber weiterhin höchsten Respekt vor den Spielern und Fans in Hoffenheim, doch mein Team ist nun der VfB und da gebe ich natürlich alles."

Tweet zum Spiel:

Julian Nagelsmann bleibt der Meister der Rotation. Saisonübergreifend gab es in Hoffenheim ein Jahr lang in der Bundesliga nicht zweimal in Folge die gleiche Startformation.

Das fiel auf: Leihgabe Zuber überragt

Ausgerechnet die Hoffenheimer Leihgabe Steven Zuber spielte gegen seine alten Kollegen ganz groß auf, lief viele Lücken zu, riss seine Teamkameraden mit und brachte als Krönung den VfB Stuttgart mit dem 1:1 zurück ins Spiel. Julian Nagelsmann hätte sich einen solchen Auftritt in der Hinrunde sicherlich des Öfteren von dem Schweizer gewünscht.

Die Statistik: 19

Auch das 19. Derby in Folge endete nicht torlos. Das einzige 0:0 gab es direkt im ersten Bundesligaduell beider Klubs im September 2008.

Video - 5 Transfergerüchte des Tages: Real baggert an Fekir

01:12
0
0