Getty Images

VfB Stuttgart trennt sich von Michael Reschke - Thomas Hitzlsperger übernimmt

Mit Video | VfB wirft Reschke raus - und holt Hitzlsperger
Von SID

12/02/2019 um 16:58Aktualisiert 12/02/2019 um 23:11

Der VfB Stuttgart hat sich überraschend von Sportvorstand Michael Reschke getrennt. Wie die Stuttgarter mitteilten, übernimmt der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger den Posten. Hitzlsperger war bisher Präsidiumsmitglied bei den Schwaben. Der VfB ist aktuell Tabellen-16. der Bundesliga, ein Trainerwechsel von Tayfun Korkut zu Markus Weinzierl im Oktober hatte die Krise nicht beendet.

Der krisengeplagte VfB Stuttgart hat sich überraschend von Sportvorstand Michael Reschke getrennt. Wie die Stuttgarter am Dienstag mitteilten, übernimmt der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger den Posten.

Hitzlsperger (36) war bisher Präsidiumsmitglied und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums bei den Schwaben. Er erhält einen Vertrag bis zum Sommer 2022.

Reschke lag mit Transfers daneben

Reschke hatte im Vorjahr Aufstiegstrainer Hannes Wolf durch Tayfun Korkut ersetzt. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch unter Korkut folgte aber eine erneute Krise, daraufhin kam Markus Weinzierl als Coach. Doch Weinzierl hat bisher die Wende nicht geschafft und steht bereits nach vier Monaten vor dem Aus.

Video - Neuer Boss beim VfB: Das sagt Hitzlsperger zur "großen Aufgabe"

01:37

Reschke lag auch mit einer Reihe von Transfers daneben - bei Ausgaben von knapp 50 Millionen Euro. "Der Aufsichtsrat war nicht mehr überzeugt davon, dass in der bestehenden Konstellation die notwendigen Kurskorrekturen vorgenommen werden können", sagte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich zu Reschkes Abberufung. Dieser meinte:

"Ich habe Verständnis für die Entscheidung. Fakt ist, dass die Summe meiner Entscheidungen aktuell nicht zum gewünschten und erwarteten Ergebnis geführt hat."

Hitzlsperger soll für kurzfristigen Erfolg sorgen, aber auch eine Entwicklung anschieben.

Hitzlsperger stärkt Weinzierl

"Mit Thomas gewinnen wir einen Fachmann, der nicht nur Sportkompetenz und die Nähe zum aktiven Profifußball mitbringt, sondern auch die notwendige Führungsqualität", sagte Dietrich.

"Ich werde alles daransetzen, beim VfB die Kräfte für den Klassenerhalt zu bündeln und gleichzeitig in einem starken Team die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen", betonte Hitzlsperger.

"Es ist kein hoffungsloses Unterfangen. Wir haben genug Möglichkeiten, die müssen wir ausschöpfen."

Als erste Maßnahme stärkte er dem arg wankenden Weinzierl den Rücken: "Das Wichtigste ist, für den Trainer da zu sein. Der Draht zu Markus ist sehr, sehr gut, das hat er auch schnell gespürt." Der 36-Jährige weiter: "Die nächsten 13 Spiele werden hart, aber ich wäre fehl am Platz, wenn ich nicht optimistisch wäre."

Das ist Thomas Hitzlsperger

Geboren am 5. April 1982 in München.

Erfolge als Spieler: WM-Dritter 2006, deutscher Meister 2007, DFB-Pokalfinalist 2007, EM-Finalist 2008. 53 Länderspiele (6 Tore).

Stationen als Spieler: Aston Villa (2001-2005), FC Chesterfield (2001, Leihe), VfB Stuttgart (2005 bis 2010), Lazio Rom (2010), West Ham United (2010-2011), VfL Wolfsburg (2011-2012), FC Everton (2012-2013). - 131 Bundesligaspiele (20 Tore).

Stationen nach der aktiven Karriere: Präsidiumsmitglied VfB Stuttgart (seit 2017), ARD-Experte (seit 2017), Nachwuchsdirektor VfB Stuttgart (2018-2019), Sportvorstand VfB Stuttgart (ab 12. Februar 2019, Vertrag bis Sommer 2022)

Video - Herr Reschke, wäre Ihr Rücktritt eine Erlösung für den Verein?

01:04
0
0