AFP

Uli Hoeneß vom FC Bayern: "Ich mache diesen Job noch zwei, drei Jahre"

Hoeneß kündigt Rückzug an: "Mache den Job noch zwei, drei Jahre"

08/11/2018 um 21:09Aktualisiert 08/11/2018 um 21:33

Uli Hoeneß hat sich beim "sächsichen Wirtschaftsdialog saxxess" in Dresden offen über einen möglichen Rückzug vom FC Bayern München geäußert: "Ich mache diesen Job noch zwei, drei Jahre und will meinem Nachfolger eine volle Kasse übergeben. Dann können sie mit dem Geld machen, was sie wollen." Hoeneß ist noch bis November 2019 als Präsident der Bayern gewählt.

Mit Unterbrechungen hat er das Amt seit 2009 inne, seit 2010 ist Hoeneß außerdem Aufsichtsratsvorsitzender. Im Zuge seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hatte er im März 2014 seine Funktionen in den Führungsgremien des deutschen Branchenführers aufgegeben.

Nach seiner Haftentlassung wurde Hoeneß im November 2016 erneut zum Präsidenten gewählt und im Februar 2017 auch wieder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt.

Für einen Erben hat der 66-Jährige ein konkretes Profil vor Augen:

"Der Nachfolger sollte jemand sein, der eine menschliche Seite hat. Und einer, der aus dem Fußball kommt. Wir müssen die eierlegende Wollmilchsau suchen. Das wird schwer. Wenn ich wüsste, der oder der kann das, würde ich nächstes Jahr aufhören."

"Nicht mehr der Hoeneß, der ich sein möchte"

Am Tag nach dem Champions League-Spiel gegen AEK Athen zeigte sich ein sehr ehrlicher Hoeneß, der seinen Wunschspieler verriet:

"Für Kylian Mbappé in Paris würde ich finanziell viele Grenzen sprengen. Aber der will nicht zu uns."

Über Juan Bernat sagte er: "Ich habe ihn in einer Art und Weise beleidigt, die nicht in Ordnung war. Ich würde das nie mehr in der Öffentlichkeit sagen, ich würde es höchstens denken. Wir haben auch die Wertigkeit mit dem Grundgesetz etwas zu hoch gesetzt. Dadurch bekam alles einen etwas pathetischen Anstrich", sagte er.

Video - "Tut mir sehr leid": Hoeneß entschuldigt sich bei Bernat

01:22

Für Hoeneß ist unverständlich, dass ein solche Aussage so schnell die Runde machen kann und für solche Brisanz sorgt:

"Ich bin überrascht, was ein Wort von mir auslösen kann. Ich bin im Zeitalter der sozialen Medien nicht mehr der Uli Hoeneß, der ich sein möchte."

Hoeneß: "Glaube nicht, dass wir beim BVB verlieren"

"Ich bin mit der bisherigen Saison nicht zufrieden. Dortmund spielt erstaunlich gut. Aber nicht so gut, wie wir könnten. Wenn die Dortmunder am Ende oben sind, bin ich der Erste, der gratuliert", sagte Hoeneß und fügte an:

"Aber bis das passiert, werden wir noch ganz schön Gas geben. Am Samstag, glaube ich, dass wir nicht verlieren."

Es wird spannend - so oder so.

Video - Hoeneß stapelt tief: "Als Außenseiter nach Dortmund"

02:25
0
0