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Werder mit Big Point im Kampf um Europa

Werder mit Big Point im Kampf um Europa

11/05/2019 um 17:46Aktualisiert 11/05/2019 um 21:05

Big Point im Kampf um Europa! Der SV Werder Bremen hat sich bei der TSG 1899 Hoffenheim zu einem 1:0 (1:0) gekämpft und so noch die theoretische Chance auf das internationale Geschäft. Johannes Eggestein sorgte für den viel umjubelten Siegtreffer für die Werderaner (39.). Andrej Kramaric traf für die TSG nur den Pfosten.

So lief das Spiel:

Im Duell der beiden jüngsten Bundesligatrainer übernahm die Elf von Julian Nagelsmann im eigenen Stadion früh die Spielkontrolle und kam durch Adam Szalai nach 19 Minuten zu einer ersten guten Gelegenheit - der Ungar verpasste die mögliche Führung um einen guten Meter.

Noch knapper war es dann für die Hausherren kurz vor der Pause, einzig das Aluminium verhinderte zu diesem Zeitpunkt noch die Hoffenheimer Führung. Nach einem bilderbuchmäßigen Konter zielte Andrej Kramaric etwas zu genau und traf lediglich den rechten Außenpfosten (38.).

Im direkten Gegenzug gingen die Bremer etwas überraschend und stark vom Gegner begünstigt in Front. Den leichtsinnigen Abspielfehler im eigenen Strafraum konnte TSG-Torwart Oliver Baumann gegen Johannes Eggestein zunächst selbst ausbügeln. Der Ball prallte aber zu Milot Rashica, dessen Hereingabe Eggestein wuchtig einköpfte und Ermin Bicakcic im Kopfballduell keine Chance ließ (39.).

Werder Bremen, das ohne die beiden Leistungsträger Max Kruse und Davy Klaassen auskommen musste, stand auch nach dem Seitenwechsel enorm kompakt und ermöglichte den Hausherren nur selten gefährliche Abschlüsse wie in Minute 71: Werder-Torwart Jiri Pavlenka kratzte einen Belfodil-Kopfball mit letzter Kraft noch aus der langen Ecke (71.).

Hoffenheim spielte zu kompliziert, sodass der Bremer Sieg in der Schlussphase nur noch einmal in Gefahr geriet. Nach herrlichem Lupferpass des eingewechselten Joelinton kam Kramaric frei aus zwölf Metern zum Abschluss, scheiterte mit seiner Direktabnahme aber am stark reagierenden Pavlenka (81.).

Die Stimmen:

Julian Nagelsmann (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir haben über weite Strecken ein ganz gutes Spiel gemacht. In der ersten Hälfte haben wir uns aber nur eine richtig gute Torchance erspielt - und stattdessen mehr oder weniger ein Eigentor gemacht. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann zwei, drei gute Chancen."

Kevin Vogt (TSG Hoffenheim): "Ich bin enttäuscht über den Spielverlauf. Wir kriegen ein Gegentor, das wir uns eigentlich selber reinschießen. Der Ball wollte heute nicht über die Linie, das ist ziemlich deprimierend gerade."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Es war ein aufregendes Spiel. Wir haben über 70 Minuten gut verteidigt. In der letzten Viertelstunde haben wir leidenschaftlich gekämpft. Da kann es natürlich auch zum Unentschieden kommen."

Johannes Eggestein (Werder Bremen): "Wir sind es als Endspiel angegangen und wollten defensiv wie offensiv sehr kompakt agieren. Natürlich sind wir mit dem Sieg jetzt hochzufrieden."

Claudio Pizarro (Werder Bremen): "Wir wussten, dass heute ein schweres Spiel werden würde. Wir waren etwas glücklicher und haben einen ganz wichtigen Sieg geholt."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Nagelsmanns letzter Heimauftritt

Nach insgesamt neun Jahren im Verein und dreieinhalb Jahren als Cheftrainer der TSG Hoffenheim stand Julian Nagelsmann letztmals in einem Heimspiel der Kraichgauer an der Seitenlinie und wurde für seine Verdienste im Vorfeld der Partie geehrt.

Nach dem Spiel bedankte sich der 31-Jährige auf dem Spielfeld über das Stadionmikrofon noch bei den Fans und erntete dafür tosenden Applaus von den eigenen Fans.

Die Statistik: 100

Maximilian Eggestein absolvierte gegen Hoffenheim sein 100. Pflichtspiel für Werder Bremen. Dabei gelangen dem 22-Jährigen neun Tore sowie neun Vorlagen.

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