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SC Freiburg - RB Leipzig: Freiburg feiert deutlichen Heimsieg

"Wir waren sehr präsent": Freiburg putzt Leipzig

08/12/2018 um 19:15

Nach zuletzt starken und stabilen Leistungen zeigte RB Leipzig eine schwache Leistung und verlor verdient 0:3 (0:2) am 14. Spieltag gegen den SC Freiburg. Das Team von Ralf Ragnick kassierte die vierte Auswärtniederlage in Folge. Nils Petersen (12.), Luca Waldschmidt (45.+1) und Mike Frantz (52.) trafen für die Breisgauer, die nach vier Partien ohne Sieg wieder einen Dreier einfahren konnten.

So lief das Spiel:

Mit dem SC Freiburg und RB Leipzig trafen zwei Mannschaften aufeinander, die sich taktisch vorlieblich im schnellen Umschaltspiel wiederfinden. Die Sachsen gingen als klarer Favorit in die Partie, schielten auf den zweiten Rang hinter Tabellenführer Borussia Dortmund. Freiburg hingegen nahm die Außenseiterrolle an, wollte im Abstiegskampf den nächsten wichtigen "Dreier" einfahren.

Die Breisgauer erwischten einen äußerst guten Tag, setzten den Leipzigern im Spiel gegen den Ball erheblich zu - die Gäste hatten in der Folge schweren Stand. In der 12. Minute gingen die Freiburger zudem früh in Führung. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte kamen die Hausherren blitzschnell in die Offensive. Luca Waldschmidt schickte Christian Günter auf die Reise, der aus 16 Metern halblinker Position abzog. Peter Gulácsi hielt nur unzureichend - Nils Petersen war zur Stelle und legte den Nachschuss in die Maschen.

Mit zunehmender Spielzeit nahm die spielerische Komponente auf beiden Seiten ab - es herrschte vor allem Kampf um den Ball im Mittelfeld. Freiburg blieb insgesamt ein wenig gefälliger und baute schließlich die Führung kurz vor der Halbzeitpause aus. Nach einem Foulspiel von Dayot Upamecano im eigenen Strafraum entschied Schiedsrichter Tobias Welz nach Hinweis des VAR auf Elfmeter. Waldschmidt übernahm die Verantwortung und knallte den Ball unhaltbar ins rechte Toreck.

Im zweiten Durchgang machten die Breisgauer da weiter, wo sie vor der Pause aufhörten. In der 52. Minute folgte der nächste Streich. Nach einer perfekten Flanke von der rechten Seite von Lukas Kübler köpfte Kapitän Mike Frantz den Ball gegen die Laufrichtung von Gulácsi zum 3:0 ins Tor.

Leipzig wachte nach dem dritten Gegentreffer langsam auf, begab sich in die Offensive. Freiburg ließ das Spiel der Gäste zu, stellte sich tief und lauerte nach wie vor auf Konterchancen. In Summe blieben die Sachsen aus dem Spiel heraus jedoch viel zu ungefährlich - einzig nach Standards brannte es ab und zu im Freiburger Strafraum. Die beste Gelegenheit gehört Upamecano, der den Ball nach einer Ecke nur knapp links am Tor vorbeiköpfte.

So ging der klare Heimerfolg der Breisgauer gegen den Favoriten aus Leipzig absolut in Ordnung. Die Hausherren nahmen das Spiel an und verdienten sich so diesen Erfolg.

Die Stimmen:

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir hatten eine günstige Spielentwicklung, und wir waren sehr präsent in den Zweikämpfen. Deshalb haben wir das Spiel gewonnen. Ich bin sehr glücklich, denn ich kann auch die Tabelle lesen."

Luca Waldschmidt (SC Freiburg): "Es war ein gutes Spiel. Es hat Spaß gemacht - beide Mannschaften haben alles rein geworfen. Es war ein intensives Spiel und dass wir es am Ende gewinnen, ist natürlich überragend für uns."

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): "Wir haben verdient verloren. Freiburg hat verdient gewonnen. Mit Ausnahme der ersten zehn Minuten haben wir nicht gut gespielt. Vor allem das Spiel gegen den Ball war schwach."

Marcel Sabitzer (RB Leipzig): "Wir sind enttäuscht und haben eine schlechte Leistung gezeigt. Wir haben überhaupt nicht das umgesetzt, was wir wollten. Wir wollten so weitermachen wie im letzten Spiel gegen Gladbach und dann kommst du hierhin und spielst nur noch lange Bälle. Das ist nicht unsere Stärke."

Das fiel auf: Schwarzwald-Hype

Im eigenen Wohnzimmer fühlt sich der Sportclub extrem wohl, punktet fleißig im Abstiegskampf. In der vergangenen Saison retteten sich die Freiburger vergleichsweise spät, in dieser Spielzeit sieht es zu diesem Zeitpunkt bereits sehr gut aus auf dem Punktekonto der Breisgauer.

In der Fremde holte die Elf von Trainer Christian Streich lediglich einen Sieg und zwei Unentschieden - insgesamt also fünf Punkte. Platz 14 in der Auswärtstabelle. Im Freiburger Schwarzwald-Stadion riecht es hingegen nach Europapokal. In der Heimtabelle rangieren die Freiburger punktgleich mit dem FC Bayern München auf dem vierten Rang.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 37

Durch seinen Treffer in der 12. Minute schoss sich Petersen an die Spitze der Torschützenliste des SC Freiburg. Mit 37 Bundesliga-Toren rangiert er zusammen mit Demba Papiss Cissé auf Platz eins. Danach folgt Aleksandre Iashvili mit 29 Treffern.

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