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Mats Hummels von Niko Kovac rasiert - Bankplatz bei Bayern München als Denkzettel?

Kovac rasiert Hummels: Bankplatz riecht nach Denkzettel

08/12/2018 um 11:17

Mats Hummels ist beim FC Bayern München plötzlich nicht mehr gesetzt. Trainer Niko Kovac verbannt den Weltmeister vorerst auf die Bank. Vor dem Heimspiel gegen 1. FC Nürnberg ruft er das Ende der Rotation aus und spricht in der Innenverteidigung Niklas Süle und Jérôme Boateng das Vertrauen aus. Rein sportlich lässt sich das allerdings nur schwer begründen.

Es ist nie leicht für einen Trainer des FC Bayern München, seine Stars bei Laune zu halten. Niko Kovac mag das vor seinem Engagement beim deutschen Rekordmeister geahnt haben, am eigenen Leib hat er das jedoch erst in Amt und Würden erfahren.

"Die ersten fünf Monate bei Bayern waren sehr, sehr, sehr, sehr lehrreich."

Vorerst hat er die sportliche Wende geschafft. Vor allem, weil er Konsequenzen zog. Die Rotation gibt es in seiner radikalen Form nicht mehr, stattdessen eine noch klarere Ansprache an die Mannschaft.

Die souveräne Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League und der Sieg gegen Werder Bremen haben dem zuvor mächtig unter Druck geratenen Coach Luft zum Atmen verschafft.

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Kovac bei Bayern auf gutem Weg

Gewinnt er mit seinem Team auch gegen den Club, bleibt eventuell der große Abstand zu Tabellenführer Borussia Dortmund bestehen, aber die bayerische Ergebniskrise wäre mit dann drei Pflichtspielsiegen in Folge dennoch überstanden. Kovac ginge gestärkt und als Gewinner daraus hervor.

Ein Verlierer ist in diesem Zusammenhang Mats Hummels. Seit dem Spiel gegen den BVB (2:3), das er laut eigener Aussage "krank" bestritt, läuft es beim 29-Jährigen nicht mehr.

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Gegen Benfica fiel er krank aus, gegen Bremen schmorte er auf der Bank, gegen Nürnberg wird er das wieder tun müssen. In der Innenverteidigung sind momentan Jérôme Boateng und Niklas Süle gesetzt, wie Kovac bestätigte. Hummels ist Herausforderer.

Offen bleibt, ob es rein sportliche Gründe sind, die Kovac zu dieser "Rasur" des Weltmeisters geführt haben. Hummels' Werte in dieser Saison sind keineswegs schlecht.

Eine verlässliche Passquote von rund 90 Prozent, Gefahr bei Standards und Kopfballstärke zeichnen ihn nach wie vor aus. Im Vergleich mit seiner Konkurrenz muss er sich nicht verstecken.

Was bringt Hummels ins Hintertreffen?

Es gilt jedoch als offenes Geheimnis, dass in der extrem kritischen Phase des Vereins viel Unzufriedenheit in der Mannschaft herrschte. Laut "kicker" soll sich innerhalb des Teams eine regelrechte "Opposition" gegen den Trainer gebildet haben - mit Arjen Robben, Thomas Müller und Franck Ribéry und eben auch Hummels.

Die "Bild" berichtete vor dem Benfica-Spiel, dass Kovac in der lauten Kabinenansprache angekündigt hatte, "noch eine Sache machen zu wollen", bevor er eventuell seinen Job verliert. Was er genau meinte, blieb unklar. Am nächsten Tag wurde bekannt, dass Hummels krank ausfällt.

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Eindeutig ist auch, dass Kovac in der Zeit, in der er quasi noch auf Bewährung agiert, auf Schlüsselpositionen auf die Spieler setzt, die seine Anweisungen auch gewillt sind, umzusetzen. Nach dem befreienden 5:1 gegen Benfica sagte er unter anderem:

"Man sprach von vier Spielern, die gegen mich sind, man sprach nicht von denen, die auf unserer Seite sind. Davon gibt es viele. Das war eindeutig genug."

Robben stellte sich nach der Partie demonstrativ ebenfalls hinter den Trainer. Hummels äußerte sich noch nicht öffentlich zum Trainer.

Völlig überraschend wäre es nicht, wenn Kovac die Gelegenheit aktuell genutzt hat, um dem Abwehrspieler mit dem Bankplatz eine Art Denkzettel zu verpassen. Kovac ist schließlich noch da. Will Hummels seine Position zurück, muss er die Rolle des Herausforderers annehmen.

Weckt das am Ende sogar Zusatz-Motivation, hätten alle etwas davon.

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