Opinion
Fußball
Bundesliga

Kommunikation nach Elfer-Eklat: Der DFB gibt ein schlechtes Bild ab

Teilen mit
Kopieren
Diesen Artikel teilen

Gebre Selassie bringt Kingsley Coman zu Fall

Fotocredit: Getty Images

VonMarc Hlusiak
26/04/2019 Am 16:49 | Update 26/04/2019 Am 18:46
@mhlus

Schiedsrichter Daniel Siebert entschied durch seine Elfmeter-Entscheidung in der Schlussphase das Pokal-Halbfinale zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München. Ein umstrittener Pfiff, der auch noch zwei Tage später hohe Wellen in der Öffentlichkeit schlägt. Mit Schuld daran ist auch der DFB, der in Sachen Kommunikation einmal mehr ein ganz schlechtes Bild abgibt. Ein Kommentar.

Ganz Deutschland diskutiert über diese Szene: Theodor Gebre Selassie legt im Strafraum Hand an Bayerns Kingsley Coman an, schiebt ihn mutmaßlich an der Hüfte. Der Franzose geht zu Boden. Das Gefühl sagt: kein Elfmeter - Kontakt war aber da. Eine klare Fehlentscheidung sieht deshalb anders aus.

Einen Tag nach dem Spiel benennt der DFB den Elfer-Pfiff von Daniel Siebert in einem öffentlichen Statement jedoch genau so und stellt das Schiedsrichtergespann damit vollends an den Pranger. Warum steht der DFB öffentlich nicht hinter seinem Schiedsrichter?

Bundesliga

"Ein Dämpfer, aber kein K.o.-Schlag!" Werder bleibt trotz bitterer Pleite cool

VOR 28 MINUTEN

Autorität wurde genommen

Völlig unverständlich, denn schließlich räumte der Chef der Videoschiedsrichter, Dr. Jochen Drees, in eben dieser Stellungnahme ein, dass es neben Aspekten, "die auf fachlicher Ebene gegen einen Strafstoß sprechen", auch einen Aspekt gibt, "der für einen strafstoßwürdiges Vergehen spricht".

So schützt man seinen Schiedsrichter nicht, so macht man ihn klein und nimmt ihm jede Autorität.

Auch die Entscheidung, Robert Kampka als vierten Offiziellen der anstehen Bundesligapartie zwischen Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen abzuziehen, wirkt alles andere als glücklich. Er war am Mittwoch bei Bremen gegen Bayern Videoassistent.

Wirkung wie eine Bestrafung

Klar, der DFB will den Schiedsrichter vor den Anfeindungen der Bremer Anhänger schützen. In der Öffentlichkeit wird aber vor allem die öffentliche Zurechtweisung der Schiris aufgrund eines folgeschweren Fehlers hängenbleiben. Sie wirkt wie eine Bestrafung. Der Ruf aller involvierten Schiedsrichter - inklusive Kampka - wird so noch weiter beschädigt.

Wie so häufig in der Vergangenheit gibt der deutsche Fußballbund in Sachen Kommunikation ein schlechtes Bild ab.

Bundesliga

Pizarros Karriereende steht bevor: Leiser Abschied einer Legende?

VOR 9 STUNDEN
Bundesliga

Frankfurts Marschroute gegen Bremen: "Verlieren verboten"

GESTERN AM 15:42
Ähnliche Themen
FußballBundesligaSV Werder Bremen
Teilen mit
Kopieren
Diesen Artikel teilen

Letzte News

Bundesliga

"Ein Dämpfer, aber kein K.o.-Schlag!" Werder bleibt trotz bitterer Pleite cool

VOR 28 MINUTEN

Letzte Videos

Bundesliga

Mexiko-Juwel als Haaland-Ersatz? Diesen Nachwuchsstar jagt der BVB angeblich

00:01:41

Meistgelesen

Tennis

Federer bringt Fans mit Geniestreich gegen Djokovic zum Toben

VOR 16 STUNDEN
Mehr anzeigen